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Wird Apple bei Wearables die Führung übernehmen?

Ein neues iProdukt steht vor der Tür und keiner kennt Namen noch Funktion

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Sobald sich Besitzer des iPhone oder iPad im App- und iTunes-Store aus einem gigantischen Angebot an Software, Spielen und Musik bedienen, kassiert Apple von den Umsätzen der Fremdanbieter stolze 30 Prozent. Etwas Vergleichbares hat nur noch Google geschafft, wo man am Vertrieb von Android-Apps über Google Play mitverdient. Die Hersteller der Tablets und Smartphones bleiben in den meisten Fällen ohne weitere Einnahmen.

Disneyland als Vorbild?

Aber wie könnte es Apple schaffen, mit einem Wearable weitere Umsätze zu erwirtschaften? Vielleicht vermittelt ein ganz anderer US-Konzern eine Idee davon: Die Walt Disney Company hat über eine Milliarde Dollar in MyMagic+ investiert, um die Besucher der Disneylands weltweit digital zu erfassen. Zu MyMagic+ gehören das MagicBand fürs Handgelenk, die mobile App My Disney Experience, der FastPass+ zur einfachen Reservierung ohne Anstehen und der PhotoPass Memory Maker.

Das MagicBand: Die Besucher der Parks werden bei Attraktionen oder im Restaurant fotografiert, die Aufnahmen dem MagicBand zugeordnet und 45 Tage lang online gestellt, von wo der Kunde sie herunterladen oder ausdrucken kann. Das wasserdichte MagicBand ist mit einem RFID-Chip ausgestattet, der von Sensoren auf dem gesamten Gelände identifiziert wird. An einen Sensor gehalten, belastet das Armband das Guthaben seines Trägers mit dem Eintritt und den zusätzlichen Ausgaben. In einer Datenbank fließen sämtliche Daten der Gäste zusammen, sodass Disney aus der Gesamtheit dieser Angaben den Betrieb der Parks analysieren und optimieren kann.

Vielleicht lässt sich Apple von Disney inspirieren, denn die geschäftlichen Verbindungen der beiden Konzerne sind kein Geheimnis: Im November 2011 wurde Robert A. Iger, President und CEO der Walt Disney Company, die 2006 auch Pixar von Steve Jobs übernommen hatte, Mitglied im Aufsichtsrat von Apple.

Und Laurene Powell, Witwe von Steve Jobs und wohl reichste Frau des Silicon Valley, hat von ihrem Mann nicht nur dessen Apple-Aktien geerbt, sondern auch eine Stiftung, der Disney-Aktien im Wert von 8,5 Milliarden Euro und damit 7 bis 8 Prozent des Unternehmens gehören.

Welche Pläne Apple hat und was in der ominösen iWatch verbaut wird, ist für Außenstehende völlig offen. Es bleibt also spannend.

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