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„Eine einzelne Patientenstudie kann heute mehrere Dutzend Gigabyte umfassen“ Gesundheitswesen, unstrukturierte Daten und die Vorteile der Objektspeicherung

| Autor / Redakteur: Paul Speciale* / Dr. Jürgen Ehneß

Im Gesundheitswesen fällt heute eine Vielzahl unstrukturierter Daten an. Die umfangreichsten Files in diesem rasant wachsenden Datenberg werden am besten vermittels Objektspeicherung verwaltet. In den meisten mittelgroßen Krankenhäusern bis hin zu großen Kliniken gibt es heute ein Datenproblem im Petabyte-Bereich (oder gar darüber hinaus!), das sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch auf mit Blick auf den Kostenfaktor kritisch zu bewerten ist. Beide Brennpunkte können mithilfe von Objektspeicherung entschärft werden.

Enorme Datenmengen fallen in Kliniken etwa durch den Einsatz der Magnetresonanztomographie an.
Enorme Datenmengen fallen in Kliniken etwa durch den Einsatz der Magnetresonanztomographie an.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der mehrheitliche Anteil in der digitalen Medizin liegt im Bereich unstrukturierter Daten. Das umfasst nicht-aufzeichnungsorientierte Daten, die als Dateien für medizinische Bilder und Scans aller Art dargestellt werden. Diese Daten werden von PACS- und VNA-Anwendungen verwaltet.

Andere Arten von unstrukturierten Daten im Gesundheitswesen umfassen regelmäßige Backups von Datenbanksystemen, Dokumente im Gesundheitswesen und inzwischen zudem auch Genomikdaten. Letztlich ist dieser letztgenannte der Bereich, in dem das signifikante Wachstum stattfindet. Die meisten Studien zeigen, dass diese unstrukturierten Informationen 80 Prozent aller Daten ausmachen, und der weitaus größte Teil davon, bis zu 90 Prozent entsteht im Kontext medizinischer Bilder. Diese Art großer, unstrukturierter Datenvolumen ist prädestiniert für die Speicherung auf Objektspeichern, da insbesondere diese Lösungen eine unbegrenzte Skalierbarkeit bieten.

Vielzahl digitaler Bilder

Speziell in der Radiologie gibt es viele Arten von diagnostischen, digitalen Bildgebungsmodalitäten wie etwa MRTs, CTs, Röntgenaufnahmen sowie Ultraschall. Und natürlich entstehen auch in der Pathologie, der Angiographie sowie der Onkologie eine Vielzahl digitaler Bilder.

Da sich die Scanner und Bildgebungstechniken weiterentwickelt haben und eine immer höhere Auflösung und Bildtreue bieten, nehmen auch die von ihnen erzeugten Dateigrößen beständig zu. Eine einzelne Patientenstudie kann heute Dutzende von Gigabyte umfassen. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass die Gesamtheit aller Patientenstudien in einem großen Klinikum zu einem massiven Multiplikatoreffekt im Hinblick auf das Datenwachstum wird.

Die Leistung beim Speichern und Abrufen dieser Art von Diagnosebildern ist ein weiterer wichtiger Vorteil der Objektspeicherung. Viele dieser Systeme sind nicht nur in der Lage, die Kapazität des Speichers zu skalieren, sondern auch die Leistung. Die Objektspeicherung ist so optimiert, dass sie den besten Durchsatz für diese Art von großen Dateinutzlasten bietet. Klinische Einstellungen sind auf Bildarchive auf Bandspeicherung angewiesen, und im Vergleich dazu kann ein plattenbasiertes Bildarchiv die Bildabrufzeiten von Minuten (Tape) auf Sekunden reduzieren. Dies ist ein praktischer Vorteil für die IT vor Ort in einem Klinikum im Rahmen der Patientenversorgung.

Der Wert der Daten

Wir müssen auch die Notwendigkeit einer langfristigen, sicheren Aufbewahrung der Daten berücksichtigen. Der Wert der Daten steht dabei im Mittelpunkt. Krankenhäuser haben aus Gründen der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften die Pflicht, Daten über Jahre hinweg vorzuhalten. Die Wachstumsprobleme werden verschärft, weil die langfristige Aufbewahrung in einer äußerst zuverlässigen Weise vorgeschrieben ist. Auch hier bieten die Skalierbarkeit und die Zuverlässigkeit der Objektspeicherung eine ideale Lösung mit Blick auf die Etablierung von Langzeitarchiven.

Das rasante Datenwachstum macht die Kosten für die medizinische Bildspeicherung zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Budgets. Die Objektspeicherung auf standardmäßigen (x86-basierten) Hardware-Plattformen ermöglicht es Anwendern im Gesundheitswesen, von einer Commodity-getriebenen Kostenkurven zu profitieren, was zu einer drastischen Senkung der Gesamtbetriebskosten beitragen kann.

Paul Speciale, Chief Product Officer bei Scality.
Paul Speciale, Chief Product Officer bei Scality.
(Bild: Scality)

Wie in einer erst jüngst durchgeführten Kundenumfrage von IDC festgestellt wurde, können neue Generationen skalierbarer Datenplattformen zahlreiche Vorteile bieten, darunter Total-Cost-of-Ownership-Reduktionen mit Blick auf diese sehr spezifischen Herausforderungen des Datenwachstums im Gesundheitswesen.

*Der Autor: Als Chief Product Officer leitet Paul Speciale die globale Marketingorganisation von Scality sowohl im Produkt- als auch im Unternehmensmarketing. Pauls Erfahrung umfasst mehr als 20 Jahre Branchenerfahrung.

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