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Archivierung von Datenbeständen mit EMC Centera und Event-Data-Warehouse-Lösung EMC und Sensage stellen Lösung zur Vorratsdatenspeicherung vor

| Redakteur: Florian Karlstetter

Mit EMC-Sensage CDR hat EMC eine kombinierte Lösung zum Archivieren und Erschließen von Verbindungsdaten für die Vorratsdatenspeicherung vorgestellt. Das Produkt richtet sich vornehmlich an Telekommunikationsunternehmen, die extrem große Datenbestände aufbewahren müssen.

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EMC und Sensage bieten eine Kombinination aus Hard- und Software an, mit der TK-Unternehmen die geforderte Vorratsdatenspeicherung umsetzen können.
EMC und Sensage bieten eine Kombinination aus Hard- und Software an, mit der TK-Unternehmen die geforderte Vorratsdatenspeicherung umsetzen können.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die vorgestellte Lösung setzt sich aus dem Content-Addressed-Storage-System EMC Centera und der Event-Data-Warehouse-Lösung von Sensage zusammen. Herstellerangaben zufolge wurde mit dieser Kombination im Rahmen eines Proof-of-Concepts mit 100 Milliarden Verbindungsdaten nachgewiesen, dass sämtliche ein- und ausgehenden Verbindungen einer Rufnummer über einen Zeitraum von 90 Tagen binnen sieben Minuten ermittelt werden können.

Mit diesem Nachweis erfüllt EMC-Sensage CDR die Vorgaben der europäischen Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung. Diese schreibt Telekommunikationsunternehmen nicht nur eine sichere und vertrauliche Archivierung sämtlicher Verbindungsdaten vor, auch ein schneller Zugriff auf die gesicherten Daten, die sogenannten Call Detail Records (CDR), muss gewährleistet sein.

EMC Centera eignet sich für die langfristige Speicherung von unveränderlichen Objekten. Zusätzlich verfügt das System über eine Funktion zur automatischen Löschung nach einem definierbaren Zeitraum. Bei der Data-Warehouse-Lösung von Sensage handelt es sich um eine spaltenbasierende Datenbank, mit der große Datenmengen erfasst, komprimiert und wieder aufgefunden werden können.

Wird die Vorratsdatenspeicherung nicht doch noch vom Gesetzgeber gekippt, tritt am 15. März 2009 die nächste Phase der Richtlinie in Kraft. Diese verlangt zusätzlich die Aufbewahrung und Berichterstattung über IP-Verbindungen wie VoIP oder E-Mails. Das zu archivierende Datenaufkommen würde im Vergleich zu den heute bereits abgelegten CDR-Daten um mindestens das Sechsfache ansteigen, schätzt EMC.

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