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STORAGE & DATAMANAGEMENT Technology Conference 2013 Drehende Festplatten oder SSDs?

| Redakteur: Heidemarie Schuster

Kurt Gerecke ist Keynote-Speaker der STORAGE & DATAMANAGEMENT Technology Conference 2013 und Spezialist im Bereich Flash-Speicher.

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Kurt Gerecke, zertifizierter Senior Storage Consultant
Kurt Gerecke, zertifizierter Senior Storage Consultant
(Bild: IBM)

Storage-Insider.de: Sind SSDs haltbarer als HDDs?

Gerecke: Das kann man so nicht beantworten. Die Festplatten zeigen da ja schon große Unterschiede auf. Eine FC- hält bestimmt länger als eine billige SATA-Platte. Selbst bei den SAS-Platten gibt es große technische Unterschiede! Genauso verhält es sich beim Flash-Speicher. Es kommt darauf an, welche Technologie wie verbaut ist. In einer Vergleichsbetrachtung kann man davon ausgehen, dass SLC- und eMLC-Flash eine höhere, zumindest eine gleiche Haltbarkeit wie HDDs haben und sich problemlos in Enterprise-Umgebungen einsetzen lassen.

Wie wird Flash sinnvoll eingesetzt?

Gerecke: Flash-Speicher eignen sich sehr gut als Applikationsleistungsbeschleuniger. Das führt zu schnelleren Antwortzeiten bei hohen I/O-Lasten und zu einer höheren Auslastung der CPUs. Durch die geringen Latenzzeiten kann zum Beispiel eine Datenbank-Applikation um den Faktor zehn schneller und die Serverauslastung um Faktor fünf gesteigert werden. Das spart Lizenzkosten, beispielsweise bei Datenbank-Applikationen, und man benötigt weniger Disks. Ein Platten-Subsystem mit fünf Prozent SSDs bezüglich der Gesamtkapazität, bringt extreme Leistungsverbesserungen! Die Applikationen, die am meisten vom Flash profitieren, sind OLTP-Datenbanken, ERP-Systeme und die, die eine Real-Time-Datenanalyse durchführen – im HPC-Bereich, bei virtuellen SAN- oder Cloud-skalierenden Infrastrukturen – wenn parallele File-Systeme, aktives File-Management, „Content Distribution“ oder „On Demand“-Computing im Einsatz sind.

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