Umfrage von Kroll Ontrack

Fast jedes zweite Unternehmen verliert Daten in virtuellen Umgebungen

| Redakteur: Nico Litzel

Nur einem Drittel der Unternehmen ist es gelungen, die Daten nach einem Verlust vollständig zu retten.
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Nur einem Drittel der Unternehmen ist es gelungen, die Daten nach einem Verlust vollständig zu retten. (Bild: Kroll Ontrack)

Acht von zehn Unternehmen glauben, dass die Datenspeicherung in virtuellen Umgebungen das Risiko, einen Datenverlust zu erleiden, nicht beeinflusst oder sogar senkt. Allerdings hat fast jedes zweite Unternehmen, das auf die virtuelle Datenspeicherung setzt, in den vergangenen zwölf Monaten Daten verloren. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Umfrage von Kroll Ontrack unter 724 IT-Spezialisten.

Die Virtualisierung setzt ihren Siegeszug unvermindert fort. Virtuelle Umgebungen sind in immer mehr Unternehmen ein Bestandteil der Speicherstrategie. Anlass für das auf Datenrettung und sichere Datenlöschung spezialisierte Unternehmen Kroll Ontrack, Unternehmen im August dieses Jahres erneut nach ihren Erfahrungen zu befragen.

Die Umfrage, an der 724 IT-Spezialisten teilgenommen haben, zeigt, dass 84 Prozent der Unternehmen Daten in virtuellen Umgebungen speichern. Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen hat dabei angegeben, dass zwischen 75 und 100 Prozent ihrer Daten in virtuellen Umgebungen abgelegt sind.

Die Auswertung der Umfrage hat darüber hinaus ergeben, dass im Vergleich zu 2011 virtuelle Datenverluste um 25 Prozent zurückgegangen sind. Dennoch kam es in den vergangenen zwölf Monaten noch bei 40 Prozent der Anwender zu einem Datenverlust.

Zwei Drittel verlieren Daten dauerhaft

Die Umfrage hat zudem ergeben, dass nur ein Drittel der Unternehmen ihre verlorenen Daten zu 100 Prozent wiederherstellen konnten und 67 Prozent zumindest einen teilweisen Verlust hinnehmen mussten. Zum Vergleich: 2011 hatten noch 54 Prozent der Teilnehmer angegeben, ihre Daten vollständig wiederherstellen zu können. Damit sei es nach Einschätzung von Kroll Ontrack insgesamt zu weniger Datenverlusten gekommen, diese seien aber schwerwiegender gewesen.

In der Umfrage von Kroll Ontrack vertrat mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen die Meinung, dass Virtualisierungs-Tools das Risiko eines Datenverlusts minimieren. „Diese Annahme trifft jedoch nicht zu“, erläutert Peter Böhret, Managing Director, Kroll Ontrack Deutschland. „Virtuelle Umgebungen sind in keinerlei Hinsicht sicherer oder gar weniger stark von Datenverlusten betroffen als andere Speicherformen. Eine ganze Reihe von Gründen kann auch in virtuellen Umgebungen zu einem Datenverlust führen. Mögliche Ursachen sind beispielsweise ein korruptes Dateisystem, gelöschte virtuelle Maschinen, die Beschädigung eines internen virtuellen Laufwerks, der Ausfall des RAID-Systems oder anderer Speicher-/Server-Hardware und gelöschte oder beschädigte Dateien innerhalb der virtuellen Speicherumgebungen. Dabei sind die Auswirkungen häufig noch schwerwiegender als bei einer physischen Datenspeicherung, da das Datenvolumen in virtuellen Umgebungen meist deutlich größer ist.“

Keine eigenen Rettungsversuche unternehmen

Ein großes Risiko für die verlorenen Daten ist nach Einschätzung von Kroll Ontrack in vielen Fällen die Do-it-yourself-Mentalität der Unternehmen. So versuchte ein Großteil der Firmen (43 Prozent) nach einem Datenverlust, die Daten von Grund auf neu aufzubauen. Nur ein Viertel der Befragten wandte sich an ein Datenrettungsunternehmen.

„Daten wiederaufzubauen sollte nie die erste Option eines Unternehmens sein. Diese Methode kostet nur unnötig Zeit und Ressourcen, wohingegen erfahrene Datenretter wie Kroll Ontrack die Prozesse, Technologien und Erfahrung besitzen, selbst komplexe virtuelle Umgebungen wiederherzustellen. So kann nach einem Datenverlust der Ursprungszustand schnell wiederhergestellt werden“, fügt Böhret hinzu.

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