FCoE für Konsolidierung und Neubau

Eine einheitliche physische Infrastruktur verspricht geringere Kosten

25.02.2011 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Nico Litzel

Ein Kundenbeispiel von Fujitsu: Zu erkennen ist eine Umgebung, in der eine „FCoE Readiness“ bereits sinnvoll ist.
Ein Kundenbeispiel von Fujitsu: Zu erkennen ist eine Umgebung, in der eine „FCoE Readiness“ bereits sinnvoll ist.

Fujitsu setzt zusammen mit seinen Kunden auf die Verschmelzung von Ethernet und Fibre Channel. Schon die Hälfte der neuen Projekte ist FCoE-ready. Schmerzhaft vermisst wird eine finale Normung des Protokolls.

Zukunftstechniken haben es nicht immer einfach. Zu Beginn sind hohe Hürden zu überspringen, um ausreichend Umsatz und Marktmacht zu erlangen, denn nur ein etablierter Standard generiert ausreichende Stückzahlen, um den Markt mit attraktiven Preisen aufzurollen. Genau an diesem Punkt ist Fibre Channel over Ethernet (FCoE) angelangt. Hilfreich ist da sicherlich das momentan vorherrschende gute Klima für alles, was mit Virtualisierung zu tun hat. Die Rechenzentrumsprovider verlangen von Fujitsu daher zunehmend „FCoE Readiness“ bei der Konsolidierung oder beim Neubau von Rechenzentren.

Investitionsschutz

FCoE wird seit einigen Jahren als Protokoll zur Übertragung von Fibre-Channel-Rahmen in auf Vollduplex-Ethernet basierenden Netzwerken vorgeschlagen. Die Industrie verspricht ihren Kunden durch die Einführung von FCoE eine Stromersparnis und eine preiswertere Infrastruktur im Rechenzentrum, denn dort sind bislang mit Ethernet und Fibre Chanel zwei separate, physikalisch getrennte Netzwerke realisiert, die (fast) das Gleiche tun, nämlich Bestandteile des Rechenzentrums miteinander verbinden. Bei Fibre Channel over Ethernet reisen die FC-Daten hingegen zusammen mit den Ethernet-Paketen über ein und dasselbe Ethernet-Kabel. Das FC-Netzwerk existiert nur noch virtuell.

FCoE verspricht den Wegfall eines kompletten Verkabelungsstranges und damit eine signifikante Vereinfachung bei der Planung und vor allem bei der Klimatisierung des Rechenzentrums. Zudem spart der Kunde bei der Anschaffung von Host-Bus-Adaptern (HBA) und Netzwerkkarten. Denn die FCoE-Adapter stellen sowohl HBA-Funktionen für Fibre Channel als auch Network-Interface-Card-Funktionen zur Verfügung.

Das hat seinen Preis: Pro Karte zahlt der Kunde mehr als für einen gewöhnlichen HBA. Doch unterm Strich bleibt ein Kostenvorteil, da pro Server nur noch ein Adapter und ein Kabel benötigt wird. „Je nach Größe der Infrastruktur ist das Equipment im RZ bei FCoE zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent günstiger als bei einem herkömmlichen Ansatz mit zwei getrennten Netzen“, erläutert Steffen Geldsetzer, Leiter Competence Center, bei Fujitsu.

Weiter mit: Nachrüsten wird zum Rechenexempel

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