Software-defined Storage

EMC kündigt Software-definierte Speicherplattform ViPR an

| Redakteur: Nico Litzel

Die von EMC für das zweite Halbjahr 2013 angekündigte Software-defined Speicherpplattform „ViPR“ verfügt sowohl über eine Kontrollebene zur Verwaltung der Speicherinfrastruktur als auch über eine Datenebene zum Management der darin gespeicherten Daten.
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Die von EMC für das zweite Halbjahr 2013 angekündigte Software-defined Speicherpplattform „ViPR“ verfügt sowohl über eine Kontrollebene zur Verwaltung der Speicherinfrastruktur als auch über eine Datenebene zum Management der darin gespeicherten Daten. (Bild: EMC)

EMC hat auf der Hausmesse „EMC World“, die derzeit in Las Vegas stattfindet, mit „ViPR“ eine Software-definierte Speicherplattform für das zweite Halbjahr angekündigt. Mit ViPR werden Unternehmen sowohl ihre Speicherinfrastruktur inklusive den Systemen von Drittanbietern verwalten können als auch die darin gespeicherten Daten.

Die Software-definierte Speicherplattform ViPR zeichnet sich nach Angaben von EMC dadurch aus, dass sie sowohl über eine Kontrollebene zur Verwaltung der Speicherinfrastruktur verfügt als auch über eine Datenebene zum Management der darin gespeicherten Daten.

Kontroll- und Datenebene sind dabei voneinander entkoppelt und können so gemeinsam genutzt werden. Alternativ könnten Unternehmen aber auch nur die Kontrollebene zur regelbasierten und automatisierten Steuerung ihrer Speicher-Arrays nutzen, so EMC. Mit ViPR lassen sich darüber hinaus Objekte als Dateien betrachten. Die Plattform biete dabei eine Zugriffsperformance ohne die für die objektbasierte Speicherung typischen Latenzzeiten.

Die Kontrollebene „ViPR Controller“

EMC ViPR besteht nach Angaben von EMC aus der Kontrollebene „EMC ViPR Controller“ und der Datenebene „EMC ViPR Data Services“. ViPR Controller virtualisiert und verwaltet die dahinterliegende Speicherinfrastruktur. Gängige Speichermanagement-Funktionen, etwa Provisionierung oder Migration, werden EMC zufolge mit ViPR Controller abstrahiert, sodass unterschiedliche Speicher-Arrays als ein einziger, gemeinsamer Ressourcen-Pool angesprochen werden können. Diese komplexen Funktionen können dabei über eine einzige Oberfläche verwaltet werden. Auf andere Managementlösungen für ihre Speichersysteme könnten Unternehmen dann verzichten, verspricht EMC.

Wenn alle Speicherpools eingerichtet sind, werden sie für die Nutzung von Anwendungen freigegeben. ViPR stellt ein Portal bereit, mit dem IT-Verantwortliche einen Katalog mit Speicherservices durchsuchen und dann die für ihre Anforderungen geeigneten Ressourcen auswählen können.

Für die meisten traditionellen Speicherinfrastrukturen werde ViPR nur die Kontrollebene bereitstellen, erklärt EMC. Diese erkennt selbstständig Speicherressourcen, richtet Speicherpools ein und stellt die Pools dann Anwendungen zur Verfügung. EMC ViPR Controller arbeite ähnlich wie ein Betriebssystem, das selbstständig eine Grafik-Koprozessor entdeckt und dann die Grafikverarbeitung an diesen auslagert, verdeutlicht das Unternehmen. Ebenso scanne ViPR Controller die dahinterliegende Speicherinfrastruktur und lagert dann, wenn möglich, die Datenverarbeitung an ein angebundenes Array aus.

Die Datenebene ViPR Data Services

Werden traditionelle Storage-Worloads eingesetzt, die auf Datei- und Blockebene arbeiten, so lässt EMC ViPR die zugrunde liegenden Arrays die Arbeiten auf der Datenebene übernehmen. Das betreffe die Mehrheit Applikations-Workloads in den Rechenzentren und EMC geht davon aus, dass diese Workloads bis zum Jahr 2016 um ungefähr 70 Prozent wachsen werden.

Die ViPR Object Data Services seien aber auch für neue Arten von Workloads geeignet – zum Beispiel im Big-Data-Umfeld – die laut Schätzungen von EMC bis 2016 um 700 Prozent zunehmen werden und verstärkt auf neue Protokolle wie HDFS (Hadoop Distributed File System) setzen.

Die ViPR Object Data Services verfügen über REST-Programmier-Schnittstellen und HDFS-Zugriffsmethoden, die kompatibel sind zu Amazon S3 und OpenStack Swift. ViPR Object Data Services unterstützt als Persistenzschicht Arrays unter EMC Atmos, EMC VNX und EMC Isilon. Außerdem werden auch Produkte von Drittherstellern unterstützt. Dadurch könne der Kunde auf Basis der Applikations-Workloads die passende Performance, Quality of Service und Kostenstrukturen festlegen, verspricht das Unternehmen. Im Laufe der Zeit will EMC eine breitere Auswahl an Datendiensten als Teil der ViPR-Plattform anbieten.

Kernbestandteil Software-definierter Rechenzentren

Mit ViPR leiste EMC dasselbe für Speicherinfrastrukturen, was VMware bereits für Server gemacht hat, so das Unternehmen. Infrastrukturen werden abstrahiert, zusammengefasst und automatisiert. Speicherpools unter EMC ViPR nutzen VMware-Schnittstellen, um unter VMware vSphere als Array eingebunden zu werden. Zusätzlich integriert der ViPR Controller das VMware Software-Defined Data Center (SDDC) Management-Tool vCloud Automation Center sowie den vCenter Operations Manager. Dadurch kann Speicher von ViPR als eigenständige Einheit behandelt und in Microsoft- und virtualisierte OpenStack-Umgebungen eingebunden werden. Ebenso kann Speicher als integraler Bestandteil des VMware SDDC behandelt werden.

Speziell für Cloud-Umgebungen und Service-Provider

ViPR wurde nach Angaben von EMC für Cloud-Umgebungen und speziell für Service-Provider entworfen. Die Plattform könne aber ebenso von unternehmensinternen IT-Abteilungen genutzt werden, die IT als Service anbieten möchten und eine interne webbasierte Cloud aufbauen wollen. Hierzu verfügt ViPR über eine weltweit verteilte Architektur und skaliert mit, wenn Datenbestände und die Geräte im Netzwerk zunehmen. Durch diese Architektur verfügten Kunden mit EMC ViPR über ein sich komplett selbst verwaltendes System ohne Single Point of Failure.

Weitere Informationen zu ViPR stellt EMC im Blog „EMC Pulse“ auf Englisch zur Verfügung.

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