LSI Sandforce SF3700

Dritte Sandforce-Controller-Generation kommt 2014

| Redakteur: Nico Litzel

LSI beliefert derzeit ausgewählte SSD-OEM-Kunden mit Mustern der dritten Sandforce-Generation. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2014 werden die SF3700-Flash-Controller allgemein verfügbar sein.
LSI beliefert derzeit ausgewählte SSD-OEM-Kunden mit Mustern der dritten Sandforce-Generation. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2014 werden die SF3700-Flash-Controller allgemein verfügbar sein. (Bild: LSI)

LSI hat für das erste Halbjahr 2014 die dritte Sandforce-Generation angekündigt, die sich durch eine hohe Client-Performance von 1,8 Gigabyte pro Sekunde, eine duale PCIe-SATA-Schnittstelle und zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten für Client-, Enterprise- und Hyperscale-Umgebungen auszeichnet.

LSI beliefert bereits ausgewählte SSD-OEM-Kunden mit Mustern der dritten Sandforce-Generation. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2014 soll die Serienauslieferung der SF3700-Flash-Controller an Kunden starten.

Die dritte Sandforce-Generation bietet native PCIe- und SATA-Schnittstellen in einem einheitlichen ASIC-Design. SSD-Hersteller können mithilfe eines Jumpers auswählen, welche Schnittstelle sie nutzen wollen. Das vereinfache und beschleunige die SSD-Entwicklung deutlich und senke zudem signifikant die Entwicklungs- und Herstellungskosten für die SSD-Hersteller, erklärt LSI. Das PCIe-Interface unterstützt zudem die Protokolle AHCI und NVMe, sodass der Controller sich sowohl für herkömmliche PCIe SSDs als auch für Anwendungsbeschleunigungslösungen auf Basis von NVMe-Flash-Speicher anbiete.

Verbesserte Datenkompression

Die dritte Controller-Generation zeichnet LSI zufolge sich darüber hinaus durch eine optimierte Datenkompression („Durawrite“) aus. Angesichts der immer stärkeren Miniaturisierung von Flash und der damit verbundenen abnehmenden Zuverlässigkeit biete die Datenkompressionstechnik verschiedene Verfahren, die die Lebensdauer von NAND-Flash verlängere. Mit Durawrite, so LSI, verringere sich der Schreibfaktor und die Anzahl der Programmier-/Löschzyklen.

Mit an Bord ist zudem LSIs „SHIELD“-Fehlerkorrektur. Diese verlängere ebenfalls die Lebensdauer und verbessere erheblich die Datenintegrität. Das geschehe durch die Implementierung eines Flash-optimierten Low-Density Parity Check Codes (LDPC), der die Hard-Decision-, Soft-Decision- und digitale Signalverarbeitung (DSV) sowie die Fehlerkorrekturcode-Raten miteinander kombiniert. So können SSD-Herstellern auch bei Verwendung von kostengünstigerem Flash-Speicher eine Lebensdauer und Datenintegrität auf Enterprise-Niveau bereitstellen, erklärt LSI.

Verbessert wurde zudem die der RAID ähnlichen „RAISE“-Technik (Redundant Array of Independent Silicon Elements). RAISE schützt vor Ausfällen von Seiten, Blöcken oder des vollständigen Chips in einer Einzellaufwerk-Umgebung. Hinzu kommt ein spezieller neunter Kanal für einen zusätzlichen Flash-Baustein, der den RAISE-Schutz sowie die Kapazitätsoptionen für Anwender erhöht.

Verschlüsselung auf Laufwerksebene

Auch die dritte Generation bietet eine Verschlüsselung, die allerdings Datenrettern zu schaffen macht. Die Enterprise-Controller der SF3700-Familie sind mit einer Dualen 256-Bit-AES-Verschlüsselung auf Laufwerksebene ausgestattet, die keine zusätzliche Prozessorlast verursacht. Optional bietet LSI eine Unterstützung von Opal- und Enterprise-Spezifikationen an, die eine umfassende Interoperabilität und ein einfaches Datensicherheitsmanagement gewährleisten sollen.

Weitere Informationen zu den Sandforce-Controllern stellt LSI im Web zur Verfügung.

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