Gastkommentar zum Rechenzentrum der Zukunft

Es steht ein Generationswechsel an

| Autor / Redakteur: Markus Grau / Tina Billo

Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage, geht davon aus, das konvergierte Lösungen, die ein All-Flash-Array mit Virtualisierungssoftware und einem Unified-Computing-Server kombinieren, sich zu einem wichtigen Bestandteil künftiger Rechenzentren-Infrastrukturen entwickeln.
Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage, geht davon aus, das konvergierte Lösungen, die ein All-Flash-Array mit Virtualisierungssoftware und einem Unified-Computing-Server kombinieren, sich zu einem wichtigen Bestandteil künftiger Rechenzentren-Infrastrukturen entwickeln. (Bild: Pure Storage)

Die Rechenzentrums-IT bewegt sich in eine neue Richtung. Doch wie diese nun genau aussehen sollte, diesbezüglich gehen die Meinungen noch auseinander. Aus Sicht von Pure Storage besitzen Flash-basierte konvergierte Speichersysteme das Potenzial, sich als ein Baustein im "Next Generation Data Center" zu etablieren.

Rechenzentren haben sich hinsichtlich Platzbedarf und Komplexität weiterentwickelt, aber nicht notwendigerweise auch im Hinblick auf Skalierbarkeit und Leistungsfähigkeit. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist die Beschaffung und Verwaltung einer IT-Infrastruktur mitunter eine große Herausforderung.

Da viele Anwendungen oft über Jahre unabhängig voneinander eingeführt werden, entstehen isolierte IT-Infrastrukturen, die alle gewartet und verwaltet werden müssen. Das stellt sich jedoch als zunehmend komplex und ressourcenintensiv dar. In Anbetracht knapper IT-Budgets ist die IT-Abteilung damit überlastet. Virtualisierung und Konvergenz versprechen hier Abhilfe.

Der Markt für konvergierte Infrastrukturen wächst

Das schnelle Wachstum beim Einsatz konvergierter Infrastrukturen (CI) ist ein Fakt. Das Analystenhaus ESG hat 308 IT-Mitarbeiter aus mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 999 Angestellten und großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Angestellten in Nordamerika dazu befragt. Das Ergebnis: Fast 90 Prozent der Beteiligten verwendet bereits Systeme mit konvergierten Infrastruktur-Lösungen in ihren IT-Umgebungen oder plant einen Umstieg.

Eine konvergierte Infrastruktur kombiniert Computing-, Netzwerk- und Speicher-Hardware in einer einzigen integrierten Systemarchitektur mit dem Ziel, die Bereitstellungszeiten, die IT-Kosten im Allgemeinen und das Implementierungsrisiko zu reduzieren.

Die technischen und finanziellen Vorteile sind es, die den Zuwachs beim Einsatz konvergierter Infrastruktur ausgelöst haben. Gartner erwartet, dass dies der am schnellsten wachsende Bereich im Markt der globalen integrierten Systeme sein wird – mit einem Volumen von knapp fünf Milliarden Dollar bis 2019.

Validierte Lösungen bieten mehr Sicherheit

Der Einsatz einer Architektur mit konvergierter Infrastruktur senkt die Anzahl der eingesetzten Geräte, erleichtert die Verwaltung und reduziert die Kosten für die Administration. Zusätzlich ist eine Architektur mit einer validierten und geprüften Lösung für viele Anwendungsfälle sehr nützlich. Da sie sich vergleichsweise leicht implementieren lassen, sinken die mit der Umstellung des Rechenzentrums verbundenen Risiken.

Während der Einsatz konvergierter Infrastruktur vieles vereinfacht hat, verlassen sich leider die meisten Lösungen noch auf sperrige, komplexe und langsame Disk-Speicher-Systeme, die in einer modernen Rechenzentrumsumgebung schlicht nicht gewartet werden können. Die zunehmende Fokussierung auf die Cloud und die Bereitstellung von Services hat zu einer neuen Generation konvergierter Architektur geführt. Diese Lösungen setzen auf neuere Technologien und haben eine direkte Anbindung zu Virtualisierung- und Cloud-Lösungen.

Konvergenz mit Flash-basierten Speicherlösungen

Eine leistungsfähige, zukunftssichere Infrastruktur kombiniert einen einsatzfähigen Primary Block für Cloud-basierte, virtualisierte General Purpose-Rechenzentren mit einer hundertprozentigen Flash-Ausstattung. Dies reduziert Latenzen und liefert leistungsfähige Metriken rund um die Workload Performance.

Solch eine modulare, skalierbare, Storage-basierte Stack-Lösung beinhaltet idealerweise ein All-Flash-Array als Speicherkomponente sowie Virtualisierungssoftware und einen Unified Computing System (UCS) Server. Letzterer führt Computing, Netzwerk und Speicher unter dem Dach einer zentralen Verwaltung zusammen.

Kombinierte Lösungen für die virtualisierte Welt

Angemessene Flash-basierte konvergierte Infrastrukturlösungen wie FlashStack von Pure Storage und Cisco gibt es bereits in Kombination mit gängiger Unternehmenssoftware wie VMware Horizon View, VMware vSphere, Oracle 12c, Oracle RAC, Microsoft SQL Server, Microsoft Exchange, SAP ERP, SAP HANA, SAP Lumira, Citrix XenDesktop oder sogar Nvidia vGPU für grafikintensive Anwendungen.

Der Support für einige Virtualisierungslösungen ermöglicht eine optimale Skalierung von virtuellen Servern und Desktop-Anwendungen mit den favorisierten Lösungen. Das reicht von wenigen Hundert bis mehreren Tausend virtuellen Desktops in einem Standard-Rack mit bis zu mehreren Petabytes Speicherkapazität.

Eine sehr schnelle Implementierung für virtuelle Server ist ebenfalls möglich. Hunderte von virtuellen Maschinen, in einem einzigen Stack kombiniert, können innerhalb von Minuten bereitgestellt werden. Solche Konfigurationen sind beispielsweise interessant für Cloud Service Provider, Bildungsinstitutionen, Behörden, Krankenhäuser und Finanzdienstleister.

Auch für KMU attraktiv

Eine Flash-basierte konvergierte Infrastruktur kombiniert platzsparend eine All-Flash Speicher-Performance und aktuelle Unternehmensanwendungen. Dies ist ideal für typische unternehmenskritische Anwendungen und private Cloud-Szenarien. Diese Herangehensweise an eine Modernisierung des Rechenzentrums stellt einen Verzicht auf Datenmigration bei gleichzeitiger Erhöhung der Speicherkapazität sicher.

Erweiterungen können je nach Bedarf und budgetären Anforderungen inkrementell für individuelle Komponenten ausfallen. Die Verwaltung bleibt sowohl im Umfeld kleiner als auch größerer Unternehmen gleich, effizient und einfach genug für IT-Allrounder ohne Storage-Expertise. Damit wird diese Lösung besonders für KMU attraktiv, die ihre IT konsolidieren und den Weg in die Cloud ebnen wollen.“

Einsparpotenzial auf allen Ebenen

Die starke Datenreduktion und der geringe Platzbedarf eines hundertprozentigen Flash Equipments, kombiniert mit effizienten Servern bedeutet enorme Einsparungen bei Kosten, Platz- und Energiebedarf, deutliche Vereinfachungen, eine simplere Verwaltung und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit im Rechenzentrum. Solche Lösungen werden einfach aktualisiert, so dass Unternehmen jeweils die Kapazität für Computing und Speicher verwenden können, die gerade nötig ist.

Der Kauf neuer Komponenten bedeutet nicht gleichzeitig, Ausstattung für die nächsten Jahre zu kaufen, um ein etwaiges Wachstum mit abzudecken. Lösungen, die All-Flash Storage-Lösungen mit einer Online-Datenreduktion, starker, skalierbarer Netzwerk- und Servertechnologie verknüpfen, ermöglichen bezahlbar, leistungsstark und erfolgreich eine hundertprozentig Flash-basierte Workload-Bereitstellung.

* Markus Grau ist Principal Systems Engineer bei Pure Storage

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