Healthcare

Fünf strategische Schritte für ein effizientes Datenmanagement

| Autor / Redakteur: Florian Malecki* / Ann-Marie Struck

Vermeidung von Patientendatenverlust, Systemausfallzeiten und Kosten durch ein gutes Datenmanagement
Vermeidung von Patientendatenverlust, Systemausfallzeiten und Kosten durch ein gutes Datenmanagement (© Marco2811 - stock.adobe.com)

Im Gesundheitswesen entscheidet der schnelle Zugriff auf kritische Patientendaten über Leben und Tod. Wenn Ärzte nicht in der Lage sind, bei Bedarf die nötigen Informationen über den Patienten zu erhalten, kann die Qualität der Versorgung stark beeinträchtigt werden und unvorhersehbare Folgen haben. Ein Gastbeitrag von Florian Malecki von StorageCraft.

Das bedeutet, dass Speicherung und Schutz von Daten von entscheidender Bedeutung sind. Ausfallzeiten müssen um jeden Preis vermieden werden – auch im Falle eines katastrophalen Ausfalls, beispielsweise infolge einer Naturkatastrophe oder eines Cyberangriffs. Aber genau hier liegt das Problem: Die Speicherung, Sicherung und intelligente Verwaltung von Daten wird für Gesundheitsorganisationen immer schwieriger, zeitaufwendiger und teurer.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst einmal wächst das Volumen der Daten mit exorbitanter Geschwindigkeit, was zum Teil auf die notwendige Digitalisierung von Patientenakten zurückzuführen ist. Eine weitere Ursache für das Datenwachstum sind Diagnosegeräte wie CT-Scanner, MRTs und Röntgengeräte, die große Mengen an Bilddaten produzieren. Mit zunehmender Weiterentwicklung dieser Technologien werden die Bilddateien besser, haben eine höhere Auflösung und die Dateigröße nimmt immer mehr zu.

Bildarchiv wächst

Da Krankenhäuser in der Regel zehn Jahre lang medizinische Bilder gemäß den gesetzlichen Anforderungen und der Disaster Recovery Compliance speichern müssen, wächst ihr Bildarchiv laut der Abteilung AT&T ForHealth jährlich um bis zu 40 Prozent. Das Internet der Dinge stellt eine weitere Herausforderung für das Datenmanagement in Gesundheitsorganisationen dar. Angeschlossene Geräte, beispielsweise Fitnessgeräte oder Raumsensoren, produzieren ihre eigenen Datenströme, die gespeichert und verwaltet werden müssen. Addiert man alles zusammen, kann der Speicherbedarf selbst bei einer kleinen Praxis oder einem kleinen Krankenhaus schnell Petabyte-Größe erreichen.

Eine große Herausforderung besteht zudem darin, dass mit dem Datenwachstum auch der Zeit-, Budget- und Ressourcenaufwand für die Speicherung, den Schutz und die Verwaltung dieser kritischen Patientendaten wächst. Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen benötigen deshalb eine Datenmanagement- und Datenschutzlösung, die eine konstante, ununterbrochene Datenverfügbarkeit gewährleistet. Neben der Zuverlässigkeit muss die Lösung auch bezahlbar sein. Außerdem muss sie vor Ransomware und Cyberangriffen schützen, denn Gesundheitsorganisationen sind immer häufiger von Attacken bedroht.

So kann beispielsweise Ransomware die lebenswichtigen Patientendaten oder Informationssysteme eines Krankenhauses infizieren und deren Nutzung verhindern. Krankenhäuser sind aufgrund ihrer Abhängigkeit von aktuellen Informationen aus der Patientenakte besonders anfällig für diese Art von Erpressung. Für Hacker sind Krankenhäuser ein attraktives Ziel, weil diese nicht das Leben ihrer Patienten riskieren können und daher schnell gezwungen sind, Lösegeld zu zahlen.

Dies ist zum Teil der Grund, warum im Gesundheitswesen 2017 mehr Ransomware-Angriffe erfolgten als in jeder anderen Branche. Dem Bericht des Cybersicherheitsversicherer Beazley zufolge waren erstaunliche 45 Prozent aller Ransomware-Angriffe im Jahr 2017 auf den Gesundheitssektor gerichtet. Es gibt allerdings Lösungen, die die ständig wachsende Menge an Daten sicher und kostengünstig verarbeiten können und sicherstellen, dass eine hochwertige Patientenversorgung nicht durch den fehlenden Zugang zu wichtigen Informationen gefährdet wird.

Im Folgenden werden fünf strategische Maßnahmen beschrieben, wie sich Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen vor der dreifachen Bedrohung durch außer Kontrolle geratene Datenkosten, Systemausfallzeiten und den Verlust der Datenintegrität schützen können.

1. Konvergierte Primär- und Sekundärspeicher einsetzen

Um dem explosionsartigen Datenwachstum angemessen zu begegnen, benötigen Gesundheitseinrichtungen einen Ansatz, der umfassende Speicher- und Datenschutzdienste in einer einzigen, integrierten und benutzerfreundlichen Lösung bereitstellt. Durch die Kombination von primären, sekundären und Cloud-Datenmanagementfunktionen können Speicher- und Datenschutzsilos eliminiert und gleichzeitig das Risiko von Ausfallzeiten reduziert werden.

2. Von kostengünstigen, skalierbaren Speicherlösungen profitieren

Kleine und mittlere Praxen und Krankenhäuser stehen vor den gleichen Herausforderungen wie sehr große Gesundheitsdienstleister, verfügen aber über weniger Ressourcen und kleinere Budgets. Deshalb benötigen sie einen skalierbaren Speicher, der sich an ihre Bedürfnisse anpasst. Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen sollten mit einem einzigen Knoten mit wenigen Terabyte Kapazität beginnen und dann nahtlos und unterbrechungsfrei auf mehrere Petabyte skalieren können, ohne Konfigurations- oder Anwendungsänderungen.

3. Vor Datenverlust schützen

Medizinische Bilder sind sehr anfällig für Datenverluste. Die schleichende Beschädigung von Daten in medizinischen Bildern durch Bitfäule ist ein großes Problem. Dies wird durch ältere Systeme wie beispielsweise Röntgenbilder verschärft, da diese in einem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem gespeichert werden, welches möglicherweise nicht erkennt, ob die Daten gefährdet sind oder nicht. Infolgedessen können die aus dem alten Speichersystem gelesenen Informationen beschädigt und unbrauchbar sein. Gesundheitseinrichtungen benötigen moderne Datenlösungen, die gegen diese Art von Datenverlust schützen können.

4. Vor Ransomware-Angriffe schützen

Der Datenschutz hat für Gesundheitsorganisationen höchste Priorität, wenn sie gegen die ständigen Bedrohungen durch Cyber-Angriffe kämpfen. Gesundheitsdienstleister müssen während des gesamten Datenlebenszyklus über eine starke Verschlüsselung verfügen, ohne eine übermäßige Komplexität der Datenverwaltung zu erzeugen. Dafür sorgt eine unveränderliche Objektspeicherung. Moderne Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen lösen dieses Problem, indem sie eine Speicherlösung implementieren, die Informationen kontinuierlich schützt und alle 90 Sekunden Daten-Snap-Shots durchführt. Da der Objektspeicher unveränderlich ist, bleiben diese Snap-Shots im Falle eines Cyber-Angriffs völlig unbeeinflusst. Dadurch können bei Bedarf die letzte Version der Daten schnell wiederhergestellt und Ransomware-Angriffe vereitelt werden.

Florian Malecki
Florian Malecki (© StorageCraft)

5. Für einen greifbaren ROI sorgen

Da Cyber-Angriffe immer häufiger vorkommen, suchen Krankenhäuser nach Versicherungspolicen, die im Falle eines Datenverstoßes oder -verlustes Versicherungsschutz bieten. Jede Krankenakte erhält von den Versicherungsgesellschaften im Rahmen der Risikobewertung einen Wert, wobei sich die Höhe der Prämien auf zweistellige Millionen Dollar-Beträge belaufen kann. Diese Versicherungsprämien können jedoch gesenkt werden, wenn die Krankenhäuser nachweisen können, dass sie über wirksame Datenmanagement- und Schutzstrategien verfügen. Vor kurzem sah sich ein Gesundheitsdienstleister mit einer Versicherungsprämie von 22 Millionen US-Dollar konfrontiert, aber durch den Einsatz einer geeigneten Datenmanagement- und Schutzlösung von StorageCraft wurde diese Prämie reduziert, wodurch vom ersten Tag an ein sofortiger ROI des Projekts erzielt wurde.

Mit der richtigen Datenmanagementlösung können Gesundheitseinrichtungen nicht nur ihre Daten schützen und Kosten senken, sie können auch ihre Patienten jederzeit behandeln und letztlich mehr Leben retten.

*Der Autor: Florian Malecki ist Senior International Director of Marketing bei StorageCraft.

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