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Fileserver-Software verwaltet Landkreisdaten auf CD Fileserver senken den Administrationsaufwand im Landkreis Göttingen

Autor / Redakteur: Manfred Klein / Nico Litzel

Je mehr Informationstechnologien auch in kleinen Kommunen Fuß fassen, umso häufiger muss auch dort auf zentrale Datenbestände zugegriffen werden. Dass die dazu notwendigen IT-Lösungen nicht immer teuer sein müssen, beweist der Landkreis Göttingen mit seinem neuen Fileserver-System.

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Dank der übersichtlichen Oberfläche von Virtual CD lassen sich alle Einstellungen einfach vornehmen und die virtuellen CDs komfortabel verwalten.
Dank der übersichtlichen Oberfläche von Virtual CD lassen sich alle Einstellungen einfach vornehmen und die virtuellen CDs komfortabel verwalten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Rund 600 Mitarbeiter greifen beim Landkreis Göttingen von etwa 550 PC-Arbeitsplätzen an unterschiedlichen Standorten auf einen zentralen Datenbestand zu. Dieser umfasst unter anderem rund 130 CD-ROM/DVD-Datenträger, die sich zu je rund 50 Prozent aus Informations-CDs und Datenbanken zusammensetzen. Bisher war ein Hardware-basierender CD-ROM-Server für die Bereitstellung der Datenträgerinhalte im Einsatz.

Nach rund sechs Jahren Dauerbetrieb hatte der CD-ROM-Server sowohl die Grenze seiner Leistungsfähigkeit als auch seiner Lebensdauer erreicht. Das rund 1.500 Euro teure Herzstück des Servers – der Controller – hatte seinen Dienst endgültig eingestellt. Ein Austausch des Controllers war nicht möglich, da dieser nicht mehr in identischer Form vom Hersteller angeboten wird. Außerdem ließ die Gesamtleistung des CD-ROM-Servers zu wünschen übrig, sodass nur eine komplette Neuanschaffung Abhilfe hätte leisten können.

Dem entgegen stand jedoch das knappe Budget für den erforderlichen Austausch des CD-ROM-Servers. Eine neue Hardware-Lösung hätte eine Investition von mindestens 4.000 Euro bedeutet. Somit schied diese Möglichkeit aus. Daher begann Matthias Jaep, verantwortlich für die System- und Netzwerkadministration beim Landkreis Göttingen, mit der Suche nach Lösungen, die aufgrund des begrenzten Budgets auf jeden Fall Software-basierend sein mussten.

Die Lösung: Fileserver-Software

Bei seinen Recherchen stieß Jaep schnell auf die Fileserver-Variante des CD-/DVD-ROM-Emulators Virtual CD aus dem Hause H+H Software. Matthias Jaep hat die Einzelplatzversion von Virtual CD selbst im Einsatz und ist mit der Funktionalität und der Bedienung des Programms vollauf zufrieden. Obendrein hat er schon entsprechende Erfahrung im Umgang mit dieser Software gesammelt. Nach einem ersten erfolgreichen Test mit der Demoversion von Virtual CD Fileserver v7 wurde ein Termin im Hause H+H vereinbart.

Nach der erfolgreichen Demonstration der Funktionalität implementierte Jaep die Software Virtual CD Fileserver beim Landkreis Göttingen auf einem vorhandenen Windows-2003-Server mit einem umfangreichen Festplatten-Array. Beim Einspielen der etwa 130 Daten-CDs stieß man jedoch auf Schwierigkeiten, die im File-System manch älterer CDs begründet waren, sodass wichtige Informationen verloren gingen und die entsprechenden Daten nicht genutzt werden konnten. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte H+H daher eine Programmerweiterung, mit der dieses Problem zuverlässig und schnell behoben werden konnte.

Einfache Integration

Die Integration des neuen CD-ROM-Servers gelang im Handumdrehen. Dank der mit der Einzelplatzversion von Virtual CD gesammelten Erfahrungen konnte Matthias Jaep sowohl die Konfiguration als auch das Einspielen aller benötigten CDs selbst bewerkstelligen. Dazu legt Virtual CD von jedem Datenträger ein Image – also ein 1:1-Abbild – auf der Festplatte des Servers an. Diese Images werden dann in bis zu 23 virtuelle Laufwerke „eingelegt”.

Dank des ausgeklügelten Kollektionen-Konzepts, bei dem bis zu 255 CDs beziehungsweise DVDs innerhalb einer Kollektion zusammengefasst werden können, lassen sich auf einem Fileserver 5.865 CDs im Netzwerk zur Verfügung stellen und verwalten. Da ein Virtual-CD-Fileserver aber nicht auf physikalische CDs zugreift, sondern auf die Images auf der Festplatte, ist er einem herkömmlichen Hardware-CD-ROM-Server auch in puncto Performance haushoch überlegen.

Eine neue CD ist innerhalb von nur fünf Minuten eingespielt und an allen Arbeitsplätzen abrufbar. Die Inhalte der CDs werden den einzelnen Benutzer auf Basis des NTFS-Freigaben-Modells zur Verfügung gestellt, was eine optimale Kombination aus Sicherheit und Bedienkomfort ermöglicht.

Rund 80 Prozent gespart

Die Kosten für den neuen Software-basierenden CD-ROM-Server setzen sich aus dem Anschaffungspreis für die Virtual-CD-Fileserver-Lizenz und einem Standard-Server mit ausreichend Festplattenkapazität zusammen. Da an den Server keine großen Anforderungen in Sachen Performance gestellt werden müssen, kann auf ein preisgünstiges Modell oder – wie beim Landkreis Göttingen – auf bereits vorhanden Hardware zurückgegriffen werden.

Im vorliegenden Fall konnte auf diese Weise eine Kostenersparnis von rund 80 Prozent erreicht werden – „ohne jegliche Performance- oder Komforteinbußen“, wie Matthias Jaep versichert. Soll eine größere Anzahl an CD-ROM-Datenträgern im Netzwerk bereitgestellt werden, steigt die Ersparnis sogar überproportional an, da bereits eine einzige Virtual-CD-Fileserver-Lizenz für die Verwaltung von bis zu 5.865 CDs ausreicht.

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Link: Virtual CD

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