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Produkte von Emerson sorgen im „Datacenter 2020“ für effiziente Kühlung Einhausung senkt den Energieverbrauch um ein Fünftel

Redakteur: Michael Hase

Durch Einhausung von Server-Racks lässt sich der Energieverbrauch von Rechenzentren um fast 20 Prozent senken. So lautet ein Ergebnis des Projekts „DataCenter 2020“, das T-Systems und Intel gemeinsam zu Forschungszwecken gestartet haben. Das Testrechenzentrum ist mit Kühlsystemen von Emerson ausgestattet.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Großteil der Energie, die ein Rechenzentrum verbraucht, entfällt auf die Kühlung der IT-Systeme. Entsprechend lassen sich bei der Klimatisierung einer Anlage deutliche Spareffekte erzielen, wie das Projekt „DataCenter 2020“ belegt. Für das Projekt haben T-Systems und Intel gemeinsam mit Partnern ein Testrechenzentrum aufgebaut.

Das Münchner Labor, in dem 180 Server in mehreren Racks laufen, wurde komplett mit Kühlsystemen von Emerson Network Power ausgestattet. Wie der Anbieter mitteilt, zeigten die Tests, dass Klimatisierungslösungen einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz leisten.

Als besonders effektive Maßnahme erwies sich Emerson zufolge die strikte Trennung von Kalt- und Warmluft. Sie wird durch die komplette Einhausung des Kaltgangs, der sich zwischen den Rack-Fronten befindet, mit Decken-, Wandplatten und Türen erreicht. Die Betreiber bauten im DataCenter 2020 eine Kaltgang-Einhausung der Emerson-Unit Knürr ein.

Kühlung wurde reduziert

Bei einer konstanten Last von fünf Kilowatt pro Rack sank der Energieverbrauch im DataCenter 2020 nach der Einhausung um 19 Prozent. Grafik: Emerson (Archiv: Vogel Business Media)

In einem weiteren Schritt wurden die Kühlung reduziert, so dass die Temperatur innerhalb des Kaltgangs anstieg. Das führte zu weiteren Einsparungen. Bei einer Last von fünf Kilowatt pro Rack ließ sich der Energieverbrauch in dem Testszenario so um 19 Prozent senken.

Werner Gropp, Marketingdirektor bei Emerson, kommentiert das Ergebnis: „Letztendlich führte das Experiment vor Augen, dass der Power-Usage-Effectivness-Wert (PUE) mit relativ einfachen Mitteln deutlich verbessert werden kann.“

Mit dem PUE-Wert wird die Energie-Effizienz von Rechenzentren bestimmt. Dieser Parameter setzt die Energie, die eine Anlage insgesamt verbraucht, ins Verhältnis zur Energieaufnahme der Rechner. Je mehr sich das Verhältnis der Zahl eins nähert, desto weniger Energie wird folglich für die Kühlung der Systeme aufgewendet und desto effizienter arbeitet ein Rechenzentrum.

PUE-Durchschnitt liegt bei 1,8

Bei umluftgekühlten Rechenzentren liegen die PUE-Werte derzeit im Schnitt bei 1,7 bis 1,8. Durch die vollständige Einhausung der Racks im DataCenter 2020 verbesserte sich der PUE-Wert in dem Testszenario von 1,5 auf 1,4.

Insgesamt senkten T-Systems und Intel den PUE-Wert in dem Münchner Testlabor, das im Herbst 2009 in Betrieb genommen wurde, durch mehrere Maßnahmen von 1,9 auf unter 1,4.

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