Flash-Storage-Lösungen

Flash für alle, aber nicht für alles

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Advertorial

(Bild:Fotolia)

Gerade einmal ein Jahrzehnt ist ins Land gezogen, seit Flash-Technologien ihren Siegeszug am Markt antraten. Inzwischen sind die Halbleiterspeicher auch aus der Server- und Storage-Welt nicht mehr wegzudenken. Am Anfang steht jedoch die eigene Speicherstrategie dahingehend zu prüfen, an welcher Stelle sich ihr Einsatz lohnt und welche Variante für den geplanten Anwendungszweck am passendsten ist.

Aufgrund der ihnen zugeschriebenen Eigenschaften „schneller, kleiner, leiser“ avancierten flashbasierte Lösungen schnell zum Lieblingskind der Unterhaltungselektronik-Hersteller. Ihr Einsatz ist jedoch schon längst nicht mehr auf dieses Feld beschränkt. Denn ihre Integration in Server und Speichergeräte ebnet den Weg hin zu leistungsstärkeren und energieeffizienteren Systemen und macht sie daher zu idealen Kandidaten für den Einsatz in Rechenzentren.

Sicherlich gehören Flash-Lösungen noch nicht zum Standard in den IT-Umgebungen aller Unternehmen. Dennoch sind sie dem Nischendasein längst entwachsen und verbreiten sich mittlerweile im Eiltempo. Nichts untermauert eine solche Behauptung besser als Zahlen: alleine im zweiten Quartal 2015 lag die Wachstumsrate des Flash-Segments im zweistelligen Bereich, so das US-amerikanische Analystenhaus IDC. Vielleicht noch signifikanter: bei knapp der Hälfte des in der EMEA- (Europa, mittlerer Osten, Afrika) Region verkauften Storage handelte es sich um flashbasierte Lösungen einschließlich hybrider und All-Flash-Systeme.

Kriterien für die Auswahl von Flash-Lösungen

Vorschub leistet dieser Entwicklung, dass in Folge technischer Optimierungen anfänglich gegen den Einsatz ins Feld geführte Bedenken – allen voran, die begrenzte Zahl an verkraftbaren Schreibvorgängen – längst Schnee von gestern sind. Ebenso greift das Argument „teuer“ nicht mehr so recht, da die Preise für Flash-Speicher gefallen sind.

Hinzu kommt, dass bislang als Entscheidungsgrundlage herangezogene Kalkulationsmodelle wie Kosten pro Gigabyte oder Eingabe-/Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) zwar noch als Anhaltspunkte dienen. Allerdings ist ebenso ausschlaggebend, die von unterschiedlichen Workload-Typen und Anwendungen an Performance, Latenz und Kapazität gestellten Anforderungen in die Gesamtbetrachtung mit einzubeziehen. Nur so lässt sich genau bestimmen, welche Speichervariante sowohl hinsichtlich der nötigen technischen Merkmale als auch unter wirtschaftlichen Aspekten die beste Lösung für das jeweilige Einsatzszenario darstellt.

Auf den Workload kommt es an

Derzeit besteht also kein Zweifel, dass sich flashbasierte Speichersysteme auf breiter Ebene durchsetzen, verspricht ihr Einsatz doch unter anderem eine schnellere Abwicklung von Geschäftsprozessen und eine effizientere Organisation des IT-Betriebs.

Ergänzendes zum Thema
 
Analystenmeinung

Doch zu behaupten, dass All-Flash-Storage (AFAs) das Allheilmittel sei und die Rechenzentren in naher Zukunft vollständig beherrscht, halten Marktexperten für blanken Unsinn. Denn die Leistung der schnellen, performancestarken Lösungen ist für ein Gros an Anwendungsgebieten überdimensioniert - gleichermaßen wie sich die Höchstgeschwindigkeit eines Autos nicht auf allen Strecken ausreizen lässt.

Es heißt also vorab zu klären, an welcher Stelle der Einsatz von Flash einen Mehrwert bietet und im zweiten Schritt zu entscheiden, welche Spielart und Dosis die richtige ist. Dabei fallen die zu verarbeitenden Datenmengen weniger ins Gewicht. Vielmehr bedarf es einer eingehenden Betrachtung der für das Unternehmen maßgeblichen Workloads.

Fordern diese im Hinblick auf I/O, Durchsatz und Latenz eine maximale Performance und ist zudem essenziell, dass das System zu jeder Zeit hochverfügbar ist? Oder geht es eher darum, für konsistente Antwortzeiten zu sorgen und Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg effizient verwalten zu können?

Vielleicht steht aber auch an erster Stelle, die Gesamtbetriebskosten zu verringern? In diesem Fall sind Punkte wie Platzbedarf, Stromverbrauch und Kühlung auf der einen Seite sowie eine einfache Verwaltbarkeit auf der anderen Seite von substantieller Bedeutung. Letztlich können aber auch andere Kriterien wie Skalierfähigkeit, Funktionsumfang einschließlich Orchestrierungsmöglichkeiten oder die einfache Integration der Lösung die Marschroute bestimmen.

Die richtige Mischung macht’s

Genauso vielfältig wie die anzustellenden Überlegungen stellen sich heute im Unternehmensumfeld vorherrschende Flash-Storage-Lösungen dar. Diese reichen von serverseitigen Implementierungen, bei denen beispielsweise Solid State Drives (SSDs), PCIe-Karten oder in jüngster Zeit auch Dual-Inline-Memory-Module (DIMMs) verbaut werden über Appliances zur Realisierung eines netzwerkbasierten Cachings bis hin zu hybriden oder All-Flash-Storage-Systemen.

Die Bandbreite an verfügbaren Optionen ist ein großer Pluspunkt. Einerseits ermöglicht sie Unternehmen eine budgetgerechte Speicherstrategie umzusetzen, die auf ihre unterschiedlichen Anwendungen, I/O-Szenarien, Workloads und Benutzeranforderungen abgestimmt ist. Andererseits können sie so die technische Variante wählen, die ihre Geschäftsabläufe optimal unterstützt und ihnen dadurch erleichtert, gesetzte Ziele zu erreichen.

Entscheidend ist, dass keine Einzellösung alle Anwendungsfälle abdeckt. Daher empfiehlt es sich Hersteller in Betracht zu ziehen, die in ihren Produkten Flash auf diverse Art und Weise integrieren und damit eine breite Palette an Alternativen anbieten. So besteht ausreichend Spielraum, eine übergreifende und skalierbare Infrastruktur zu schaffen, die auf die Leistungs- und Kapazitätsansprüche der einzelnen Anwendungen und Workloads zugeschnitten sind. Die darüber hinaus durch Kosten- und Storage-Effizienz sowie einen breiten Funktionsumfang punktet.

Für jeden Job die richtige Lösung

Da kein Unternehmen dem anderen gleicht, lässt sich eine allgemeingültige Regel wie und wo Flash am zweckmäßigsten zum Einsatz kommt, nur schwer aufstellen. Fest steht jedoch, dass sich Solid State Storage vor allem in Anwendungsbereichen mit sehr hohen I/O-Leistungserfordernissen als gewinnbringend erweist. Hierzu zählen virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) oder E-Commerce-Umgebungen, die auf schnelle Antwortzeiten und damit eine niedrige Latenz angewiesen sind. Gleiches gilt für Applikationen, bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt – Datenbanken oder Online-Transaction- oder –Analytic-Processing- (OLTP/OLAP) Systeme sind hierfür Beispiele.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich Server-Flash vor allem zur Beschleunigung spezieller Anwendungen und Workloads anbietet, deren reibungslose Ausführung von hohen Durchsatzraten bei gleichzeitig geringstmöglicher Wartezeit abhängt. Hybrider Storage liegt hingegen dann vorne, wenn Leistung gleichermaßen wie die Bereitstellung von kostengünstigem Speicherplatz gefragt ist.

Geht es um unternehmensentscheidende Applikationen stehen Hochleistung und gleichbleibende Latenz an erster Stelle. Denn I/O- und Systemverzögerungen beim Zugriff auf Daten oder bei der Durchführung von Echtzeitanalysten kosten Zeit sowie Geld und schränken die Reaktionsfähigkeit ein. Hier gewinnen All-Flash-Arrays an Beliebtheit, die sich neben diesen Eigenschaften auch durch eine kompakte Bauweise auszeichnen und damit nicht nur teuren Platz sparen, sondern auch durch einen geringeren Stromverbrauch sowie Kühlungsbedarf glänzen.

All-Flash-Arrays: Der Funktionsumfang macht den Unterschied

All-Flash-Arrays sind anderen Lösungsansätzen in Sachen Leistung und Latenz ohne Frage überlegen. Allerdings ist dies längst nicht mehr alles was zählt. Vielmehr müssen die Systeme heute ebenso mit allen gängigen Enterprise-Standardfunktionen ausgestattet sein, die für den effizienten Betrieb und eine optimale Auslastung des Speichers nötig sind. Auf der einen Seite gehören hierzu Datenreduktionstechniken wie Komprimierung sowie Deduplizierung. Auf der anderen Seite sind Datenmanagement-Features, darunter Snapshots, Klone oder Replizierungsverfahren unverzichtbare Bestandteile des Gesamtpakets.

Unternehmen sind daher mit Lösungen gut beraten, die nicht nur Flash unter ihrer Haube haben. Sondern auch die Tools mitbringen, mit denen sich die nach wie vor teurere Speicherkapazität maximal nutzen lässt, die eine intelligente Verwaltung und den Schutz wertvoller Daten garantieren und zudem den Grundstein für einen unterbrechungsfreien Betrieb ohne Stillstandzeiten legen.

Fazit

Flashbasierte Lösungen sind somit ein weiterer Puzzlestein, der bestehende Speicherhierarchien perfekt ergänzt. Aber eben nur einer, der im ausgewogenen Verhältnis zu weiteren Storage-Alternativen wie klassischen Festplatten oder der Cloud stehen sollte. Denn nach wie vor geht es nur um eines: Daten ihren spezifischen Anforderungen gemäß sinnvoll, sicher und natürlich so wirtschaftlich wie nur irgend möglich zu speichern.

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