Storage-Kosten reduzieren, Teil 1

Experton Group analysiert Sparpotenziale bei Storage

| Autor / Redakteur: Wolfgang Heinhaus, Wolfgang Schwab / Rainer Graefen

Redundant belegter und damit verschwendeter Speicher.
Redundant belegter und damit verschwendeter Speicher. (Grafik: Chalfant Consulting&SNIA)

In vielen Anwenderunternehmen würde die installierte Speicherkapazität exponentiell zunehmen, wenn man mit klassischen Maßnahmen reagierte. Dies ist dank moderner Speicherfunktionen nicht der Fall. Doch noch werden nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Die meisten IT-Verantwortlichen haben Wege und Möglichkeiten gefunden, die Datenherausforderungen zumindest teilweise anzugehen. Doch es gibt weitere Methoden, die in Kombination das Datenwachstum und die Storage-Kosten sogar senken könnten.

Die nachfolgenden Ansätze der Experton Group zur Datenreduktion können helfen, das Speicherkapazitätswachstum in Grenzen zu halten.

Beobachtungen und Empfehlungen

Auch wenn die meisten Wirtschaften weltweit nur langsam im einstelligen Bereich wachsen, nimmt das Datenvolumen jährlich um durchschnittlich 18 bis 25 Prozent zu. Die IT-Budgets dagegen bleiben größtenteils konstant oder werden nur sehr mäßig angehoben. IT-Verantwortliche können es sich nicht leisten, wie in der Vergangenheit einfach Speicherkapazitäten hinzuzufügen und exponentielle Zuwachsraten hinzunehmen.

Doch bevor man das Problem an der Wurzel anpacken kann, muss man erst einmal verstehen, wodurch diese schnellen Zuwächse verursacht werden. Manches davon ist auf neue Anwendungen und die Ansammlung neuer Datenquellen zurückzuführen. Doch ein Großteil der Zunahme an strukturierten Daten hängt einfach mit redundanten Daten und verschwendetem Speicherplatz zusammen.

Die Kopienzahl ist zu groß

Ein Blick auf das Titelbild macht es klar ersichtlich. Es verdeutlicht, wie Daten immer wieder von neuem repliziert werden. Und da alle Speichersysteme außer Mainframes Shared-Nothing Storage benötigen, brauchen Anwendungen jeweils ihre eigenen Datenkopien; in manchen IT-Abteilungen läuft das auf über 50 Kopien hinaus.

Ergänzendes zum Thema
 
Die Meinung der Experton Group zu Speicherbedarfsrechnungen

Bei den unstrukturierten Daten sind die Wachstumsmuster und -probleme ähnlich. Nicht alle unstrukturierten Daten sind Geschäftsdaten, und oft existieren mehrere Kopien von unstrukturierten Dateien – ein leicht verständliches Beispiel ist ein E-Mail-Anhang von ein Megabyte, der an 1.000 Empfänger im Unternehmen verschickt und damit 1.000 mal dupliziert wird.

Top 5 Ansätze zur Eindämmung des Speicherbedarfs

Top 1: Kompression. Anhand diverser Kompressionstechniken kann man die Originalgröße von Dateien, je nach Technik und Dateityp, um bis zu 80 Prozent reduzieren.

Top 2: Deduplizierung. Durch Deduplizieren der Daten reduzieren sich die realen Speicherkapazitäten. Deduplication bedeutet, dass wiederkehrende, redundante Daten nur einmal abgelegt werden.

Durch ein Algorithmusverfahren erfolgt eine vollständige Wiederherstellung, wenn die Daten benötigt werden. Dieses Verfahren reduziert die erforderliche Speicherkapazität um bis zu 20 mal der redundanten Daten.

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