Serverbasierende PCIe-Flash-Technik

EMC rückt mit VFCache näher an den Server

| Redakteur: Nico Litzel

VFCache, bisher als Projekt Lightning bekannt, verdreifacht laut EMC den Durchsatz und halbiert Latenzzeiten.
VFCache, bisher als Projekt Lightning bekannt, verdreifacht laut EMC den Durchsatz und halbiert Latenzzeiten.

EMC hat „VFCache“ vorgestellt, eine auf PCIe-Flash und Caching-Software basierende Lösung, die in Kombination mit VMAX-, VMAXe-, VNX- sowie VNXe-Systemen den Datendurchsatz signifikant erhöht und Latenzzeiten reduziert.

EMCs Server-Flash-Caching-Lösung VFCache, bisher unter der Bezeichnung „Project Lightning“ bekannt, steigert in Kombination mit den Speichersystemen des Herstellers drastisch die Performance von Anwendungen: Nach Unternehmensangaben haben Test gezeigt, dass sich mit VFCache der Durchsatz verdreifacht und Latenzzeiten um 60 Prozent reduziert werden.

VFCache ist eine „Server-Flash-Zwischenspeicherlösung“, die Block-I/O-Lesevorgänge von Anwendungen beschleunigt. Die Software verwendet die PCIe-Karte mit 300 Gigabyte Kapazität im Server als Cache für die am häufigsten referenzierten Daten, wodurch die Speicherzugriffszeit während der I/O-Verarbeitung vom Speicher-Array minimiert wird. Da VFCache im PCIe-Bus des Servers sitze, so EMC, umgehe die Lösung den Overhead des Netzwerkspeicherzugriffs und reduziere so die Reaktionszeit von Milli- auf Mikrosekunden.

VFCache ist optimiert für Webanwendungen, Datenbanken für die Onlinetransaktionsverarbeitung (OLTP-Datenbanken), Customer Relationship Management (CRM) und Enterprise Ressource Planning (ERP), E-Mail-Anwendungen und weitere leseintensive Workloads mit wenigen Daten, auf die allerdings häufig zugegriffen wird.

Umfassende Kontrolle

VFCache zeichnet sich nach Angaben von EMC durch eine umfassende Kontrolle aus. So können Benutzer in physischen Umgebungen VFCache auf Source-Volume- oder LUN-Ebene aktivieren oder deaktivieren. In virtuellen Umgebungen wird hingegen die VFCache-Kapazität einer einzelnen virtuellen Maschine zugewiesen. Die zugewiesene Kapazität wird dann auf der Ebene des virtuellen Laufwerks konfiguriert.

Schutz von geschäftskritischen Daten

Neben der Performance-Beschleunigung schützt VFCache geschäftskritische Daten, betont EMC. Die Daten im Cache sind eine Kopie der Daten, die bereits im Array gespeichert sind. VFCache nutzt einen Write-Through-Algorithmus, der sicherstellt, dass neu geschriebene Daten in Netzwerkspeicher-Arrays wie den Symmetrix-VMAX- und VNX-Systemen unverändert bleiben. Fällt der Server aus, so bleiben die Daten geschützt und sind im Array verfügbar.

Daneben bietet VFCache eine Softwareoption, die es ermöglicht, die PCIe-Karte zwischen der Zwischenspeicherung und Direct Attached Storage (DAS) aufzuteilen. Dadurch kann die 300-Gigabyte-Karte gleichzeitig als Zwischenspeichergerät für geschäftskritische Daten und als Schreib-/Lesespeichergerät für temporäre Daten fungieren. So lassen sich EMC zufolge Workloads optimieren, ohne dass dabei die Kartenbereitstellung geändert werden muss.

Ausblick – nach Lightning kommt Thunder

Lightning war gestern, im zweiten Quartal laufe das Projekt Thunder an, so EMC. Dahinter verbirgt sich eine dedizierte Server-Netzwerk-Appliance auf Basis der VFCache-PCIe-Flash-Technik. Diese soll für hochfrequente Lese-Schreib-Workloads mit geringer Latenz optimiert sein. Gleichzeitig hat EMC angekündigt, VFCache 2013 um eine Deduplizierungsfunktion ergänzen zu wollen. Dann sollen auch weitere Flash-Kapazitäten und Formfaktoren unterstützt werden.

Weitere Informationen zu VFCache stellt EMC im Web in Form von Präsentationen, Whitepapers und Datenblättern auf einer Übersichtsseite zur Verfügung.

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