All-Flash-Speichersystem mit Scale-out-Architektur

EMC nimmt ab Jahresende Bestellungen für XtremIO entgegen

| Redakteur: Nico Litzel

XtremIO-Arrays basieren auf „RAIN“ (Reliable/Redundant Array of Independent Nodes). Diese Architektur soll höhere „funktionelle“ IOPS für Anwendungen bereitstellen, die ein zufälliges, schwer vorhersehbares Lese-Schreibverhalten aufweisen.
XtremIO-Arrays basieren auf „RAIN“ (Reliable/Redundant Array of Independent Nodes). Diese Architektur soll höhere „funktionelle“ IOPS für Anwendungen bereitstellen, die ein zufälliges, schwer vorhersehbares Lese-Schreibverhalten aufweisen. (Bild: EMC)

EMC öffnet das All-Flash-Speichersystem XtremIO allen Kunden. Ab Jahresende nimmt das Unternehmen Bestellungen entgegen.

EMC bietet das im März dieses Jahres vorgestellte All-Flash-Speichersystem XtremIO jetzt allen Kunden an. Bislang konnten nur ausgewählte Kunden das ursprünglich für das dritte Quartal als allgemein verfügbar angekündigte System testen. Das All-Flash-Array erfreue sich einer starken Nachfrage: Im Zuge des „EMC Directed Avalability“-Programms habe EMC bereits zehn Petabyte an deduplizierter Kapazität an Testkunden verkaufen können.

XtremIO ist ein von Grund auf neu entwickeltes Scale-out-Flash-System. Das All-Flash-Speicher-Array hebe sich von anderen Lösungen durch seine Scale-out-Multi-Controller-Architektur, eine ständig verfügbare On- und Inline-Deduplizierung sowie eine Datenschutzfunktion ab, die EMC zufolge sechsmal effizienter und viermal schneller ist als herkömmliche Lösungen.

In den XtremIO-Systemen arbeiten vier Techniken parallel, um die Leistung zu maximieren: eine Inhalts-basierende Datenvermittlung, eine zweistufige Metadaten-Engine, XtremIO-Datenschutz (XDP) und gemeinsam genutzte In-Memory-Metadaten.

Die Techniken im Detail

Die Inhalts-basierende Datenvermittlung lastet das Array innerhalb eines Sekundenbruchteils über alle SSDs und Array-Controller gleichmäßig aus. Doppelt vorhandene Daten können zudem direkt bei der Übertragung entdeckt und gelöscht werden, erklärt EMC. Die zweistufige Metadaten-Engine ermöglicht dem Array dagegen, den Arbeitsspeicher vollständig auszuschöpfen und die Daten überall auf dem Array zu verteilen – jedoch ohne Backend/Garbage Cleaning. Dadurch lasse sich der 50-prozentige IOPS-Einbruch vermeiden und die Latenzzeit um 1.000 Prozent verringern. Zudem erhöhe sich die Lebensdauer der Flash-Speicher im Vergleich zu Arrays mit Garbage Cleaning.

XDP und Shared In-Memory Metadata

XDP – kurz für „XtremIO Data Protection“ – ist ein für Flash-Speicher optimierter Algorithmus, der vor SSD-Fehlern schützt und dabei im Vergleich zu RAID das Sechsfache an nutzbarer Kapazität bereitstellt. XDP habe darüber hinaus kaum Auswirkungen auf die Leistung. Diese liegt EMC zufolge bei XtremIO bei nahezu 100 Prozent, im Vergleich zu 60 bis 80 Prozent bei anderen Flash-Arrays.

Shared-In-Memory-Metadaten verhelfen dem Array zu Bestleistungen, so EMC weiter. Informationen lassen sich bereits im Array klonen, sodass herkömmliche Aufgaben schneller ablaufen. Als Beispiel nennt EMC virtuelle Maschinen.

Scale-out mit „X-Bricks“

XtremIO basiert auf einer Scale-out-Architektur. Leistung und Kapazität steigen, indem weitere Bausteine – sogenannte X-Bricks – dem System hinzugefügt werden. Jeder X-Brick weist momentan eine Kapazität von zehn Terabyte auf. EMC will bis Anfang 2014 die Kapazität auf 20 Terabyte verdoppeln.

XtremIO Arrays liefern bis zu eine Million Fully Random IOPS mit über 250 Terabyte effektiver Kapazität in einem XtremIO-Cluster mit Inline-Deduplizierung. Ein Cluster fasst zwischen zwei und acht Controller und bis zu 128 Cores.

Weitere Informationen zum XtremIO-Array stellt EMC im Web zur Verfügung.

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