Backup und Replication geht auch schneller, preisgünstiger und zuverlässig

Die Veeam-Alternative – Nakivo, ein Newcomer in der VMware-Welt

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Nakivo will mehr bieten als die üblichen Backup- und Recovery-Features für das Storage von Umgebungen, die mit VMware („vSphere“, auch „Essentials“) virtualisiert sind. Dabei setzt Nakivo auf eine verteilte Architektur. Der eigentliche Kern des Programms und die Steuerkonsole liegt auf der „Master Site“.

Die Software-Vermarktung ist eine Kampfansage

Für die Umsetzung der Transaktionen sorgen auf den remoten virtuellen Maschinen kleine „Transporter“. Die Speicherung erfolgt am Ort der VMs oder an der Master Site, wobei sie im letzten Fall auch verteilt („multi tenancy“) erfolgen kann.

Das macht es möglich, virtuelle Umgebungen sowohl on-premise, als auch an fremden Lokationen sowie in Public Clouds (bei Amazon und Dropbox) zu sichern. Umgekehrt lässt sich natürlich auch die Wiederherstellung von diesen Orten aus starten.

Die Anwendung gibt es in vier Ausprägungen: Für sämtliche vSphere-Varianten existierte eine umfassende „Enterprise“-Version, während der „Pro“-Variante zum Beispiel die „Multi-Tenancy“-Fähigkeit fehlt. Das Gleiche ist der Fall bei den Enterprise- und Pro-Ausgaben für vSphere Essentials.

Die Preise

Die Preise liegen zwischen 199 Dollar („Pro for VMware Essentials“) und 599 Dollar („Enterprise for all vSphere Editions“) pro CPU-Steckplatz. Die Zahl der Hosts und VMs ist also irrelevant. Damit komme die Software etwa halb so teuer wie konkurrierende Angebote, sagt Dave Simpson, Analyst von The 451 Group.

Hier: ein Vergleich von Preisen und Funktionen der verschiedene Software-Varienten von Nakivo
Hier: ein Vergleich von Preisen und Funktionen der verschiedene Software-Varienten von Nakivo
(Bild: Nakivo)

Kunden berichten zudem von einem erheblichen Return on Investment (RoI). Greg Buccheri, IT Manager bei Bradbury, der die Backup-und Recovery-Software verwendet, nennt einen achtfachen höheren RoI als beim Einsatz vergleichbarer Produkte und Milko Mihov, IT Manager bei GRW, einen 60-fachen Performance-Gewinn gegenüber seiner Vorgängerlösung.

Ferner gibt es eine völlig kostenlose Version ohne Support. Die empfiehlt sich nach Angaben des Herstellers aber eher zum Ausprobieren, für gelegentliche oder gezielte einzelne Backups dedizierter VMs. Für alle größeren virtuellen Umgebungen, wo es darauf ankommt, regelmäßig und automatisiert Sicherungen durchzuführen, legt der Hersteller die kostenpflichtigen Versionen nahe. (siehe: Vergleich der Features von kostenloser und kostenpflichtiger Versionen)

Das aktuelle Angebot

Seit neuestem gibt es eine weitere offensive Marketingaktion von Nakivo: Eine kostenlose Vollversion von Nakivo Version 4.1 erhält, wer Mitglied in der VMware User Group (VMUG) ist oder ein VMware-Zertifikat (VCP, VSP, VTSP, VCI oder vExpert) nachweisen kann.

Für VMUG-Mitgleider kostenfrei
Für VMUG-Mitgleider kostenfrei
(Bild: Nakivo)

Die minimalen Systemvoraussetzungen für Nakivo liefert die kostenlose Version: zwei 64-Bit-CPUs und 4 GByte Arbeitsspeicher. Geeignete Betriebssystemumgebungen sind „Windows 7 und 8.x“ (jeweils Professional) und „Windows Server 2012“ sowie die Linux-Versionen „Ubuntu 12.04 Server“, „Suse Linux Enterprise Server 11 SP2“ oder „Red Hat Enterprise Linux 6.3“.

Die vorausgesetzte Virtualisierungssoftware ist VMware vSphere ab Version 4.1 (von Essentials bis Enterprise+) oder für Standalone Hosts ESX beziehungsweise ESXi ab Version 4.1. Die darauf aufsetzenden Betriebssysteme müssen von VMware unterstützt sein, die Dateisysteme und Anwendungen sind unerheblich.

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