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Quantum Stornext 4.0, Teil 1 Ein Film ist Millionen Dateien

Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Rainer Graefen

GPFS, SAMFS und ZFS sind bekanntere Dateisysteme. Der heimliche Favorit für Filmproduzenten, TV Sender und die Wissenschaftler vom Schweizer Teilchenbeschleunige CERN ist allerdings das Filesystem StorNext von Quantum.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Quantum hat mit StorNext ein Filesystem im Programm, das für große und größte Mengen unstrukturierter Daten konzipiert wurde. Der Bedarf nach solchen Dateisystemen kam lange Zeit aus der wissenschaftlichen Ecke. Kommerzielle Anwender wussten mit dem Produkt wenig anzufangen.

Das hat sich geändert. Simulationen für Wissenschaft und Technik und nicht zuletzt riesige Mail-Archive bergen unstrukturierte Daten in Hülle und Fülle. Am sichtbarsten ist der Trend zu hochaufgelösten Bildern beim Fernsehen.

StorNext inside

Eine große Anzahl an Fernsehanstalten verwendet mittlerweile StorNext, ein weiteres Einsatzgebiet in den Medien ist spätestens seit der 3D-Mode das Kino, denn ein 3D-Bild besitzt noch einmal die doppelte Datenmenge eines digitalen Filmbildes.

Bei einer Vielzahl von Produktionen kommt inzwischen StorNext zum Einsatz. Schade nur für Quantum, dass man in Hollywood nicht gerne darüber reden möchte. Aber auch in deutschen Fernsehanstalten ist StorNext auf die eine oder andere Weise im Einsatz.

Abgesehen davon wird StorNext von drei der vier größten amerikanischen Kabelnetzwerke, den vier größten US Rundfunkanstalten, der weltgrößten Rundfunkanstalt mit Sitz in UK sowie dem größten Fernsehsender in China genutzt.

Meister der heterogenen Landschaften

Ähnlich hohe Datenmengen wie beim 3D-Kino fallen bei den seismischen Messungen zur Exploration neuer Öl- und Gasfelder an. Auch hier ist StorNext gut im Geschäft. Weitere Kunden entstammen dem Gebiet der Lebend-Wissenschaften, und hier vor allem der speicherhungrigen Genom-Analyse.

StorNext ist ein heterogenes Shared-Filesystem. Das heißt, im Unternehmen können von mehreren Servern aus Anfragen an ein gemeinsames Disk-Repository gerichtet werden, und zwar unabhängig von den dort verwendeten Betriebssystemen.

Das unterscheidet ein heterogenes von einem homogenen Shared-Filesystem. Letzteres kann zwar ebenfalls Zugriffe von mehreren Servern verarbeiten, ist aber stets auf ein und dasselbe Betriebssystem angewiesen.

OS-optimiert durch spezifischen StorNext-Client

Im Medienbereich und in großen Forschungseinrichtungen stößt ein homogenes Dateisystem schnell an seine Grenzen, da hier heterogene Umgebungen üblich sind und sich auch nicht vermeiden lassen.

So schneiden viele Redakteure ihre Beiträge gerne auf einem Mac, während es bestimmte Archivprogramme nur für Windows-Rechner gibt. Da sich ein Unix oder ein auch Linux-Kernel anders verhalten als etwa ein Windows-Kernel, läuft auf jedem Server ein für sein Betriebssystem maßgeschneiderter StorNext Client.

Der Metadaten-Controller des Filesystems verhindert bei gleichzeitigen Schreib-Zugriffsversuchen auf ein und dieselbe Speicherstelle Kollisionen.

weiter mit: Dateileitsystem verhindert Kollisionen

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