Nachlese zum MicroStrategy Retail Summit

Die Wertschöpfungskette mit Analytics und Cloud Computing optimieren

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Mit der Aussage, dass das Ende des Passwortzeitalters eingeläutet, und das zu berücksichtigen für Händler enorm wichtig sei, eröffnete Siegfried Lauk von T-Systems seinen Vortrag. Die Dematerialisierungswelle und Datendiebstahlskandale wie kürzlich bei der Kaufhauskette target zeigen, dass Kreditkarten und Passwörter das digitale Leben nicht mehr zu schützen vermögen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stellte Lauk das mobile Identifikations-, Mitgliedererkennungs- und Berechtigungssystem mIAS vor.

Die mobile Lösung identifiziert den Besitzer über sein Smartphone und macht Karten als Ausweis- oder Berechtigungsdokumente obsolet. mIAS wurde auf Basis der MicroStrategy-Lösung Usher entwickelt und ersetzt ältere Formen der physischen Identifizierung und Authentifizierung, wie beispielsweise Kreditkarten, Mitgliedskarten, Zutrittsausweise oder Kunststoffschilder. Denn diese seien von Natur aus unsicher und können leicht gefälscht oder entwendet werden, so Lauk: „mIAS ist ein Universalschlüssel, aber sicherer als physische Schlüssel.“ Der Benutzer identifiziert sich per Smartphone - soweit gewünscht – durch eine 5-Faktor-Authentifizierung. Diese kombiniert biometrische Erkennung wie etwa Stimme und Gesichtszüge mit einem Code, persönlicher PIN sowie Geodaten, und erstellt einen Schlüssel, um eine bestimmte Tür zu öffnen oder eine Geldzahlung vorzunehmen.

Original statt Fälschung

So sind etwa Bankabhebungen nur an einem bestimmten Bankautomaten möglich oder Mitarbeiter erhalten nur zu einer festgelegten Uhrzeit zu einem bestimmten Werk Zutritt. Die MicroStrategy-Lösung Usher lasse sich zudem als mobile Geldbörse nutzen. Die Identität des Karteninhabers ist nur indirekt mit der Kreditkarte verbunden, sodass der Kunde keine Karte mehr benötigt. Das Smartphone erkennt die Identität des Besitzers an den biometrischen Parametern. PIN-Nummern werden so überflüssig und das Skimming, also das Abfangen von Kreditkartendaten per Manipulation von Kartenlesegeräten, ist nicht mehr möglich.

Im Verlustfall ist das Smartphone per Fernsteuerung löschbar und die biometrische Verschlüsselung macht den Gebrauch für andere Personen kaum möglich. „Die digitalen Berechtigungsschlüssel können vom Besitzer des Smartphones aber auch an andere Personen weitergeschickt werden, etwa für Hotelzimmer, Meetingräume, Packstationen oder der sogenannten Kofferraum-Zustellung“, erklärte Lauk. Gerade für CPG- und FMCG-Unternehmen sei diese Art der Zustellung an Flughäfen interessant. Wenn die Gäste nach Ankunft keine Zeit mehr zum Einkauf haben, weil die Geschäfte geschlossen sind, können sie bereits direkt aus dem Flugzeug per mobilem Endgerät Produkte bestellen und den virtuellen Kofferraumschlüssel an einen Supermarktmitarbeiter weiterleiten. Bei seiner Ankunft finde der Käufer dann die Lebensmittel im Kofferraum seines Autos vor, das auf dem Flughafenparkplatz steht. Weitere Potenziale seien laut Lauk, dass nicht nur Personen, sondern auch Produkte wie Medikamente und Werkzeuge auf diese Weise identifiziert werden können, um sie vor Fälschungen zu schützen.

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