Seit elf Jahren ist Storage der Dauerbrenner der Vogel IT-Akademie

Großes Teilnehmerinteresse an Software-gesteuerter Storage-Technik

| Redakteur: Rainer Graefen

(Bild: VBM-Archiv)

Innovative Storage-Produkte zu erklären oder gar die Storage-Zukunft einzuschätzen und einem breiten Publikum zu vermitteln, ist nicht einfach. Der Vogel IT-Akademie ist das auch im elften Jahr ihres Bestehens hervorragend gelungen.

Obwohl Unternehmen inzwischen 30 bis 60 Prozent ihres Budgets für Speichertechnik ausgeben, wie aus berufenem Analystenmund häufiger zu hören ist, wird Storage doch von den Verbrauchern gerne als selbstverständliche Ressource unterstellt.

Speicher wird in immer größeren Mengen konsumiert und Dutzende von Service-Providern verschenken Kapazitäten in Gigabyte-Dimensionen. Kein leichtes Unterfangen also, auch große Säle mit einem Themenkomplex zu füllen, der sich scheinbar nur um ein Commodity-Thema dreht.

Ausgebuchte Veranstaltungsorte

Mit annähernd 900 Teilnehmern und 31 Ausstellern waren die Veranstaltungsorte in Neuss, Darmstadt, Hamburg und München bis zur zulässigen Kapazität ausgeschöpft. Dank ausgewählter Vortragsredner, die den Stand moderner Technik anschaulich vermitteln können, war auch in diesem Jahr das Publikum begeistert von den Inhalten wie der reibungslosen Planung.

Stellvertretend für viele andere lobte ein Besucher: „Eine sehr gelungene Veranstaltung mit breitem Themenspektrum. Die Aussteller waren fachkompetent und das Veranstaltungsambiente zum Wohlfühlen“.

Und ein weitere Teilnehmer ergänzt: „Es war ein intensiver, informationsgeladener Tag mit interessanten Neuigkeiten und lehrreichen Gesprächen mit Lieferanten und Kollegen. Danke dafür!“

Fokus auf Cloud Computing und SSD

Ein wenig in den Hintergrund gerieten in diesem Jahr die klassischen Speicherthemen Backup und Archivierung. Doch das wird sich wieder ändern, wenn bei der Deduplizierung auch andere Datenkopien wie Snapshots und Replikation einbezogen werden. In diesem Jahr hatten sich viele Vortragsredner wie Aussteller auf die von Keynote-Sprecher Kurt Gerecke so genannte „Große Kluft“ fokussiert.

Die große Kluft dreht sich um den Datenzugriff zwischen einer Nanosekunde und einer Millisekunde. Mithilfe moderner und zukünftiger Flash-Technik lassen sich in diesem „winzigen“ Zeitbereich Tausende von Operationen durchführen und so unternehmenskritische Datenabfragen immens beschleunigen.

Die große Kluft zwischen DRAM- und Festplattenspeicher ist durch den Einsatz von Halbleiterfestplatten zwar kleiner geworden, bietet allerdings immer noch viel Spielraum für Innovationen, wie Kurt Gerecke anschaulich an den Beispielen Phase Change Memory (PCM) und Spin-Torque Transfer Magnetic RAMs (STT-MRAMs) erläuterte.

Das zweite große Innovationsthema auf der Storage Technology Conference waren die Software-Layer, die den Speicherzugriff innerhalb des Rechenzentrums und hin zum Cloud-Speicher flexibler machen werden.

Innerhalb des Rechenzentrums geht es um Software Defined Storage (SDS), nach außen scheint OpenStack das Rennen zu machen. Große wie kleine Speicherhersteller sind sich in diesem speziellen Fall einmal einig, dass proprietäre Lösungen keinem helfen und die Speicherung von Daten in der Cloud auf lange Zeit behindern würden.

Anwendungsorientierung wird groß geschrieben

Übergreifendes Thema der Storage Technology Conference war wie auch in den vergangenen Jahren das Einsparpotenzial, das im wachsenden Storage-Verbrauch steckt. Klaus Kupfer von Nimble Storage erläuterte dies zum Beispiel an der Fragestellung, „wie man von vier TByte auf ein PByte und von 15.000 auf bis zu 400.000 IOPS skaliert – und das ohne Datenmigration."

Und Senior Solution Sales Specialist Robert Gorbahn erläuterte in seinem Early-Bird-Vortrag, wie Microsoft den lokalen Unternehmensspeicher mittels der StorSimple-Appliance höher verfügbar macht. Ohne Aufpreis lassen sich unkritische Daten in Microsofts Cloud Azure replizieren.

Auf der nächsten Veranstaltung werden die Teilnehmer sicherlich von vielen Herstellern mit interessanten Cloud-Angeboten konfrontiert werden. Schon jetzt ist zu bemerken, dass die Preise für Cloud Storage stark unter Druck stehen. EMC unterbietet beispielsweise Amazon. Die Vogel IT-Akademie wird somit auch im nächsten Jahr wieder eine Fülle von Informationen in geballter Form vorzustellen haben.

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