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Technik von Overland Storage im Einsatz beim Outdoor-Ausrüster Globetrotter setzt beim Backup auf Deduplizierung und Tape

Autor / Redakteur: Michael Linke, EDV-Leiter bei Globetrotter Ausrüstung / Nico Litzel

Eine gute Ausrüstung, die nichts dem Zufall überlässt, gehört für Globetrotter Ausrüstung zur Basis des Erfolgs – auch in der IT: Bei der Datensicherung setzt das Unternehmen auf Technik von Overland Storage und rüstet sich optimal gegen einen Geschäftsausfall.

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Steigende Datenmengen bereiteten dem Outdoor-Ausrüster Globetrotter Probleme bei der Datensicherung. Overland Storage konnte mit Deduplizierungs- und Bandtechnik das Backup vereinfachen und effizienter gestalten.
Steigende Datenmengen bereiteten dem Outdoor-Ausrüster Globetrotter Probleme bei der Datensicherung. Overland Storage konnte mit Deduplizierungs- und Bandtechnik das Backup vereinfachen und effizienter gestalten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Qualitätsausrüstung für Reisende und Weltenbummler steht bei Globetrotter Ausrüstung seit 30 Jahren im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zusammen mit der Kundenbasis wuchs auch der Datenbestand in den vergangenen Jahren stetig an. In mittlerweile sechs Filialen sammeln sich digitale Informationen über Waren, Kataloge und interne Belange.

Für Globetrotter Ausrüstung gilt das Geschäftsmotto auch im eigenen Haus: Nur mit guter Ausstattung kommt man sicher ans Ziel. Somit muss der Geschäftserfolg auch mit einer guten IT-Infrastruktur abgesichert werden. Daten nur ablegen wurde dem Unternehmen zu unsicher und so suchte die Zentrale in Hamburg nach einem zuverlässigen Partner, der die passende Backup-Ausrüstung bereitstellen konnte. Ziel war es, nicht nur ein reibungslos funktionierendes Backup, sondern auch eine sinnvolle und zuverlässige Ausfallstrategie umzusetzen.

„Unsere Daten sind ein wichtiger Teil unserer Geschäftsfähigkeit“, erklärt Christian Leesch, Leiter des Rechenzentrums bei Globetrotter. „Damit die Geschäftsprozesse problemlos laufen, benötigen wir eine gut funktionierende IT-Ausrüstung. Aus diesem Grund standen Backup und Disaster Recovery bei der Erneuerung unserer EDV-Umgebung ganz oben auf der Prioritätsliste.“

Bereits im September 1979 eröffneten die Firmengründer Klaus Denart und Peter Lechhart Norddeutschlands erstes Spezialgeschäft für Expeditionen, Safaris, Survival und Trekking in Hamburg. Die Idee setzte sich schnell durch und das Unternehmen wurde einer der führenden Trekkingausrüster in Deutschland. Innerhalb der folgenden Jahre kamen Filialen in Dresden, Berlin, Frankfurt, Köln und Bonn hinzu. Der Run auf Leichtgewichtszelte, Rucksäcke, Schlafsäcke, funktionelle Bekleidung, Kletterausrüstung, Kanus und zahlreiche Artikel wie Kocher, Kompasse, Taschenlampen und spezielle Wasserfilter ließ nicht nur das Geschäft, sondern auch dessen Anforderungen wachsen.

Weiter mit: Wachsender Datenbestand stellt IT vor Herausforderungen

Wachsender Datenbestand stellt IT vor Herausforderungen

Die stetig größer werdenden Datenbestände verlangten nach einer kontinuierlichen Anpassung der internen Infrastrukturen. Die Wichtigkeit der Daten war dem Unternehmen zwar stets bewusst. Allerdings konnte die IT nicht immer mit dem rapiden Datenwachstum und damit verbundenen Anforderungen mithalten. „Unser Backup beschränkte sich auf Datensicherung auf Band und nahm fast die gesamte Nacht in Anspruch“, erklärt Leesch. „Es wurde immer ein volles Backup durchgeführt, was das Zeitfenster enorm ausdehnte. Zudem existierte keine sinnvolle Disaster-Recovery-Strategie, sodass im Falle eines Systemausfalls oder anderer Störungen eventuell mit Datenverlust zu rechnen gewesen wäre. Da die meisten Informationen bares Geschäftskapital bedeuten, musste dieser Zustand dringend behoben werden.“

Gesucht: Intelligente, automatische Backups und Disaster Recovery

Das IT-Team um Leesch suchte nach einer Lösung, die intelligente und automatische Backups realisiert sowie die Basis für ein zuverlässiges und zügiges Disaster Recovery garantiert. Darüber hinaus sollte das Problem des zu langsam und unstetig laufenden Datenstroms abgeschafft werden. Dieser kann bei der Sicherung auf Band zu Dateninkonsistenz führen.

Die gesuchte Datensicherungslösung sollte alle produktiven Komponenten umfassen. Dazu gehören etwa 50 Server, auf denen das Warenwirtschaftssystem, Katalogdatenbanken, Buchhaltungsdaten und Entwicklungsinformationen abgelegt sind. Zwei Bladecenter, gefüllt mit ESX-Servern, bilden zudem zahlreiche virtuelle Maschinen ab, die ebenso ins Backup-Szenario integriert werden sollten. Daraus ergibt sich zudem eine anspruchsvolle Mischung an zu sichernden Anwendungen – zum Beispiel SAP oder SQL – und Betriebssystemen, beispielsweise Linux, Netware und Windows.

Des Weiteren war die täglich zu sichernde Datenmenge auf etwa ein Terabyte angewachsen und verlangte nach einem leistungsstarken und skalierbaren Backup sowie einer adäquaten Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie.

Weiter mit: VTL garantiert Backup und Recovery

VTL garantiert Backup und Recovery

Globetrotter Ausrüstung entschied sich nach einer professionellen Beratung durch das Systemhaus Netreletion für eine Lösung von Overland Storage. Zum Einsatz kommen nun die Virtual Tape Library 9500D sowie die Bandbibliothek Arcvault 24, die zusammen eine umfassende Datensicherung gewährleisten. Als Primärspeicher fungieren zwei Enterprise Virtual Arrays von Hewlett-Packard, die über eine Dual Fabric per Fibre Channel (FC) an ein IP-SAN angeschlossen sind.

Die VTL 9500D übernimmt die sekundäre Datensicherung und ist über zwei FC-Schnittstellen mit dem SAN verbunden, um einen Lastenausgleich über die Datenpfade zu garantieren. Das Backup erfolgt über einen Backupserver mit entsprechender Software von Bakbone. Dazu gehört Netvault Backup, das Integrationsmodul VMware APM sowie Virtual Consolidated Backup (VCB). Durch VCB lassen sich die Daten der virtuellen Maschinen direkt aus dem SAN heraus sichern. Dieses sogenannte LAN-free Backup ermöglicht eine Datensicherung der ESX-Server, ohne dabei produktive Prozesse im Netzwerk zu beeinträchtigen.

Die Overland 9500D ist mit 24 SATA-Disks à 500 Gigabyte ausgestattet und bietet dem Reisefachmann nun 7,5 Terabyte Gesamtspeicherkapazität fürs Backup (vor der Deduplizierung). Das Arcvault-Modell fasst bis zu 24 LTO-4-Bänder und erreicht so ein unkomprimiertes Speichervolumen von 19,2 Terabyte.

Die Festplattentechnik der VTL umgeht die Nachteile einer Direktsicherung auf Band: Der Datenstrom kann kontinuierlich auf Disks geschrieben und danach zentral an die Arcvault 24 transferiert werden. Inkonsistenzen sind so ausgeschlossen.

„Durch die VTL 9500D erhält die Datensicherung die nötige Intelligenz“, erklärt Klaus Lenfers, Geschäftsführer bei Netreletion. „Es lassen sich Daten aus dem LAN, aber auch direkt aus dem SAN sichern. Darüber hinaus haben wir Automatismen aufgesetzt, die mögliche Fehler durch Handhabung ausschließen. Dadurch erfolgt das Backup zentral gesteuert, automatisch und fehlerfrei.”

In einem anderen Gebäude existiert eine hochverfügbare Disaster-Recovery-Umgebung mit identischer Hardware-Ausstattung. Alle Daten werden dorthin synchron gespiegelt, sodass im Falle einer Störung dieses zweite Rechenzentrum in kürzester Zeit sämtliche Aufgaben übernehmen kann. Falls Daten nicht verfügbar sein sollten, stehen diese dann auf der VTL zur Verfügung.

Weiter mit: Backups ohne manuellen Eingriff

Backups ohne manuellen Eingriff

„Wir haben unser Backup-Verhalten drastisch verändert“, sagt Leesch. „Da alles automatisch abläuft, fällt für uns der tägliche manuelle Einsatz weg. Die Sicherheit des Backups ist ungleich höher geworden. Darüber hinaus können wir auf einen zweiten Standort zugreifen und stehen im Falle eines Systemcrashs nicht ohne Daten da. Damit sind wir nun stets geschäftstüchtig.“

Weniger ist mehr – Ressourcen sparen mit Datendeduplizierung

Um die neu installierten Ressourcen auch langfristig optimal nutzen zu können, wählte der Leesch eine Lösung, die Daten dedupliziert, also Datenredundanzen beseitigt. Die Deduplizierungstechnik prüft die Daten auf Blockebene auf redundante Anteile und eliminiert diese. Das führt dazu, dass weniger Speicherplatz benötigt wird. Die Installation bei Globetrotter erreicht eine Deduplizierungsrate von bis zu 15:1.

„Durch die Deduplizierung in Kombination mit der neuen Strategie und der einzelnen Komponenten hat unser Backup noch viel Luft und bietet uns noch Platz zu wachsen“, sagt RZ-Leiter Leesch. „Die gute Beratung und schnelle Installation durch Netreletion sowie die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis von Overland haben uns überzeugt. Unsere Datensicherung erfolgt absolut reibungslos und ein eventuell technisches Problem müssen wir nicht fürchten. Mit diesem Backup und der Infrastruktur kommen wir auch künftig auf allen IT-Wegen gut voran.“

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