Interview mit Robert C. Woolery zu Nexsans AutoMAID

„Get green with speed”

Seite: 4/5

Firmen zum Thema

Warum kann man nicht bei 4.000 Umdrehungen lesen und schreiben? Sie müssen die Festplatte also erst wieder hochfahren?

Woolery: Ja, wir müssen sie wieder hochfahren. Wir senden einen Befehl, der die Disk anweist, wieder mit voller Umdrehungszahl zu arbeiten. Ich bin momentan überfragt, ob es möglich ist, mit 4.000 Umdrehungen zu arbeiten. Aber die Anwender wollen die volle Geschwindigkeit einer 7.500-RPM-Disk. Schließlich haben sie die Disk aus diesem Grund gekauft. Zudem wollen wir diese reduzierte Geschwindigkeit gar nicht anbieten. Also fahren wir sie wieder hoch.

Unsere dritte und letzte Stufe, mit der man bis zu 60 Prozent Energie einsparen kann, versetzt Festplatten in einen leichten Ruhemodus. Das heißt, es fließt noch immer Strom durch das Laufwerk. Wir schalten also den Strom nicht vollständig ab, sodass noch immer Diagnosefunktionen und Integritätstest möglich sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man nur 30 Sekunden warten muss, bis man wieder auf die Festplatte zugreifen kann. Danach funktioniert wieder alles wie gewohnt. Und nun muss man sich vor Augen halten, dass Festplatten zu etwa 80 Prozent für den Gesamtenergieverbrauch eines Speichersystems verantwortlich sind, da sie sich ja permanent drehen.

Kann ich diese Stromsparmodi programmieren oder ist das fest eingestellt?

Woolery: Wir lassen unseren Kunden die Wahl, ob sie Stufe 1, 2, 3 oder keine einsetzen möchten. Das geschieht ganz leicht über einen Eingabebildschirm, auf dem man ein beliebiges Laufwerk auswählen kann. Man kann die Stufen sowohl für einzelne Laufwerke als auch für das gesamte System setzen.

Zudem bieten wir eine Timerfunktion an, mit der man beispielsweise festlegen kann, dass eine inaktive Disk nach 15 Minuten auf Stufe 1 und nach einer halben Stunde auf Stufe 2 gesetzt wird. Ganz wie Sie möchten. Bei unseren Kunden sehen wir, dass sie unter der Woche während der Geschäftszeiten den Normalbetrieb oder Stufe 1 für die Festplatten verwenden. Nach Feierabend versetzen sie die Disks in Stufe 2 und am Wochenende, wenn erfahrungsgemäß nur selten gearbeitet wird, dann auf Stufe 3.

Weiter mit: Keine Angst vor Timeouts

(ID:2017931)