Interview mit EMC-Chefin Sabine Bendiek und Mittelstands-Director Ingo Gehrke

EMC integriert VNX ins Partnerprogramm und packt SMB-Strategie aus

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

ITB: Wie grenzt sich die VNX gegenüber Mitbewerbern wie Netapp oder Fujitsu ab?

Bendiek: VNX wurde von vornherein als echte Multi-Protokoll-Maschine konzipiert, das ist der erste wesentliche Unterschied und Vorteil. Hinzu kommen Kostenvorteile von bis zu 30 Prozent. Drittens sind sie von vornherein cloud-fähig konzipiert, das heißt, sie erlauben Cloud-Object-Storage.

Gehrke: Durch das einfache Management der Maschine, die auch sehr einfach aufzusetzen und zu konfigurieren ist – beispielsweise über ein iPad – ergeben sich Vorteile im Hinblick auf die Gesamtbetriebskosten und beim Return on Invest von bis zu 25 Prozent verglichen mit dem Mitbewerb – das ist unser Effizienzversprechen. Der Einstiegspreis liegt bei wettbewerbsfähigen 7.500 Euro.

ITB: Was bedeutet dieses Effizienz-Versprechen ganz genau?

Bendiek: Wenn unsere Maschinen nicht 25 Prozent effizienter sind als die vergleichbaren Maschinen des Mitbewerbs, sind wir bereit, kostenlos nachzurüsten, bis dieser Wert erreicht ist. Die Projekt-Registrierungen seitens der Vertriebspartner sind im ersten Quartal 2011 bereits um 25 Prozent gestiegen - den Löwenanteil nahmen dabei die VNX-Linien ein.

ITB: Was plant EMC hierzulande – auch im Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr – für 2011?

Bendiek: 2010 war weltweit ein sehr erfolgreiches Jahr. Das vierte Quartal hat alle bisherigen Rekorde der Firmengeschichte gebrochen mit einem Umsatz von 4,9 Milliarden US-Dollar. Das ist vor allem erstaunlich, weil zu diesem Zeitpunkt die jüngsten Produkte noch gar nicht verfügbar waren. Diesen Rückenwind kombiniert mit den zahlreichen neuen SMB-Linien werden wir im laufenden Jahr nutzen, um insbesondere im Mittelstands-Segment weiter Fahrt aufzunehmen. Wir wollen in Deutschland auch im Mittelstand die Nummer Eins werden.

Gehrke: Wir haben bereits 2010 mit unseren Distributoren die Stückzahlen der Entry-Systeme, also NX4 und AX4 gegenüber 2009 mehr als verdoppelt. Mit den VNXe-Linien werden wir noch einmal in neue Hemisphären vorstoßen. Wir werden dieses Jahr Rekorde brechen – schon angesichts des Mega-Launches von 41 neuen Produkten Anfang des Jahres.

ITB: Inwiefern spiegelt dieses Wachstum auch die Situation in Deutschland wider?

Bendiek: Wir haben in Deutschland noch ein sehr großes Potenzial, vor allem im Mittelstandsbereich, das wir mit den Tier-2-, den Mittelstands-Partnern ausbauen wollen. Zumal hierzulande neben dem reinen Storage-Business auch das Interesse an unseren Angeboten im Bereich Security, Backup & Recovery, also den DataDomain, Avamar, und Networker-Lösungen, enorm wächst. Und Isilon schlägt aktuell im deutschen Markt richtig ein, gerade bei Enterprise-Kunden und Service-Providern, aber auch bei spezialisierten mittelständischen Kunden. Den Security-Bereich haben wir erst kürzlich durch die Übernahme von Netwitness verstärkt.

Gehrke: Der Markt für File-basierte Daten wächst dreimal schneller als der klassische SAN-Datenspeichermarkt - weshalb EMC auch über zwei Milliarden US-Dollar in die Akquisition von Isilon investiert hat.

(ID:2050970)