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Hubert Yoshida über die Trends im Speichermarkt 2008 Energieeffiziente Speicherlösungen gewinnen weiter an Bedeutung

| Redakteur: Nico Litzel

Nach Einschätzung von Hubert Yoshida, Vizepräsident und Chief Technology Officer bei Hitachi Data Systems, wird die Storage-Landschaft dieses Jahr von zwei Entwicklungen geprägt werden: Zum einen zwinge der Klimawandel Unternehmen zum Umdenken, zum anderen sorgten die Auswirkungen der US-Immobilienkrise, des hohen Ölpreises und des Dollar-Tiefs für wirtschaftliche Unsicherheit. Energieeffiziente Speichertechniken, die zur Kostenreduktion beitragen, werden dementsprechend weiter an Bedeutung gewinnen.

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Die zehn wichtigsten Speichertrends 2008 werden laut Hubert Yoshida, Vizepräsident und CTO bei Hitachi Data Systems, von der Diskussion um den Klimawandel auf der einen Seite und wirtschaftlichen Unsicherheiten auf der anderen Seite bestimmt.

Das gesteigerte Bewusstsein für den Klimawandel werde nach Einschätzung Yoshidas zunehmend gesetzliche Regelungen nach sich ziehen. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen ist auf den hohen Strombedarf von Computern, Netzwerken und Speichersystemen in Rechenzentren zurückzuführen. Als Beispiele für Megacitys, die fast am Ende ihrer Stromkapazitäten angelangt seien, nennt Yoshida London und New York. Dort würden Rechenzentren bereits ausgelagert. Das verlange nach Verbesserungen der IT-Infrastruktur und Investitionen in „Green IT“.

Verschlechterung des Weltwirtschaftklimas

Die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas, insbesondere in den USA, wird sich auf die IT-Budgets auswirken. Eine effizientere Speicherauslastung, aber auch Konsolidierungsstrategien wie Virtualisierung, Daten-Deduplizierung und Single Instance Store, seien gefragt wie nie, da sie Unternehmen dabei unterstützen, Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. Ebenfalls werden Daten nun früher ins Archiv verschoben, um die Produktivumgebung zu entlasten.

Archivierung wird immer wichtiger

Das Datenwachstum hält weiter an. Gerade im Bereich der unstrukturierten Daten droht eine regelrechte Lawine – das Megabyte mittelfristig auf circa zwei Gigabyte erhöhen. Hinzu kommen Daten von RFID-Tags, Smartcards und Sensoren. Daher werde der Bedarf an neuen Archivierungssystemen steigen, die auf Petabyte-Ebene skalieren und Inhalte über verschiedene Datentypen und –pools auffindbar machen können.

Ineffizienter Speicher wird vermieden

Speicher kann ineffizient sein: eine niedrige Auslastung, mehrfach vorhandene Daten oder langsame Zugriffsgeschwindigkeiten. Immer mehr Systeme zuzukaufen, die auf den alten Speicherarchitekturen beruhen, ist keine Lösung, erklärt Yoshida. Gefragt seien vielmehr neue Ansätze, die in puncto Performance, Konnektivität und Kapazität flexibel skalierbar seien und über Multi-Protokoll-Fähigkeit, übergreifende Suchfunktionen bei heterogenen Speicherarrays, ein zentrales Management und entsprechende Sicherheitsvorrichtungen verfügten.

Schlüsselanforderung Datenmobilität

Applikationen sollen stets verfügbar sein. Die IT muss daher gewährleisten, dass Daten ohne deren Beeinträchtigung verschoben werden können. Bislang wurde das mit Data Mover Software bewerkstelligt, die Prozessorleistung kostet und nur mit langsamen IP-Links funktioniert. Besser seien daher Speichersysteme, die Informationen über Highspeed-Fibre-Channel-Links verschieben. Das garantiere eine unterbrechungsfreie Migration während des Upgrades auf neuere und größere Speicher-Frames.

Speichervirtualisierung über den Controller

Die Speichervirtualisierung über den Controller werde in der Industrie als der einzig richtige Ansatz für Speicherarrays gesehen. Analysten sind der Ansicht, berichtet Yoshida, dass ein Netzwerk-basierender Ansatz fehleranfälliger ist.

Services Oriented Storage

Hubert Yoshida geht davon aus, dass im dynamischen Rechenzentrum der Zukunft Service Oriented Storage die Service Oriented Architecture (SOA) bei den Applikationen und die Service Oriented Infrastructure bei den Infrastrukturen erfolgreich ergänzen wird.

Konvergenz von Speicherservices

Anstelle von separaten Speichersystemen für Content- (Archiv), File- und Block-Storage wird es zur Konvergenz der Datentypen in einer gemeinsamen Virtualisierungsplattform kommen. Hochverfügbare Cluster von Content- und Replikation über große Distanzen, Thin Provisioning oder Virtualisierung heterogener Speichersysteme – wirkungsvoll nutzen.

Thin Provisioning

Thin Provisioning (TP) sorgt für eine verbesserte Auslastung von Speicherressourcen und verhindert die Verschwendung von zugeteilten, aber ungenutzten Kapazitäten. Als Service sollte TP über eine virtualisierte Speicherplattform zur Verfügung stehen, sodass alle Elemente einer Speicherlandschaft durch die Virtualisierung von den Vorteilen von TP profitieren können. So werden Betriebskosten gesenkt und ein Beitrag zur „Green IT“ geleistet.

Daten-Deduplizierung

Mit Tape, verbunden mit den Vorteilen Zuverlässigkeit, Hochverfügbarkeit und Geschwindigkeit. Weiter Formen der Deduplizierung, wie Single Instance Store für Archivierung und Copy-on-Write für Snapshots, werden laut Yoshida künftig verstärkt eingesetzt.

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