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Storage auf der Cebit 2008

Ein nicht repräsentativer Rundlauf

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Firmen zum Thema

Double-Take rüstet auf

Am nächsten Tag geht es mit Double-Take weiter. Bei diesem Unternehmen dreht sich alles um Disaster Recovery. „Zielgruppe von Double-Take sind kleine, mittelständische und große Unternehmen“, heißt es in der offiziellen Cebit-Pressemeldung. Und weiter: „Das Team, das vor Jahresfrist noch aus zwei Mitarbeitern bestand, [wurde] erheblich verstärkt.“ Da muss man sich bei IBM und EMC wohl warm anziehen, denkt sich der Journalist.

Trotzdem. Nichts gegen die Technik des Unternehmens, das mit einem Agenten den gesamten I/O-Verkehr auf Windows-Maschinen überwacht und dann auf ein entferntes System kopiert. Auch für VMware Infrastructure 3.0 hat Double-Take inzwischen passende Erweiterungen parat. Anwender, die hier einen Bedarf haben, sollten Disaster Recovery jedoch nicht so sehr von der technischen Umsetzung her betrachten, sondern als einen diffizilen Prozess, in dem die Beantwortung der Frage „Haben wir hier einen Katastrophenfall?“ nach Aussagen von Experten mit das Schwerste ist. Wer möchte schon gerne seine Mitarbeiter mit dem manuellen Wiederherstellen der letzten vier, acht und mehr Stunden Arbeit ohne tieferen Grund beschäftigen?

Pimp my Datacenter: Tagma Store und Bluearc

Nach so viel Software gönne ich mir einen tiefen Schluck aus der Hardware-Pulle. Bluearc heißt das Unternehmen, das bei Fileservices zunehmend Freunde findet. Hitachi Data Systems (HDS) kombiniert die Systeme von Bluearc mit der Tagma Store, um so eine leistungsfähige Infrastruktur zukünftiger, riesiger Unternehmensspeicher aufzubauen. Dazu später mehr.

Im Gegensatz zu den gegenwärtigen Dateiservern setzt man bei Bluearc nicht auf die steigende Performance moderner Prozessoren, sondern auf FPGAs, Field Programmable Gate Arrays, die die diversen Prozesse eines Dateiservices mit schneller Hardware abwickeln. Durch die programmierbare Logik können ebenfalls die Vorteile verbesserter IC-Fertigungstechnik ausgeschöpft werden. Und wenn mehrere Systeme zusammengeschaltet werden, steigen Bandbreite und Performance – das erinnert ein wenig an HPs Nonstop-Technik Himalaya. Dadurch sollen die Bluearc-Systeme wesentlich schneller arbeiten als beispielsweise Netapp-Filer oder Windows Dateiserver. Zudem ist das Dateisystem nicht mehr auf zwölf Terabyte beschränkt, sondern kann, sofern ich mich richtig erinnere, mit 256 Terabyte umgehen.

Für HDS hat die Bluearc-Technik immense Bedeutung. Die ersten Schritte in Dateidienste mit Netapp-Gateway-Filern und später mit einigen eigenen Entwicklungen haben dem Hersteller wohl gezeigt, dass in diesem Bereich eine größere technische Lücke zu füllen ist. Mit Bluearc hat HDS gleich ein größeres Projekt mit der Datev gewonnen und wagt sich nun an ganz neue Herausforderungen.

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