Quantum Stornext 4.0, Teil 3

Ein Dateisystem, das Daten mit Policies repliziert, archiviert und wiederherstellt

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Durchschreiben, um Konsistenz sicherzustellen

Auch beim Data Scrubbing verlässt sich StorNext auf die Arrays. Ein automatischer Schutz vor Datenkorruption ist nicht eingebaut. Bei Quantum hält man dies für ein zweischneidiges Feature, das auch massiven Schaden anrichten kann.

Ebenso wenig gibt es Schattenkopien, um bei plötzlichem Stromausfall Datenverlust zu vermeiden. Die blockbasierte Datenüberprüfung ist Sache der RAID-Arrays. Prüfsummen sichern die Konsistenz der archivierten Daten nur innerhalb der Speicherarrays und Bandbibliotheken selbst, nicht global über das gesamte Filesystem.

StorNext lagert auch diese Arbeit aus und empfiehlt, entsprechende Policys zu erarbeiten. Auch die Konsistenz des Filesystems beim Ausfall oder überraschenden Entfernen einer Platte vertraut StorNext auf die angeschlossenen Arrays und ihre RAID-Konfiguration.

Geregelte Duplizierung

Quantum empfiehlt den Einsatz des StorNext Storage Manager für die Erstellung von Sicherungskopien. Selbst bei einer Diskkorruption kann so das Original über die auf Disk oder Tape liegende Kopie wiederhergestellt werden.

Werben andere Dateisysteme mit Snapshots und Clones zu jedem Zeitpunkt, empfiehlt Quantum in seinem User Guide ein Tiered Storage Modell, wenn es um die Archivierung von Daten geht. So sollte der klassische Archivkunde eine schnelle FAST/FAT Disk für das Einspielen der Daten auf den Speicher (Ingest) besitzen.

Diese erzeugt dann sofort mindestens 2 Kopien auf Band, auf Wunsch in getrennten Libraries und getrennten Örtlichkeiten. Ebenso in Richtung Band wandern ältere Daten, die selten oder nie wieder benutzt werden. Auch dies regeln Policys.

Benötigt der Anwender eine revisionssichere Datenspeicherung, empfiehlt Quantum den Einsatz von LTOWORM Bibliotheken, da die dort verwendeten Bänder jeweils nur einmal beschreibbar sind.

MAID-Storage, Pools und Filesysteme

StorNext benötigt die Hilfe zusätzlicher, externer Programme, wenn es zu einem Verbindungsverlust kommt, da es die LUN der RAIDs verwendet, und nicht direkt selbst mit den RAID-Arrays kommuniziert. Das Filesystem ist nicht selbstheilend.

In Falle eines Fehlers werden die korrekten Daten aus einer Sicherheitskopie zurückgeschrieben. Eine Verkleinerung und Vergrößerung des Storagepools ist möglich. Das Filesystem hat auch kein Problem beim Ein- oder Umbau von kleineren oder größeren Laufwerken oder unterschiedlichen LUN-Größen.

Poolbildung bei Fibre Channel, iSCSI und Infiniband ist möglich. Die Performance des Systems hängt von der Block-Größe ab und sollte daher abhängig vom Aufgabenfeld optimiert werden, empfiehlt Quantum.

Externe Storage-Pools wie zum Beispiel externe Bandlaufwerke können direkt in das Filesystem eingebunden werden. NAS oder MAID-Speicher über den Storage Manager.

Auch ein Dateisystem der Superlative hat naturgemäß Grenzen. Diese wurden allerdings beim jüngsten Release noch einmal weiter gezogen. Wie weit, dass erfahren Sie in Teil 4.

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