Eine intelligente Gesellschaft kann aus einer Cloud mehr Vorteile ziehen, als nur Kosten zu sparen

Fujitsus Cloud-Strategie stellt den Menschen ins gesellschaftliche Zentrum

17.07.2011 | Autor / Redakteur: Simone Schnell / Rainer Graefen

Fujitsu will mit seiner Vision Bereiche wie Energiemanagement, Bildung Agrar- und Gesundheitswesen und Katastrophenschutz neu gestalten.
Fujitsu will mit seiner Vision Bereiche wie Energiemanagement, Bildung Agrar- und Gesundheitswesen und Katastrophenschutz neu gestalten.

Fujitsu will die Welt zu einer Human-Centric Intelligent Society machen. Da ist erklärungsbedürftig.

„Human-Centric bedeutet, den Graben zwischen der wirklichen und der virtuellen Welt der Informationstechnologie zu schließen.“ So hat es Kazuo Murano, Chef der Fujitsu Labors auf der Hausmesse Visit in München im November vergangenen Jahres beschrieben.

Eine intelligente Gesellschaft könne dazu Lösungen für komplexe und weitreichende Probleme bieten, setzte er nach. Das klingt abstrakt. Und im Grunde ist es ein bedrohliches Szenario, wenn die reale und die virtuelle Welt miteinander verschmelzen.

Man denke nur an Computerspiele oder Konzepte wie Second Life. Doch Herr Murano hat eine ganz und gar friedliche Idee im Kopf. Die Frage ist, ob sie sich umsetzen lässt.

Die Bauern-Cloud

Die Herausforderungen, denen Fujitsu sich mit seinem Konzept stellen will liegen in allen erdenklichen Bereichen wie Energiemanagement, Sicherheit, Bildung oder Katastrophenschutz, aber auch Assistenz im beruflichen und täglichen Alltag.

Technologisch soll Cloud-Computing die Idee stützen. Das Konzept versammelt aktuellste Techniken, vom Server über Storage, Networking hin zu Analysemöglichkeiten und anderen Services für jeden Industrie- oder in Zukunft auch Privatbereich.

Der Hersteller hat sich die Weiterentwicklung der Cloud auf die Fahne geschrieben, auch wenn das vor einem Jahr noch ganz anders klang und wirbt mit auf die Cloud-Architektur zugeschnittenen Produkten.

Die Agrar-Cloud trotzt Missernten

Ein Beispiel aus der Praxis soll die Vision verdeutlichen. Da es in Japan immer weniger Nachwuchs in den Bauernfamilien gibt, fehlen Arbeiter für die Felder und erfahrene Bauern, die ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben können.

Die Agrararbeit bleibt aber und müsste sogar effektiver werden, um dem Klima zu trotzen und die weiter wachsende Zahl von Menschen in Japan (und auf der Erde) zu ernähren.

Fujitsu hat deshalb zusammen mit dem Bauerverband einen Feldversuch gestartet, bei dem Daten via GPS und anderen Sensoren gesammelt und in einer Datenbank verarbeitet werden.

Die Daten beinhalten Informationen über die Bodenbeschaffenheit der Felder, das Klima, aktuelle Temperaturen, Wasserstände, Wind, pH-Werte und so weiter. Damit lässt sich beispielsweise errechnen, wann die beste Zeit für die Aussaat oder Ernte ist oder ob die Bewässerung ausreichend funktioniert.

Die Cloud-Nutzung hat viele Varianten

Alle erforderlichen Prozesse passieren in der Cloud, in der die gesamte benötigte Infrastruktur vorhanden ist. Fujitsu bietet darüber hinaus die passenden Services wie Data Mining wund Visualisierung.

Es gilt das klassische Bezahlsystem: Im Frühjahr und im Sommer wird die Cloud mehr beansprucht, im Winter, wenn die Felder ruhen, weniger. Der Bauerverband zahlt für Leistungen aus der Cloud nur dann, wenn er Services daraus abruft.

Ähnliches sei auch in den Bereichen Verkehr oder Gesundheitswesen denkbar, erläutert Fujitsu-CEO Masami Yamamoto in einem offenen Brief. Daten über Verkehrsaufkommen und Gewohnheiten von Autofahrern ließen sich zur Vorbeugung von Staus oder Unfällen nutzen.

Und Informationen über den eigenen Gesundheitszustand könnten mittels Sensoren oder RFID-Tags an Datenbanken weitergeleitet werden, die so genanntes Context-aware Computing betreiben.

weiter mit: Data Mining in der Cloud

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