Update für Storage-Software

Excelero kündigt NVMesh 2 an

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Excelero hat Version 2 seiner Blockspeichersoftware NVMesh angekündigt.
Excelero hat Version 2 seiner Blockspeichersoftware NVMesh angekündigt. (Bild: Excelero)

Excelero, Spezialist für softwaredefinierten Blockspeicher, hat mit NVMesh 2 eine neue Version seiner Speicherplattform angekündigt. Sie unterstützt nun unter anderem TCP/IP und Fibre Channel.

Bei NVMesh 2 handelt es sich um eine softwarebasierte Speicherlösung, die speziell auf moderne Anwendungen mit hohem Bedarf an flexibler und effizienter Skalierung ausgelegt ist. Schon jetzt ist NVMesh nach Angaben von Excelero mit einer Latenz von 5 Mikrosekunden ein hochleistungsfähiges System.

Der Hersteller ergänzt in Version 2 drei weitere Funktionen, die für noch mehr Performance sorgen sollen: MeshConnect unterstützt die traditionellen Netzwerktechnologien TCP/IP und Fibre Channel zusätzlich zum bereits vorhandenen Support von InfiniBand, RoCE v2 ("RDMA over Converged Ethernet"), RDMA ("Remote Direct Memory Access") und NVMe over Fabrics (NVMe-oF). MeshProtect stellt flexible Schutzebenen für unterschiedliche Applikationsanforderungen bereit, darunter auch gespiegelte und paritätsbasierte Redundanz. Mit MeshInspect lassen sich zudem Performance-Analysen durchführen, um Anomalien schnell und weiträumig zu identifizieren.

Vorteile von NVMe nutzen

Excelero geht davon aus, dass die meisten Enterprise-Server schon im Laufe des kommenden Jahres NVMe-Technik nutzen. Demnach wird auch der Einsatz des NVMe-oF-Protokolls zunehmen, was wiederum den Bedarf an Lösungen für den ortsunabhängigen und leistungsfähigen Zugriff auf NVMe SSD-Ressourcen antreibt.

Hier soll NVMesh 2 ansetzen und diverse Vorteile bieten. Dazu zählt eine konsistente Performance über kleine und große Systeme hinweg, bei gleichzeitiger Storage-Effizienz von mehr als 90 Prozent. Dies soll nicht ausgelastete Ressourcen vermeiden und die Kosten pro Gigabyte weiter reduzieren. Zudem ermöglicht die Software allgegenwärtigen NVMe-Zugriff, ohne dazu zunächst Workflows anpassen zu müssen. Durch die Unterstützung klassischer Protokolle wie TCP/IP und Fibre Channel sind auch Investitionen in andere Netzwerkprotokolle nicht mehr nötig.

Flexibler Blockspeicher

Zusätzlich entfällt die Abhängigkeit von Speziallösungen, da sich NVMesh2 auf Standard-Hardware nutzen lässt. Die Verteilung von Redundanzdiensten eliminiert dabei sonst übliche Flaschenhälse in den Storage-Controllern. Der dezentrale Ansatz sorgt außerdem dafür, dass sich die Leistung des Systems mit jedem hinzugefügten Client oder Gerät weiter erhöht.

NVMesh 2 sammelt selbstständig Statistiken, die in einer skalierbaren NoSQL-Datenbank gespeichert werden. Nutzer können die Performance und Auslastung Cluster-weit oder objektbasiert auswerten. Verschiedene Optionen gestatten dabei die individuelle Erstellung von Dashboards auf Basis verschiedener Visualisierungs-Widgets.

Excelero wird NVMesh 2 voraussichtlich im Januar 2019 auf den Markt bringen. Detaillierte Informationen sind auf der Excelero-Website zu finden.

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