Fujitsu Efficient Data Protection bei P+P Pöllath + Partners Effiziente Data Protection über mehrere Standorte

Autor / Redakteur: Jürgen Paukner / Nico Litzel

Mit der Eternus CS800 S2 von Fujitsu in Kombination mit Symantec Backup Exec konnte die Sozietät P+P ein sicheres und zeitsparendes Backup-Konzept realisieren.

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Bei P+P kommen zwei Eternus-CS800-S2-Datensicherungs-Appliances von Fujitsu mit jeweils 16 Terabyte Kapazität zum Einsatz.
Bei P+P kommen zwei Eternus-CS800-S2-Datensicherungs-Appliances von Fujitsu mit jeweils 16 Terabyte Kapazität zum Einsatz.

Wenn es um rechtliche oder steuerrelevante Vorgänge geht, dann ist Datensicherheit in höchstem Maße gefragt. P+P Pöllath + Partners ist auf beiden Feldern aktiv. Die Sozietät ist mit 33 Partnern und insgesamt fast 100 Rechtsanwälten und Steuerberatern an den Standorten München, Berlin und Frankfurt tätig.

Backup als zeitintensive Herausforderung

Den Anstoß für ein neues, leistungsfähigeres Backup-Konzept bei P+P gab die Einführung eines Dokumenten-Management-Systems. Für die Anwälte und Steuerberater war es wichtig, alle Dokumente zu einem Vorgang schnell digital zusammenstellen zu können. „Dadurch mussten wir die gesamten Daten von allen unseren Standorten zentral speichern“, erklärt Marcus Märthesheimer, Leiter IT-Systeme bei P+P.

„Natürlich haben wir bisher auch Backups von unseren Daten gemacht, aber nur lokal.“ Die Daten, die innerhalb eines Tages an einem Standort zusammenkamen, sprengten nämlich längst den Rahmen: „Es wären gute 16 Stunden nötig gewesen, um alle Daten an einem anderen Standort replizieren zu können.“ Märthesheimer beschränkte sich daher in der Vergangenheit darauf, nur ausgewählte Daten aus München und Frankfurt nach Berlin zu replizieren. Um ein höheres Datensicherungs-Level zu erreichen, musste also eine neue Lösung gefunden werden. Hierbei war der langjährige Vertriebspartner Horn & Cosifan Computersysteme GmbH aus Frankfurt a. M. behilflich.

Neue Backup-Technik mit Deduplizierung

Horn & Cosifan empfahl den Einsatz der Eternus-CS800-S2-Datensicherungs-Appliance von Fujitsu. „Es geht nicht so sehr darum, ein möglichst großes Datenvolumen zu speichern“, so Gunter Horn, Geschäftsführer des Fujitsu Select Partners. „Denn die Stärke der Eternus CS800 liegt nicht zuletzt darin, dass das System die Daten stark komprimiert speichern kann. Das führt zu einer extrem schnellen Datensicherung über Standortgrenzen hinweg.“

Streng genommen handelt es sich nicht um eine „Komprimierung“ der Daten im klassischen Sinne. Vielmehr wird diese Technik „Deduplizierung“ genannt. Das System zerlegt quasi die zu speichernde Datei in einzelne Blöcke und legt nur die Blöcke ab, die so nicht schon im Speicherbereich der Eternus CS800 vorhanden sind. „P+P kommt dank Deduplizierung schon beim ersten Speichern auf eine reduzierte Datenmenge im Verhältnis 10 zu 1“, stellt Horn zufrieden fest. „Und dieses Verhältnis verbessert sich dramatisch mit dem Ansteigen des abgelegten Datenvolumens.“

Automatische Daten-Synchronisierung

P+P hat beide Eternus-CS800-Systeme mit jeweils 16 Terabyte Plattenplatz ausgestattet. „Allerdings werden die Daten bei P+P zwischen den beiden größten Standorten Berlin und München zum Synchronisieren hin- und hergeschickt“, so Gunter Horn. „Und dieser Prozess läuft natürlich umso schneller, je weniger Daten abgeglichen werden müssen. Zudem wird das Netzwerk nicht unnötig belastet, und es fallen keine hohen Kosten für die WAN-Strecken an.“

Der Synchronisierungsprozess läuft dabei vollautomatisch. Bei jedem Eternus-CS800-System gibt es einen Bereich, bei dem das Berliner System als Master und das Münchener als Slave läuft. Bei jeder Änderung in Berlin wird diese Änderung automatisch in München ausgeführt. In einem zweiten Bereich ist München der Master und Berlin der Slave. Auf einem dritten Bereich liegen dann jeweils die lokalen Daten, die nicht so relevant sind, dass sie gespiegelt beziehungsweise doppelt gesichert werden müssten.

Recovery innerhalb weniger Minuten

Eingebettet sind die Eternus-CS800-Systeme in der virtualisierten Umgebung der Sozietät. Hier leisten sie wertvolle Dienste, die über ein reines Backup hinausgehen. So kann Marcus Märthesheimer bei Bedarf eine ganze virtuelle Maschine (VM) auf eine Eternus CS800 überspielen, nachdem diese hier unter Verwendung der Snapshot-Technik von VMware (VCBGhetto) gesichert wurde. Diese VM ließe sich zur Not sogar von der Datensicherungs-Appliance aus starten.

Und mehr noch: „Wenn mir die komplette IT einer unserer Standorte wegbricht, fahre ich das replizierte System einfach von einem anderen Standort aus auf der Eternus CS800 hoch“, resümiert Märthesheimer. Der Leiter IT-Systeme bei P+P ist schlichtweg begeistert: „Dieses System leistet so viel mehr als das, was wir ursprünglich damit machen wollten. Unsere Recovery-Zeiten lagen früher im Bereich von Stunden, jetzt reden wir nur noch über wenige Minuten.“

Hohe Skalierbarkeit

P+P betreibt die Eternus CS800 S2 in der NAS-Variante, also als Network-Attached-Storage-System. Die Basisversion verfügt über 16 Terabyte Netto-Speicherkapazität. Skalieren ließen sich die Systeme auf jeweils 160 Terabyte. Marcus Märthesheimer sollte also mit seinen Eternus-Datensicherungs-Appliances noch eine Weile hinkommen: „Wir müssen dank Deduplizierung ja nur einen winzigen Bruchteil der eigentlichen Datenmenge zwischen den Standorten hin- und herschicken. So können wir täglich – ohne besondere Last auf der WAN-Strecke – ein vollständiges Backup replizieren und verfügen damit jederzeit über doppelte Datensicherheit.“

Dieser Artikel stammt aus dem Kompendium „Backup und Recovery virtueller Maschinen“. Hier können Siedas komplette Heft als PDF-Datei herunterladen.

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