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Studie bestätigt Platz 3 für Carrier Ethernet-Equipment Foundry macht mit Router und Switches in der Provider-Klasse Kasse

| Redakteur: Ulrike Ostler

Foundry Networks baut unter anderem Carrier Ethernet Switches und Router. Auch deswegen ist das Unternehmen für Brocade ein Festhappen. Denn es gibt kaum noch Unternehmen, die auf diesem Gebiet mit Platzhirsch Cisco konkurrieren können. Nun springt Foundry in diesem Markt auf Platz drei der Weltrangliste.

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Foundry Networks freut sich über Platz 3
Foundry Networks freut sich über Platz 3
( Archiv: Vogel Business Media )

Foundry Networks, Anbieter von Switching- und Routing-Lösungen für Unternehmen und Service Provider, hat sich zum ersten Mal einen Podiumsplatz im weltweiten Markt für Carrier Ethernet Switches und Router erobert. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie des unabhängigen Marktforschungsunternehmens Heavy Reading, die zwölf Anbieter unter die Lupe nimmt.

In dem Markt, der eine jährliche Nachfragesteigerung von 26 Prozent aufweist, konnte Foundry Networks seinen Marktanteil zuletzt Quartal pro Quartal weiter erhöhen. Erlöse aus dem Verkauf an Carrier und Service Provider machen bei dem Hersteller mittlerweile einen Umsatzanteil von 29 Prozent aus.

Zum weiteren Angebot des Unternehmens zählen Layer 2/3 LAN-Switches, Layer 3Backbone Switches, Layer 4-7 Application Switches sowie WirelessAccess Points.

Stan Hubbard, Senior Analyst bei Heavy Reading bestätigt die Marktanalyse: „Zum Abschluss des ersten Quartals 2008 hat Foundry Networks seinen Marktanteil und Umsatz im Bereich Carrier Ethernet mehr als verdoppelt.

Großkunden setzen auf Multi-Services

Zum größten Teil sei diese Steigerung darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen einige große Carrier und Service Provider als Kunden habe gewinnen können. Darunter befänden sich mindestens vier Top Tier Service Provider, welche die „Netiron XMR/MLX“-Router sowie die „Fastiron“-Systeme als Teil ihrer Metro und Internet Core Backbones einsetzen.

Zu den großen Anwendern gehört die Provinz Bergamo in Italien, die 100 Netiron MLX-Router für den Betrieb ihres MPLS-WAN-Breitbandkabelnetzwerks nutzt. Damit erhalten mehr als 216.000 Haushalte und 49.000 Firmen Zugang zu Voice- und Video-over-IP, Daten- und Wireless-Services

Mit den beiden Produktlinien verfügt der Hersteller über zwei Produktlinien für Carrier und Service Provider. Hinzu kommen die 10 Gigabit-Ethernet Fastiron-Switches für die Bereitstellung von Diensten am Metro Edge.

Vorteilhafte Hard- und Softwarefunktionen

Die Router gelten als besonders leistungsfähig und können 10-Gigabit-Ports bis zu 32 mal bündeln, so dass sich eine Transferrate von 320 Gigabit pro Sekunde erreichen lässt. Für die Verfügbarkeit sorgt das Virtual Switching Redundancy Protocol (VSRP), das Layer 2 und 3 Resiliency in einem einzigen, vergleichsweise einfach zu verwaltenden Protokoll vereint.

Zudem hat Foundry Networks das Metro Ring Protocol II (MRP II) entwickelt. Mit diesem lassen sich mehrere, sich überlappende Netzwerkringe ohne Single Point of Failure betreiben. Service Provider sind so in der Lage, einen virtuellen ausfallsicheren Core zu schaffen, indem sie eine Vielzahl von 10 Gigabit-Ethernet-Links mit mehreren 10 Gigabit-Ethernet-Ringen verbinden. Das hat den Vorteil, dass wenn die Datenübertragung im Netzwerk unterbrochen wird, MRP2 in Millisekunden einen neuen Pfad findet, um den Datenverkehr weiterzuleiten.

Der dritte wichtige Faktor ist laut Hersteller die Effizienz der Router in Bezug auf Stromverbrauch, Kühlung und Platzbedarf im Rack. Die Netiron MLX-32 Router wiesen im Vergleich zu ähnlich leistungsstarken Lösungen einen um 40 Prozent niedrigeren Stromverbrauch aus. Zudem sparten sie Platz im Rack, da sie um rund 250 Prozent dichter gepackt seien als konkurrierende Lösungen.

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