Über die Herausforderung mehrere Anwendungen in einer virtualisierten Umgebung mit Flash zu betreiben, Teil 1

Flash ist noch kein Trampelpfad

| Autor / Redakteur: Warren Reid, Marketing Director EMEA, Dot Hill / Rainer Graefen

(Dothill)

Die Diskrepanz zwischen der Performance CPU-basierter und Disk-basierter Speicherkomponenten nimmt weiter zu. Anwendungen, die auf Web 2.0 basieren, geschäftskritisch, I/O-lastig, virtualisiert und geclustert sind, bedeuten für Prozessoren und herkömmliche Speichersysteme eine erhebliche Belastung. Flash scheint der Ausweg zu sein aus der unvermeidbaren Verschlechterung der Anwendungs-Performance.

Die zunehmenden Leistungsanforderungen des Unternehmensrechenzentrums machen Verbesserungen der Anwendungs-Performance mithilfe innovativer Lösungen erforderlich, die eine Skalierbarkeit über die gesamte IT-Infrastruktur hinweg ermöglichen.

Flash/SSD ist eine sich entwickelnde Technologie, die noch einen weiten Weg vor sich hat, um sich als eigenständige Alternative durchzusetzen. Ihr Leistungspotenzial wurde viel zitiert und für bestimmte Geschäftsbereiche kann ihr Einsatz Produktivitäts- und Umsatzsteigerungen bedeuten.

Daher ist es sinnvoll, dass Benutzer die Vorteile Flash-basierter Speicherlösungen für Anwendungen wie Datenbanken, Online-Banking oder große Finanzdienstleistungen abwägen, bei denen I/O-Prozesse von entscheidender Bedeutung sind.

Kosten pro Transaktion gehen nach unten

Was die Technologie noch attraktiver macht, ist ein Blick auf die Gesamtbetriebskosten: durch den Wechsel von einer reinen HDD-Lösung zu SSD können Performance-Verbesserungen von 30 bis 60 Prozent erzielt werden, wobei die Kosten pro I/O-Transaktion etwa ein Drittel geringer sind als bei einem gleichwertigen System mit herkömmlicher Festplatte.

Die Kosten pro Terabyte-Speicherkapazität liegen bei SSD jedoch sehr viel höher als bei HDD, wodurch die Technologie für viele kleinere Unternehmen eher unerschwinglich ist.

Der Schlüssel für einen erfolgreichen Einsatz liegt daher darin, die richtigen Datensätze für die Speicherung auf diesen hochleistungsfähigen Speicherschichten auszuwählen, und gleichzeitig die geeignetste Bereitstellungsmethode zu bestimmen, um den Anforderungen an Anwendungs-Performance und -Verfügbarkeit gerecht zu werden.

Serverseitige Flash/SSD-Bereitstellung

Die Pionierarbeit für den Einsatz von Flash/SSD-Speicher leisteten industrielle und militärische Bereiche. Heute gilt Flash/SSD als Standard, wenn es darum geht, Datenzugriff mit hoher Performance und geringer Latenz für anspruchsvolle Anwendungen und virtualisierte Umgebungen zu realisieren.

Einer der gängigsten Wege für die Bereitstellung von Speicherkomponenten auf Flash/SSD-Basis für die Anwendungsbeschleunigung ist die Installation der Technologie direkt im physischen Server unter Verwendung der PCIe-Bus-Schnittstelle. SSDs auf PCIe-Basis, die zur Beschleunigung von Servern in Unternehmensumgebungen eingesetzt werden, sind seit 2007 auf dem Markt.

Je näher der Flash/SSD-Speicher in der Regel an der CPU- und Arbeitsspeicherarchitektur platziert ist, desto geringer die Zugriffslatenz. Diese wird im Falle aktueller PCIe-basierter Produkte in Mikrosekunden gemessen, wobei 15 µs für Schreibvorgänge und 50-100 µs für Lesevorgänge die Regel sind.

Ein Cluster sollte den SPOF vermeiden

Aufgrund von Kapazitätsbeschränkungen der Flash/SSD-Geräte ist die Anzahl der Anwendungen, die ihre Betriebsdaten komplett aus dieser Speicherschicht beziehen, jedoch begrenzt. Daher ist Flash/SSD in der Regel als äußerst latenzarmer Speicher-Cache gegenüber den langsameren herkömmlichen Datenspeichern auf HDD-Basis konfiguriert, die sich im Server oder extern auf einem SAN (Storage Area Network) befinden.

Flash/SSD-Technologie, die auf diese Weise bereitgestellt wird, kommt im Allgemeinen ohne hochentwickelte Intelligenz aus, die dafür sorgt, dass häufig genutzte Datensätze auf der hochleistungsfähigen Flash/SSD-Speicherschicht immer verfügbar sind.

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