Blick in die Kristallkugel

Gartner listet strategische Technik-Trends 2018 auf

| Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Rainer Graefen

Gartner präsentiert die vermeintlich zehn wichtigsten Tech-Trends für 2018.
Gartner präsentiert die vermeintlich zehn wichtigsten Tech-Trends für 2018. (Bild: Gartner)

Noch ist das Jahr nicht zu Ende, da preschen die Ersten schon vor und wollen die Definitionshoheit für die Techniktrends des nächsten Jahres dominieren. Das Marktforschungsunternehmen Gartner legte im Oktober schon mal vor und präsentierte die zehn bedeutendsten strategischen Technik-Trends, die für Unternehmen im kommenden Jahr wichtig werden sollen.

Als strategische Technik-Trends definiert das Unternehmen dabei Trends mit erheblichem Potenzial, die gerade im breiten Markt ankommen oder ein hohes Wachstum vorweisen können.

Das große Thema im nächsten Jahr soll das Intelligent Digital Mesh werden. Dieses Zusammenspiel aus KI und Maschinenlernen, Virtual und Augmented Reality sowie einer adaptiven Sicherheitsarchitektur soll die Basis für das künftige digitale Business werden.

Die Trends

KI-Technik gehört ganz klar zur Basis künftiger Entwicklungen und soll mindestens bis 2020 ein hart umkämpfter Markt bleiben. Das Aufkommen immer intelligenterer Apps und Analysetechniken gehört ebenfalls dazu und, wie Gartner prophezeit, werden diese KI bald zu einer Technik des täglichen Gebrauchs machen.

Entsprechend sollen „intelligent things“, wie Gartner autonome Fahrzeuge, Roboter und Drohnen zusammenfasst, aus kontrollierten Umgebungen stärker in die Öffentlichkeit wie normale Straßen rücken.

Von digitalen Zwillingen

Ein „digital twin“ ist die digitale Abbildung eines real existierenden Systems im weitesten Sinne, und soll dazu dienen, das reale System besser zu verstehen und darauf aufbauend bessere Entscheidungen zu treffen. Im IoT-Kontext ist dieses Konzept am vielversprechendsten und Gartner erwartet hier in den nächsten Jahren große Fortschritte.

„Cloud to the Edge“ soll Cloud-Technik mit dezentralisierter Technik näher an den Einsatzort bringen und so Verbindungs- und Bandbreitenprobleme eliminieren.

Immersion und Konversation

Spannende Veränderungen sind mit dem Einzug der „conversational platforms“ zu erwarten, denn damit verlagert sich die Interpretation des Willens nun vom Menschen zum Computer, und in den kommenden Jahren sind auch hier große Entwicklungsschritte zu erwarten.

Virtual, Augmented und Mixed Reality sind schon länger in aller Munde, doch der kommerzielle Erfolg ist größtenteils auf den Unterhaltungssektor beschränkt. Anwendungen zur Ausbildung, Erhöhung der Produktivität oder erleichterter Visualisierung versprechen in der Zukunft noch deutlich weitergehenden geschäftlichen Nutzen.

Block um Block

Die Blockchain wandelt sich von einer Währungsplattform zu einer Plattform für digitale Transformation. Die wilden Ambitionen, die man ihr andichtet, kann sie derzeit allerdings noch nicht erfüllen – doch in zwei bis drei Jahren kann das ganz anders aussehen.

Ähnlich sieht es beim Event-driven business aus. Geschäftliche Ereignisse lassen sich heute schneller und detaillierter auswerten als je zuvor. Um Geschäftsmodelle auf Eventbasis zu entwickeln, sind jedoch Visionen gefragt, die heute noch nicht überall vorhanden sind.

Adaptive Sicherheit

Zur Absicherung digitaler Unternehmensmodelle ist eine laufend adaptierte Risiko- und Vertrauens-Analyse erforderlich. Damit sollen ständig angepasste Entscheidungen zur Risikovermeidung und –begrenzung möglich werden. Dazu sind aber auch Anpassungen bei Infrastruktur und Organisation erforderlich. Flexibilität ist oberstes Gebot.

Interessierte können diese Informationen im Gartner Special Report nachlesen, eine noch tiefergehende Analyse findet sich im „Smarter with Gartner“-Artikel zum selben Thema.

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