Reinhard Frumm zur Analyse von Problemen in virtuellen Umgebungen

Die Virtualisierungsschichten verdecken die Quellen von Störungen

| Autor / Redakteur: Reinhard Frumm / Rainer Graefen

Reinhard Frumm, Senior Systems Engineer bei Nimble Storage
Reinhard Frumm, Senior Systems Engineer bei Nimble Storage (Nimble Storage)

Virtualisierte Umgebungen sind heute aus modernen IT Infrastrukturen nicht mehr wegzudenken. Für diese Entwicklung gibt es eine Vielzahl von guten Gründen. Bei der näheren Betrachtung haben wir es innerhalb der Infrastruktur für virtuelle Umgebungen aber nach wie vor mit alten „Bekannten“ zu tun.

Bei den in einer Infrastruktur eingesetzten Komponenten handelt es sich, wie schon seit Jahrzehnten um Server, Netzwerk- und Speicher-Komponenten. Hatte man in der Vergangenheit noch mehr oder weniger eine klare Zuordnung der Komponenten, werden heute durch die Virtualisierung die einzelnen Schichten abstrahiert. Genau hier liegt die Problematik.

Prädiktive "Big-Data-Sensoranalyse"

Auf der einen Seite werden zur Verfügung stehende Ressourcen durch gemeinsamen Zugriff besser genutzt, auf der anderen Seite wird die Fehleranalyse oder auch das Auffinden von Systemen, die die Hauptverursacher sind, massiv erschwert.

Hier ist ein ganzheitlicher Monitoring-Ansatz notwendig, welcher nicht nur eine einzelne Infrastruktur-Komponente sieht und analysiert, sondern dies über die einzelnen Schichten hinweg durchführt. Nimble Storage hat bereits vor zwei Jahren das cloud-basierte Tool Infosight veröffentlicht, um eine proaktive Analyse von Speichersystemen zu ermöglichen. Hierzu werden Systeminformationen der einzelnen Arrays gesammelt und analysiert.

Diese Analyse geht weit über die verbreitete Analyse von Hardware-Problemen hinaus. Sensoren innerhalb der Software übermitteln durchschnittlich circa 30 Millionen Informationen pro Array, die dazu dienen, eine Vielzahl von Problemen zu erkennen und proaktiv zu lösen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von prädiktiven Analysen.

Das VM-Problem drehen und wenden

Um nun das ganzheitliche Monitoring zu gewährleisten, bietet Infosight nun auch die Möglichkeit des Monitorings von VMware Umgebungen herunter bis auf die einzelne VM. Ohne zusätzliche Agenten, alleine mit dem kostenlosen VMware Plug-In zum Management der Arrays, werden alle notwendigen Daten erfasst und über das Array an Infosight zwecks Analyse übermittelt.

Unterschiedlichste Ansichten wie z.B. eine Heatmap welche die Datastores hinsichtlich IOPS und Latenzzeiten anzeigt sowie eine Auswertung hinsichtlich der Top 10 VMs hin zur Identifizierung von sogenannten „Noisy Neighbors“ machen dem Administrator das Monitoring einfach.

Er kann so der Ursache von Performance- oder Ressourcen-Problemen auf den Grund gehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Eine wichtige Fragestellung bei der Analyse von Performance-Problemen sind Latzenzzeiten. Dem wird Rechnung getragen, indem eine Analyse der Latenzzeiten über die einzelnen Schichten hinweg erfolgt.

Zunehmende Latenzen weisen zum "Täter"

Somit kann bei jeder VM ermittelt werden, welche Schicht (Host, Netzwerk oder Speicher) welchen Anteil an der Gesamtlatenz hat. Diese Informationen können dann zu den entsprechenden Infrastrukturkomponenten korreliert werden.

Neben der schnelleren Lösung von Problemen können nun zur Verfügung stehende Ressourcen noch effizienter genutzt werden. Mussten hier bislang immer wieder zusätzliche Investitionen getätigt werden, stehen die Budgets nun für die wirklich wichtigen Projekte zur Verfügung.

Mit der Möglichkeit des Monitorings einzelner VMs können Nutzer nun den nächsten Schritt für eine ganzheitliche Analyse von virtuellen Umgebungen gehen und einfache Fehleranalysen ohne den Einsatz von zusätzlichen Werkzeugen und Kosten durchführen.

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