Xtrem-Linie

EMC weitet Flash-Angebot aus

| Redakteur: Nico Litzel

EMC jüngste PCIe-Flash-Kartengeneration trägt die Bezeichnung „XtremSF“. Zur Auwahl stehen eMLC und SLC in verschiedenen Kapazitäten.
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EMC jüngste PCIe-Flash-Kartengeneration trägt die Bezeichnung „XtremSF“. Zur Auwahl stehen eMLC und SLC in verschiedenen Kapazitäten. (Bild: EMC)

EMC erweitert mit der „EMC-Xtrem-Linie“ das Angebot um eine auf Flash-Technik basierende Produktlinie für Server- und Speichersysteme. Wichtiger Bestandteil ist zudem das ab dem dritten Quartal verfügbare, rein auf Flash-Laufwerken basierende Scale-out-Speichersystem XtremIO.

Neu im Angebot sind die PCIe-Flash-Karten „XtremSF“ (SF für „Server Flash“) im Half-height-half-lenght-Format, die als Direct Attached Storage (DAS) zur Leistungssteigerung in Server integriert werden. Die Karten erlauben nach Angaben von EMC bis zu 1,13 Millionen IOPS und doppelt so hohe Datendurchsatzraten. Dabei sollen sie die CPU-Last um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Kunden können sich entweder für Karten auf Basis von Enterprise MLC (eMLC) entscheiden oder aber für die teurere Single-Level-Cell-Technik. Die eMLC-Variante bietet EMC wahlweise mit 550, 700, 1.400 und 2.200 Gigabyte Speicherkapazität an. Die SLC-Varianten stehen demnächst mit 350 und 700 Gigabyte Kapazität zur Verfügung. EMC betont, das die Flash-Karten im Vergleich zu anderen Lösungen die Gesamtbetriebskosten um bis zu 58 Prozent verringern.

Aus VFCache wird XtremSW Cache

Gleichzeitig benennt EMC die vor rund einem Jahr offiziell vorgestellte Server-Flash-Caching-Lösung VFCache in XtremSW Cache um (SW für Software). Zudem plant das Unternehmen, XtremSW zu einer Hardware-unabhängigen Software Suite für Flash-Technik weiter auszubauen. Angestrebt werden verbesserte Datenservices für Flash als Memory und Flash als DAS mit noch mehr Caching-Möglichkeiten. Kunden sollen damit künftig erweiterte Funktionen wie Pooling, Cache-Kohärenz, eine verbesserte Integration in die Storage Arrays des Herstellers sowie spezielle Erweiterungen für VMware-Umgebungen erhalten.

Flash-System mit Scale-out-Architektur

Ausgewählten Kunden testen es bereits, im dritten Quartal schließlich soll es allgemein verfügbar sein: „XtremIO“, ein von Grund auf neu entwickeltes, rein auf Flash-Laufwerken basierendes Scale-out-Speichersystem, das vom Flash-Pionier XtremeIO stammt. Die auf „RAIN“ (Reliable/Redundant Array of Independent Nodes ) basierende Architektur liefert nach Angaben von EMC höhere „funktionelle“ IOPS für Anwendungen, die ein zufälliges, schwer vorhersehbares Lese-Schreibverhalten aufweisen wie etwa OLTP-Datenbanken, virtualisierte Server oder eine Virtual Desktop Architecture.

Funktionelle IOPS werden dabei unter realen Betriebsbedingungen in anspruchsvollen Produktionsumgebungen gemessen. Dabei sind alle Datendienste aktiviert und der Betrieb findet bei einer nahezu vollständigen Speicherauslastung an der Kapazitätsgrenze statt. Bei diesen Bedingungen überschreitet ein XtremIO-System 150.000 IOPS im gemischten Lese-Schreib-Betrieb, bei einer Blockgröße von vier Kilobit je „X-Brick“.

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Mit X-Bricks bezeichnet EMC die Scale-out-Bausteine eines XtremIO-Systems. Jeder X-Brick besitzt vier 8-Gigabit-FC- oder vier 10-Gigabit-iSCSI-Schnittstellen. Im Clusterverband kann auf alle LUNs von allen Ports des Verbundes zugegriffen werden, sofern sie in die entsprechende Storage Group aufgenommen werden.

Wenn das XtremIO-System zu einem Cluster von acht X-Bricks zusammengefasst wird, so leistet es EMC zufolge über 1,2 Millionen funktionelle Schreib-Lese-IOPS und zwei Millionen Lese-IOPS (jeweils mit 4K-Blöcken). Diese Leistung erreiche das System bei Reaktionszeiten, die im Sub-Millisekundebereich liegen, während gleichzeitig alle Datendienste aktiviert sind. Dazu zählen Datenschutz, Thin Provisioning, globale Inline-Deduplizierung, beschreibbare Snapshots und eine mit VMware VAAI (vStorage APIs for Array Integration) beschleunigte Provisionierung.

Verfügbarkeit

Die XtremSF-Karten auf Basis von eMLC mit 550 Gigabyte und 2,2 Terabyte sind nach Angaben von EMC ab sofort weltweit verfügbar. Im zweiten Quartal sollen SLC-Karten mit 700 Gigabyte und 1,4 Terabyte Kapazität folgen. Das Scale-out-System XtremIO schließlich wird im dritten Quartal allgemein verfügbar sein. Preise hat EMC nicht genannt.

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