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2019 Netwrix Cloud Data Security Report Grundlos in die Cloud

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Im Rahmen einer Studie hat Netwrix herausgefunden, dass mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen aus der Finanzbranche Daten ohne Grund in der Cloud gespeichert haben. Dies hat Folgen bezüglich der Datensicherheit.

Ab in die Cloud – aber bitte nicht planlos!
Ab in die Cloud – aber bitte nicht planlos!
(Bild: © Tadija Savic - stock.adobe.com)

In Krimis fördert die Frage nach dem Motiv oft Erstaunliches zutage – den Autoren und Drehbuchschreibern sei Dank. Doch auch in der realen Welt und abseits kreativer Morde stößt man zuweilen auf bemerkenswerte Kausalitäten – oder aber deren Fehlen. So hat der Anbieter von Informationssicherheit und Governance Netwrix Ursachenforschung bezüglich der Datenspeicherung in der Cloud betrieben und präsentiert nun eine überraschende Erkenntnis: Dem für die Finanzbranche zusammengestellten globalen „2019 Netwrix Cloud Data Security Report“ zufolge haben 27 Prozent der IT-Teams ebendieser Branche ohne einen echten Grund Unternehmensdaten in die Cloud migriert.

Zu diesem an sich schon skurrilen Umstand kommt, dass keines der Teams dafür ein Budget erhielt. Die Folge der eigenmächtigen motivfreien und finanziell nicht unterstützten Datenverschiebungen: Rund ein Drittel (32 %) der betroffenen Unternehmen verstieß dadurch gegen die Datensicherheit – was angesichts der branchenbedingt sensiblen Daten als besonders heikel einzuschätzen ist. Naheliegend ist zudem, einen Zusammenhang mit Sicherheitsvorfällen in Cloud-Umgebungen zu vermuten: 56 Prozent der Finanzorganisationen, die 2018 von derartigen Vorfällen betroffen waren, konnten den oder die Verantwortlichen nicht ermitteln.

Steve Dickson, CEO von Netwrix.
Steve Dickson, CEO von Netwrix.
(Bild: Netwrix)

Auch eine branchenspezifische Zahl zur Abwanderung aus der Cloud hat der Netwrix-Report parat: 31 Prozent der weltweit 750 befragten Unternehmen erwägen, ihre Daten aus der Cloud zurückzuholen und wieder On-Premises zu speichern. Als Hauptgründe werden „Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, der Zuverlässigkeit und der Leistung sowie die hohen Kosten“ angegeben.

Insgesamt attestiert die Studie der Finanzbranche ein sinkendes Interesse am Cloud-Storage: So sei etwa der Anteil der Unternehmen mit einem „Cloud-first“-Ansatz von 47 Prozent im vergangenen Jahr auf nun 31 Prozent zurückgegangen. Auch das finanzielle Engagement spricht Bände: Fürs laufende Jahr 2019 erhielten 55 Prozent der Organisationen kein Extrabudget für Cloud-Sicherheit.

Steve Dickson, CEO von Netwrix, kommentiert die Ergebnisse des Reports: „Um sicherzustellen, dass Investitionen in Cloud-Technologien maximalen Wert liefern, sowie zum Schutz ihrer Daten sollten Finanzorganisationen ihre IT-Initiativen auf ihre Geschäftsziele ausrichten. Dies wird erreicht, indem das Management und das IT-Personal eine enge Kommunikation miteinander aufbauen, so dass das IT-Team die nötige Unterstützung erhält, um eine effektive Cloud-Sicherheitsstrategie zu entwickeln.“

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