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Zwei unterschiedliche Dateivirtualisierungstechniken

Globaler Namensraum, Dateivirtualisierung und Migration von Dateien

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Das Programm findet sämtliche DFS-Roots, die in einem oder mehreren Namensräumen vorliegen, zeigt sie an und setzt die logischen Ansichten und physischen Rechner des gesamten Unternehmens in Bezug. StorageX stellt eine grafische Ansicht von DFS-Roots und Verknüpfungen bereit sowie Ansichten logisch-zu-physisch und physisch-zu-logisch. So kann der Administrator erkennen, welche Nutzer und Anwendungen von bestimmten Rechnern abhängen.

Diese Architektur funktioniert gut in Unternehmen, die einen einheitlichen Speicherraum über mehrere Rechenzentren hin benötigen. Andererseits können Administratoren ein Problem mit der Dateiverwaltung von Storage X haben. Bei Windows-basierten Clients nutzt der Replication Manager von StorageX den nativen Windows-Agenten, um Dateien zu verschieben. Unter Unix und Linux installiert der StorageX einen eigenen Replikationsagenten, der das NFS-Protokoll verwendet. Das bedeutet, dass StorageX die erforderlichen Zugriffsrechte zu den entsprechenden Unix- und Linux-System benötigt, um diesen Agenten installieren zu können.

FME zur Dateimigration

Der Vorteil der hohen Skalierbarkeit der Out-of-Band-Lösung von StorageX steht der Nachteil gegenüber, dass Dateien oder Verzeichnisse nicht im Betrieb verschoben werden können. Hier kommt die File Management Engine (FME) zum Zug, die im In-Band-Modus arbeitet. Es handelt sich dabei um eine Virtualisierungs-Appliance, die es ermöglicht, dynamisch auch geöffnete Dateien und Verzeichnisse im Betrieb zu verschieben oder regelgesteuert Dateien zu managen. Die Lösung kann auch im Sinne eines Hierarchical Storage Managements eingesetzt werden, indem Dateien nach ihrer Priorität auf entsprechende Speichermedien abgelegt werden.

FME besitzt Mechanismen, um Dateien je nach ihrem Zustand (geöffnet, gerade geöffnet, geschlossen oder gelockt) zu verschieben. Die Lösung kann dies auch regelgesteuert automatisch durchführen. Da die Anwender nur logisch auf eine Datei zugreifen, haben sie auch während des Prozess des Verschiebens Zugriff auf die Datei, deren physikalischer Ort sich ändert oder geändert hat. Sie unterstützt Active Directory, SMB, CIFS sowie DFS.

Eine Besonderheit von FME: Anstelle von Stub-Files (Dateien mit Metadaten, die zur Rücksicherung der Originaldatei nötig sind) nutzt FME eine XML-Datei, in der nur die Informationen abgelegt sind, wo die Datei nach dem Verschieben abgelegt ist. Dadurch vermeidet die Lösung Konflikte mit Virenscannern oder mit Backup-Lösungen. Dateien müssen für ein Backup nicht mehr zurückgeholt werden, so dass der Netzverkehr nicht zusätzlich belastet wird.

Ausblick

Bisher arbeiten die beiden Lösungen StorageX und FME getrennt voneinander. Um Dateien zu migrieren, müssen Administratoren von StorageX auf FME wechseln. „Wir arbeiten daran, beide Systeme miteinander zu verbinden, so dass sie unter einer Oberfläche als Dienste zur Verfügung stehen“, sagt De Luca. Auch denkt Brocade daran, eine Suchmaschine in die Lösung zu integrieren sowie Reportingmöglichkeiten.

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