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Microsoft-SaaS-Angebote für kleine und mittelständische Unternehmen Exchange und Sharepoint Online sollen Service- und Softwareangebot ergänzen

Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Neben Office Communications Online, Live Meeting Online und Exchange Hosted Services will Microsoft nun auch unter den Namen Exchange und Sharepoint Online die bekannten Produkte als Software as a Service (SaaS) anbieten. Gartner vermutet, dass die Erweiterung den Konkurrenzdruck auf Google erhöhen soll – zwei Tage zuvor gab der Suchmaschinenriese ähnliche Erweiterungen bekannt.

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Microsoft bietet Exchange als gehosteten Service an.
Microsoft bietet Exchange als gehosteten Service an.
( Archiv: Vogel Business Media )

Microsofts Angebot an Hosted Services wurde um Exchange und Sharepoint Online ergänzt. Bei Exchange Online handelt es sich um eine Enterprise-Messaging-Lösung, die keine eigene Infrastruktur benötigt. Der Hersteller verspricht eine enge Verzahnung von Software und Dienst.

Kunden haben die Wahl, entweder die Software lokal zu installieren oder eine gehostete Lösung zu abonnieren. Auch ein Parallelbetrieb sei möglich, so Microsoft. Die Dienste stehen zunächst nur US-Nutzern als Beta zur Verfügung. In der zweiten Jahreshälfte sollen sie auch hierzulande angeboten werden.

Die Marktforscher von Gartner sehen in der Erweiterung des SaaS-Angebots eine Herausforderung an die Google-Konkurrenz. Der Suchmaschinenbetreiber hat ein paar Tage zuvor ein vergleichbares Angebot vorgelegt. Außerdem vermutet der Analyst Matthew Cain, dass Microsoft in Zukunft das Angebot auf weitere Office-Programme ausweiten wird.

Kein einfacher SaaS-Einstieg

Daraus sollen Unternehmen möglichst früh Vorteile ziehen, empfiehlt Gartner. Allerdings sehen die Marktanalysten auch große Herausforderungen für die Anbieter – Microsoft habe zwar Erfahrungen mit seinen Portalseiten, die Bereitstellung umfangreicher SaaS-Services erfordere allerdings „eine für den Geschäftsanwender entscheidende Expertise in Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Multitenant-Architekturen (Multi-Mandantenfähigkeit), Netzwerktopologien und Problemlösung“.

Außerdem seien für die nahtlose Integration umfangreiche Anpassungen an der bestehenden Software nötig. Gartner erwartet, dass diese Veränderungen erst mit der nächsten Exchange-Version abgeschlossen werden – der Analyst nennt 2011 als Zeitrahmen. Bis dahin rechnet Cain allerdings auch mit bis zu 20 Prozent Marktanteil von Software as a Service im Bereich der Unternehmenskommunikation.

(ID:2011406)