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Unterbrechungsfreie Wartung mit Cluster oder Live Migration Die Virtualisierung bringt preiswertere Möglichkeiten höherer Verfügbarkeit

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

Hochverfügbarkeitssysteme wurden in der Vergangenheit oftmals mit einer Duplizierung der Hardware – und auch der Kosten - gleichgesetzt. Beim Einsatz von Virtualisierungstechniken ergeben sich ein deutlich reduzierter Aufwandung.

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Durch vMotion erfolgt die kontrollierte Übertragung eines Applikationsdienstes von einem Rechner auf einen zweiten.
Durch vMotion erfolgt die kontrollierte Übertragung eines Applikationsdienstes von einem Rechner auf einen zweiten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die IT dringt in immer mehr geschäftskritische Bereiche der Unternehmen ein. Um den Anwendern einen unterbrechungsfreien Zugriff auf Daten und Applikationen zu ermöglichen werden die Systeme hochverfügbar ausgelegt.

Da jegliche Form von IT-Diensten immer auf zwei Säulen ruht, den Applikationen und den Daten, müssen auch beide hochverfügbar ausgelegt sein. Das Spektrum reicht von der reinen Datensicherung mit regelmäßigen Backups bis hin zur Absicherung der Applikationen durch Failover-Lösungen in einem Cluster.

Wenngleich die verwendeten Verfahren eine höchst unterschiedliche Qualität der Absicherung bieten, so verfolgen sie dennoch alle das gleiche Ziel: den Applikationsdienst am Laufen zu halten oder im Fehlerfall schnell wieder herzustellen.

Redundanz begrenzbar

Die Technologien der Virtualisierung und deren erweiterte Funktionen bringen nun neue Möglichkeiten ins Spiel, um die Anwendungen hoch verfügbar zu machen. Betrachtet man diese aus der Sicht der möglichen Ausfälle, so zeigen sich die folgenden Szenarien:

  • Der Applikations-Host fällt aufgrund eines Hardwarefehlers aus
  • Die virtuelle Maschine mit dem Applikationsdienst versagt
  • Das Speichersubsystem ist nicht mehr erreichbar oder ausgefallen
  • Das Serversystem mit der Applikation ist temporär überlastet
  • Es sind geplante Wartungsarbeiten notwendig

Jedes dieser genannten Szenarien hat andere Ursachen und erfordert daher jeweils adäquate Maßnahme zu Absicherung des Ausfalls.

Absicherung des Hostsystems durch Cluster

Um das Hostsystem gegen Ausfälle abzusichern werden Cluster gebildet. Dabei schnürt man mehrere gleichartige Knoten zu einem einzigen Rechnerverbund. Mit verteilten (stretched) Cluster können Unternehmen Cluster auch größere Distanzen überbrücken.

Sie ermöglichen eine Absicherung über große Distanzen und WAN-Strecken. Beim dem Ausfall eines Systems sorgt die Clustersoftware selbständig für die Fortführung des Dienstes. Um beispielsweise Windows im Cluster zu betreiben, ist das korrespondierende Feature (Funktion) über den Server Manager zu aktivieren.

Die Windows Cluster-Funktionen übernehmen dann die Absicherung eines Windows Serversystems und dessen Dienste. Hierzu liefert Microsoft eine Reihe von Hilfen zur Absicherung von Dateidiensten, Druckdiensten, DHCP oder WINS.

Im Windows Server 2008 hat Microsoft den Aufbau eines Cluster vereinfacht. Die Clustertechnik ist prinzipiell unabhängig von der Virtualisierungsschicht und wurde auch früher zur Absicherung von Servern verwendet. Sie wird aber auch heute zur Absicherung von Windows-Host eingesetzt.

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