Herausragende Konzepte für eine grüne Informationstechnik gesucht

GreenIT Best Practice Award 2011 – jetzt geht`s los!

01.03.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Der Wettbewerb GreenIT startet heute.
Der Wettbewerb GreenIT startet heute.

Zum einen gewinnen Nachhaltigkeitsberichte an Bedeutung. Zum anderen ändern sich die Ziele und Metriken dramatisch und Service Provider sind nicht in der Lage, die Unternehmen mit soliden Informationen zu versorgen, sagt die Experton Group. Da kommt der bundesweite Wettbewerb „GreenIT Best Practice Award 2011“ gerade recht. Die Ausschreibung beginnt heute auf der CeBIT 2011.

Mit dem Preis sollen Konzepte und Lösungen ausgezeichnet werden, die auf vorbildliche Weise zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) beitragen. Bewerben können sich Unternehmen und Institutionen jeder Größe und aller Branchen sowie Berater und Systemhäuser.

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb im vergangenen Jahr. Doch in der kurzlebigen Welt der IT-Hypes scheint das Thema GreenIT mittlerweile nur noch wenig Interesse zu wecken – zumindest das Marketing der Anbieter deutet darauf hin. Doch die Analysten der Experton Group Anderas Zilch und Friedehelm Barczik sind anderer Meinung: „GreenIT, Outsourcing und Nachhaltigkeitsberichte – da gibt es noch einiges zu tun“, schreiben sie.

Tatsächlich seien die technischen Möglichkeiten, im Rechenzentrum und bei verteilten Systemen Energie einzusparen, bei einem akzeptablen Reifegrad angelangt. War in den letzten Jahren das Thema Kostensparen durch GreenIT stark im Fokus, so rücke aktuell die Verbindung zu neu proklamierten Unternehmenszielen zunehmend in den Vordergrund.

Berichte über Nachhaltigkeit gehören dazu

Immer mehr Unternehmen erstellten und veröffentlichen sehr differenzierte Nachhaltigkeitsberichte (Sustainability Reports). Diese seien besonders bei größeren Unternehmen und Konzernen Teil des Unternehmensleitbildes und der Unternehmensziele.

Neben anderen Aspekten der Nachhaltigkeit, wie umweltfreundliche und menschenwürdige Produktionsmethoden, Müllvermeidung und Recycling, gehöre die Reduzierung des primären Energieverbrauchs und der damit in engem Zusammenhang stehende „CO2-Ausstoß“ des Unternehmens, zu den wesentlichen Steuerungsgrößen. Die Bedeutung sei dabei stark branchenabhängig.

Nach Angaben der Analysten liegt der Anteil des IT-Energieverbrauchs am Gesamt-Energie-Verbrauch des Unternehmens in der Stahlindustrie im Promillebereich, in der Automobilindustrie im unteren einstelligen Prozentbereich. Dagegen erreicht diese Quote bei Dienstleistungsunternehmen, Behörden und insbesondere bei Banken und Versicherungen 40 bis 60 Prozent des primären Energieverbrauchs – mit entsprechender Bedeutung und signifikanten Verbesserungsmöglichkeiten.

Energieverbrauch in Rechenzentren

„Der Energieverbrauch des Rechenzentrums ist bereits in vielen, aber leider bei weitem noch nicht in allen Fällen messbar und kann in die Energiebilanz einfließen“, sagen die Experton-Group-Beobachter. Bei den verteilten Systemen (Desktops, Monitoren, Notebooks, Drucker, …) sei die Messmöglichkeit zwar technisch gegeben, wird aber in der Praxis nur relativ selten angewandt.

Hier könnten aber auch qualifizierte Abschätzungen weiter helfen. Der Energieverbrauch der internen IT ließe sich in vielen Fällen so relativ solide abgebilden und berichten.

„Ganz anders sieht das bei externen IT-Services aus“, stellen Zilch und Barczik fest. Einzige Ausnahme sei das Housing, bei dem der Kunde monatlich den Energieverbrauch mit der Rechnung bekomme.

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