Nachlese zum MicroStrategy Retail Summit

Die Wertschöpfungskette mit Analytics und Cloud Computing optimieren

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Wie die Lieferkette durch eine bessere und schnellere Zusammenarbeit zwischen Händlern und Lieferanten optimiert werden kann, zeigte Retailexperte Bernhard Webler von MicroStrategy. So hat beispielsweise die Supermarktkette Tesco seine Lieferantenportale auch mobil zur Verfügung gestellt, um Informationen mit ihren Lieferanten entlang der Supply Chain in Echtzeit zu teilen und gemeinsam optimieren zu können. So konnte Tesco laut Webler seine Out-of-Stock-Rate um ein Drittel senken.

Webler stellte mit Migros Türkei einen weiteren MicroStrategy-Kunde vor, der auf eine mobile Lösung für seine Marktleiter setzt. Statt sich durch Excel-Tabellen zu arbeiten, erhalten die Marktleiter Informationen in Form eines Dashboards auf ihr mobiles Endgerät. So können sie kritische Prozesse im Markt schneller identifizieren und per Fingertipp weitere notwendige Informationen abrufen. Zudem ist die Lösung in das Backend integriert, so dass sie auch Daten entweder in das Data Warehouse oder sogar in das zentrale ERP-System zurückschreiben kann.

Auch offline entscheiden können

Für Manager ist es nicht nur wichtig, die Wertschöpfungskette zu überwachen und anzupassen. Sie wollen auch wissen, ob das Unternehmen mit Blick auf finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen gerade im Lot ist. Daher untersuchte Dr. Jörg H. Mayer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt sowie der Universität St. Gallen im Rahmen einer Studie, welche Informationen Manager benötigen, um Unternehmen zu steuern. Der Experte erklärte: „Um in wichtigen Besprechungen entscheidungsfähig zu sein, wollen Führungskräfte zeit- und ortsunabhängig Kennzahlen zu ihrem Unternehmen auf einen Blick haben – und dass ohne erst tiefer in die Datenebene eintauchen oder seitenlange Papierberichte lesen zu müssen“. Außerdem seien Informationen in Papierform oder im Excel-Format bei der jungen Managergeneration „out“. Sie wollen Unternehmensdaten direkt über mobile Endgeräte abrufen. Inkonsistente Datenbestände seien den Managern ebenso ein Dorn im Auge, fand die Studie heraus. Nach wie vor komme es häufig vor, so Mayer weiter, dass der Führungskreis eines Unternehmens gemeinsam in einer Besprechung sitzt und jeder andere Daten vorweise.

In Zusammenarbeit mit MicroStrategy hat Deloitte daher den sogenannten Corporate Navigator, eine mobile Business-Intelligence-Anwendung für Führungskräfte, entwickelt. Über mobile Endgeräte, wie dem iPad, erhalten Entscheider in Form eines Dashboards alle wichtigen Kennzahlen zu ihrem Unternehmen angezeigt. Eine zeitaufwendige Schulung ist nicht notwendig, da die App intuitiv bedient werden kann. „Außerdem ist die Erstellung von Risikoanalysen möglich. Gerade für das produzierende Gewerbe sind Informationen zu Währungseinflüssen, politischer Entwicklung und Veränderungen von Rohstoffpreisen relevant.“ Die mobile Anwendung funktioniere geräteübergreifend und ebenso offline, wenn der Manager beispielsweise im Flieger sitze.

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