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Europäische Halbleiter-Initiative ECSEL EU-Kommission beschließt Finanzhilfe für die Freisetzung von 100 Milliarden €

| Autor / Redakteur: Peter Koller / Rainer Graefen

Die Europäische Kommission gab gestern den Startschuss für ECSEL, eine mit 5 Milliarden € ausgestattete öffentlich-private Partnerschaft, um die Entwicklung und Fertigung von Elektronikkomponenten in Europa voranzutreiben.

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Vernetzt: Die Bedeutung der Elektronik für verschiedene Wirtschaftsbereiche in Europa
Vernetzt: Die Bedeutung der Elektronik für verschiedene Wirtschaftsbereiche in Europa
(EU-Komission)

Die Europäische Kommission gab Anfang Juli den Startschuss für ECSEL, eine mit 5 Milliarden € ausgestattete öffentlich-private Partnerschaft, um die Entwicklung und Fertigung von Elektronikkomponenten in Europa voranzutreiben.

Diese Initiative ist der Kernpunkt der Elektronikstrategie für Europa, mit der bis 2020 in Europa private Investitionsmittel in Höhe von 100 Milliarden EUR mobilisiert und 250.000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

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Wachstumsbeihilfe

Gleichzeitig erhielt die Kommission die endgültigen Empfehlungen für die konkrete und sofortige Umsetzung der Strategie, ausgearbeitet von der Electronics Leaders Group, die sich aus Geschäftsführern der größten Elektronikunternehmen in Europa zusammensetzt.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Kommission: „Wir müssen an einem Strang ziehen, wenn wir für Europa eine führende Position wiedererobern und verteidigen wollen. Ich freue mich, dass diese Partnerschaft nun ihre Arbeit aufnimmt, denn dies zeigt, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten schnell zusammenarbeiten können, wenn Handlungsbedarf besteht.“

Die EU wird etwa 1,18 Milliarden € in die gemeinsame Technologieinitiative „Elektronikkomponenten und -systeme für eine Führungsrolle Europas“ (ECSEL) investieren. ECSEL wird den Unternehmen helfen, neue Pilotprojekte in Angriff zu nehmen und die bestehenden Pilotanlagen und Vorführsysteme auszubauen, in die bereits 1,79 Mrd. € geflossen sind.

Cyberphysik nach vorne

In diesen Projekten arbeiten europäische Fertigungs- und Technologieunternehmen, Chiphersteller, Softwareentwickler, Forscher und Universitäten schon in den frühen Phasen der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung zusammen, um die Forschung näher an den Markt zu bringen.

Die EU-Förderung erfolgt mit Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020. Zudem haben 26 EU-Mitgliedstaaten und assoziierte Staaten zugesagt, einen ähnlichen Betrag von 1,17 Mrd. € in ECSEL zu investieren. Die Partner aus der Wirtschaft werden mehr als 2,34 Mrd. EUR aufbringen.

Bei der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wird es um Fördermittel in Höhe von 270 Mio. € gehen. Gefördert werden neben Pilotprojekten auch technologische Entwicklungen in Bezug auf Elektronikchips sowie cyberphysikalische und intelligente Systeme und deren Integration in Anwendungsgebieten wie effizienter Verkehr, verbesserte Privatsphäre der Bürger, nachhaltige Energieerzeugung und erschwingliche Gesundheitsleistungen.

Ein ehrgeiziger Plan für Europa

Die Electronics Leaders Group legte ihren Plan für die Umsetzung des in diesem Jahr veröffentlichten industriepolitischen Strategieplans vor. Auf der Nachfrageseite schlug die Gruppe drei Maßnahmen vor:

„Wegbereiter“-Projekte, die eine Führungsrolle auf Gebieten demonstrieren, auf denen die europäische Industrie anerkannte Stärken hat (z. B. Automobil- und Energiesektor, Biowissenschaften und Gesundheit).

„Weltklasse-Referenzgebiete“ in ganz Europa, in denen neue Technologien in großem Maßstab unter realen Bedingungen erprobt werden können.

Ein vielseitiges „Netz aus Kompetenzzentren“ zur Steigerung der Innovationsfähigkeit Europas in allen Bereichen.

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