Tivoli raus! Die Wagner AG bekommt ihr Datenwachstum in den Griff

Fluch der Kopien aufgehoben

| Autor / Redakteur: Kerstin Kubick / Ulrike Ostler

Die moderne Hydra hat bis zu 13 Köpfe - ein Original bekommt 13 Kopien.
Die moderne Hydra hat bis zu 13 Köpfe - ein Original bekommt 13 Kopien. (Bild: Cornelis Cort - Achenbach Foundation for Graphic)

Der Schweizer IT-Infrastruktur-Anbieter Wagner AG setzt die Daten Virtualisierungs-Software von Actifio zur Verwaltung von Datenkopien seiner Kunden ein – und kann damit künftig erweiterte Cloud-Szenarien realisieren.

Die Wagner AG mit Hauptsitz im schweizerischen Kirchberg (Kanton Bern) bietet seit 1996 umfassende IT-Infrastruktur. Das Unternehmen betreibt drei eigene Rechenzentren, wo es als Serviceprovider für eine Vielzahl an Kunden ein immenses Datenvolumen sichert und verwaltet.

Davon sind viele Daten – vor allem von Kunden aus der Finanzbranche – besonders sensibel und unterliegen strengen Sicherheitsauflagen. Mit wachsendem Datenvolumen, vor allem durch die Erstellung von vielfachen Datenkopien, wurde die Verwaltung und das Speichern der Daten zunehmend aufwändiger und kostenintensiver.

Dieses Problem ist nicht unbekannt. Laut IDC wachsen Produktionsdaten jährlich etwa 8 Prozent. Die Anzahl der Kopien von Produktionsdaten nimmt aber jährlich um das 5-fache zu, da separate Datenkopien etwa für Datensicherung, Wiederherstellung, Test und Entwicklung sowie Datenanalysen erstellt werden.

Evaluierung eines neuen Storage-Systems

Die meisten Unternehmen nutzen für diese Aufgaben separate, anbieterspezifische Systeme, die jedoch alle dieselben grundlegenden Vorgänge – Kopieren, Speichern, Verschieben und Wiederherstellen – ausführen. Das Ergebnis sind durchschnittlich 13 bis 120 Kopien von Produktionsdaten, eine immense Komplexität und ein mehr als 5-facher Zeitaufwand für das Verwalten der Kopien als für die eigentlichen Produktionsdaten.

Wagner setzte mehrere Jahre im Storage-Bereich das Produkt „Tivoli Storage Manager“ (TSM) in Kombination mit „IBM Protectier“ (Virtual Tape Libraries) ein. 2011 stand das Unternehmen vor der Frage, TSM für weitere fünf Jahre zu lizenzieren oder sich nach Alternativen auf dem Markt umzusehen.

Das Management traf die Entscheidung zu einer umfassenden Evaluierung. Actifio brachte zu diesem Zeitpunkt die Software „Actifio CDS“ (CDS = Copy Data Storage), in den Schweizer Markt und wurde so kurzfristig in den Evaluierungsprozess aufgenommen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Virtualisierung von Datenkopien, so wie andere Hersteller Lösungen zur Virtualisierung von Rechnern anbieten.

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