AMD Ryzen Threadripper 2000-Serie

Erster Desktop-Prozessor mit 32 Kernen

| Autor: Klaus Länger

Der AMD Threadripper 2990WX kommt in einer aufwändigen Verpackung. Unter dem Heatspreader sitzen beim bei dem High-End-Prozessor vier Dies mit insgesamt 32 Prozessorkernen.
Der AMD Threadripper 2990WX kommt in einer aufwändigen Verpackung. Unter dem Heatspreader sitzen beim bei dem High-End-Prozessor vier Dies mit insgesamt 32 Prozessorkernen. (Bild: AMD)

Seit Anfang vergangener Woche ist mit dem Ryzen Threadripper 2990WX das neue CPU-Flagschiff des Chipherstellers AMD im Handel. Der Prozessor wartet mit 32 Kernen auf und soll laut Unternehmen derzeit mit Abstand der schnellste für Desktop-PCs sein. Weitere Threadripper 2000-Modelle auf Zen+-Basis sollen Ende August und im Oktober folgen.

Mit dem Modell 2990WX bringt AMD den ersten Vertreter der zweiten Threadripper-Generation auf Basis der Zen+-Architektur auf den Markt. Bislang bietet der Hersteller damit als einziges Unternehmen einen Prozessor für Desktop-PCs mit 32 Cores und 64 Threads an.

Durch die Verdoppelung der Prozessorkerne gegenüber dem Mitte 2017 vorgestellten Threadripper 1950X, dem Top-Modell der ersten Threadripper-Generation, erlangt AMD auch die Krone für den Desktop-Prozessor mit den meisten Cores zurück. Den musste die Firma wegen des 18-Kerners Core i9-7980XE an Intel abgeben.

Prozessor mit vier aktiven Dies

Der Threadripper 2990WX besteht ebenso wie der Server-Prozessor Epyc aus vier aktiven Dies mit jeweils acht Cores auf einem gemeinsamen Prozessorgehäuse. Beim 1950X sitzen unter dem Heatspreader ebenfalls vier Dies, davon sind aber nur zwei aktiv. Der neue Prozessor basiert auf der 12-Nanometer-Zen+-Architektur, die AMD bereits bei den Ryzen-Modellen der zweiten Generation mit sechs und acht Kernen nutzt.

Der Threadripper 2990WX ist ebenso wie die erste Threadripper-Generation für Mainboards mit Sockel TR4 bestimmt. Daher bietet der neue Prozessor weiterhin vier DDR4-Speicherkanäle und 64 PCI-Express-Lanes. Der Level-3-Cache ist mit 64 MB doppelt so groß wie beim 1950X. Der Basistakt des 32-Kerners liegt bei 3,0 GHz. Im Turbo-Modus werden bis zu 4,2 GHz erreicht. Für die Thermal Design Power (TDP) gibt der Hersteller 250 Watt an.

Mit einem Straßenpreis von etwa 1.830 Euro ist der Threadripper 2990WX etwas günstiger als der Intel Core i9-7980XE, der etwa 1.900 Euro kostet. AMD gibt für den Prozessor einen Preis von 1.799 US-Dollar an.

Kleinere Versionen folgen später

Mit dem Threadripper 2970WX kommt Ende August eine kleinere Version des Zen+-Prozessors mit 24 Kernen und 48 Threads. Der L3-Cache ist ebenfalls 64 MB groß und auch die TDP liegt bei 250 Watt. AMD gibt hier einen Preis von 1.299 US-Dollar an.

Für Oktober sind dann mit dem Threadripper 2950X und dem Threadripper 2920X noch Modelle mit 16 und zwölf Kernen geplant. Hier dürften dann wieder nur zwei Dies aktiv sein. Die mit 32 MB Level-3-Cache ausgestatteten Prozessoren sollen 899 und 649 US-Dollar kosten.

Die Threadripper 2-Prozessoren auf Zen+-Basis sind zu den bisherigen Sockel-TR4-Mainboards mit X399-Chipsatz kompatibel.
Die Threadripper 2-Prozessoren auf Zen+-Basis sind zu den bisherigen Sockel-TR4-Mainboards mit X399-Chipsatz kompatibel. (Bild: AMD)

Laut AMD sind alle Threadripper 2-Prozessoren prinzipiell auf allen bisherigen Sockel-TR4-Mainboards mit AMD-X399-Chipsatz lauffähig. Allerdings ist ein eine aktuelle BIOS-Version Voraussetzung.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal IT-Business übernommen.

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