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Datenmenge soll bis 2011 jährlich um 60 Prozent wachsen Digitalkameras, Web 2.0 und Digital-TV verursachen Datenflut

Redakteur: Nico Litzel

Die Marktforscher von IDC haben neue Erkenntnisse zu Wachstum und Inhalt des weltweiten digitalen Datenvolumens veröffentlicht. Momentan wachse die Informationsflut jährlich um 60 Prozent und soll bis 2011 etwa 1.800 Exabyte erreichen. Das entspräche einer Verzehnfachung gegenüber 2006.

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Die Marktforscher von IDC sehen kein Ende der Datenflut: Bis 2011 soll die Datenmenge um jährlich 60 Prozent steigen.
Die Marktforscher von IDC sehen kein Ende der Datenflut: Bis 2011 soll die Datenmenge um jährlich 60 Prozent steigen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das „Digitale Universum“, also die Gesamtheit aller Daten weltweit, hatte vergangenes Jahr ein Volumen von 281 Exabyte (281 Milliarden Gigabyte) – zehn Prozent mehr als ursprünglich vorhergesagt. Derzeit gehen die Analysten von einem jährlichen Datenwachstum von 60 Prozent aus. Dementsprechend soll das „Digitale Universum“ 2011 rund 1.800 Exabyte umfassen.

Erstmals weisen die Marktforscher auf das Phänomen des „Digitalen Schattens“ hin, den passiven Beitrag, den jeder zum Datenwachstum beiträgt. IDC versteht darunter Daten, die beispielsweise bei der Benutzung eines Handys oder einer Kreditkarte entstehen, aber auch gespeicherte Websuchen oder digitale Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras. Die Analysten gehen davon aus, dass der „Digitale Schatten“ eines jeden Einzelnen doppelt so groß ist wie die Datenmenge, die täglich aktiv durch Digitalfotos, E-Mails oder PC-Arbeit erzeugt wird. Statistisch gesehen hinterließ jeder Erdenbürger vergangenes Jahr einen Digitalen Fußabdruck mit einer Kapazität von 45 Gigabyte.

Gründe für das rasante Datenwachstum sehen die Marktforscher im steigenden Absatz von Digitalkameras, der zunehmenden Popularität des Digitalfernsehens sowie der wachsenden Internetnutzung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aber auch der weltweite Boom sozialer Netzwerke sowie der Trend zu Software und Storage as a Service trieben das Wachstum weiter an.

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