FalconStor Network Storage Server (NSS) im Einsatz bei der AFG Hochverfügbarkeit für die Automobilindustrie

Autor / Redakteur: Arno Lücht / Nico Litzel

In der Automobilbranche ist der Kostendruck außerordentlich hoch. Viele Unternehmer suchen derzeit nach neuen Wegen, ihre IT-Infrastruktur zu verbessern, um wirtschaftlich für die Zukunft sicher aufgestellt zu sein. Die Hochverfügbarkeit steigern und gleichzeitig die Kosten senken – diese Aufgabe stellte sich auch die Rüsselsheimer Allgemeinen Fahrzeugübernahme-Gesellschaft mbH (AFG) und ersetzte ihre auf Hardware basierende Datensicherungslösung durch eine Virtualisierungslösung.

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Die Rüsselsheimer Allgemeine Fahrzeugübernahme-Gesellschaft mbH (AFG) ersetzte ihre Hardware basierende Datensicherungslösung durch eine Virtualisierungslösung. So konnte das Unternehmen die Hochverfügbarkeit steigern und gleichzeitig Kosten senken.
Die Rüsselsheimer Allgemeine Fahrzeugübernahme-Gesellschaft mbH (AFG) ersetzte ihre Hardware basierende Datensicherungslösung durch eine Virtualisierungslösung. So konnte das Unternehmen die Hochverfügbarkeit steigern und gleichzeitig Kosten senken.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die AFG ist Dienstleister an der Schnittstelle zwischen Fahrzeugherstellern und den Spediteuren beziehungsweise Frachtführern. Sie sorgt für den reibungslosen Ablauf der Logistik für die Auslieferung der Fahrzeuge von den Werksversandplätzen entlang der gesamten Distributionskette bis zum Händler. Eine der Hauptaufgaben der AFG ist, diese Distributionskette optimal zu steuern und durch Software transparent und kosteneffizient zu betreiben.

Die AFG betreibt und steuert für einen großen deutschen Fahrzeughersteller die IT-Systeme in der Distributionskette und stellt diese transparent dar. Dazu wird die selbst entwickelte Software NetAFG zur Verteilung der Daten an sämtliche Dienstleister im Verkehrsmarkt eingesetzt und die Software DispAFG als Dispositions- und Versandmanagementsoftware mit Stellplatzverwaltung.

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Geringe Server-Auslastung

Der Datenbank-Server mit NetAFG-Software ist über Standleitungen an die verschiedenen Werksversandstandorte angebunden. In den einzelnen Standorten lief die Software DispAFG in der Vergangenheit auf einem dedizierten Datenbank-Server mit Backupserver. Diese Lösung war sehr Server-intensiv, da für jeden Standort mindestens ein produktiver Datenbankserver plus Backserver benötigt wurde. Viele Server waren somit nicht ständig ausgelastet und der Administrationsaufwand war sehr hoch. „Aus technischer Sicht war diese Lösung völlig veraltet und aus wirtschaftlicher Sicht für die Zukunft nicht mehr tragbar“, erläutert Alexander Büschen, Prokurist der AFG.

Einstieg in die Hochverfügbarkeit

Die Rüsselsheimer suchten deshalb nach einer neuen Lösung, die als Hauptanforderung den Einstieg in die Hochverfügbarkeit ermöglichen sollte. Insbesondere sollte eine hochverfügbare Storage-Lösung für das Rechenzentrum am Standort Rüsselsheim geschaffen werden. Da vorher die IT-Ressourcen auf viele Standorte verteilt waren, strebten die Rüsselsheimer neben der Hochverfügbarkeit auch die Zentralisierung der IT-Ressourcen an. Alle Nutzer sollen zukünftig über alleinige Nutzung von Citrix-Clients außerhalb Rüsselsheims auf die Datenbanken der AFG zugreifen können.

Wesentliches Ziel war zudem auch eine Verringerung der physischen Servern durch Virtualisierung. „Ohne Virtualisierung hätten wir eine Vielzahl an Servern im Einsatz, auf denen teilweise nur eine geringe Zahl an Clients zugreift“, erklärt Büschen. Die neue Lösung sollte zudem skalierbar sein. Der Kostenfaktor spielte natürlich auch ein Rolle, sodass die Lösung zu ökonomisch vertretbaren Kosten umgesetzt werden kann.

Weiter mit: Implementierung in drei Wochen

Implementierung in drei Wochen

Gemeinsam mit dem Systempartner Janz Informationssysteme AG entwickelten die Rüsselsheimer eine Gesamtlösung, bei der die Virtualisierungssoftware von FalconStor – FalconStor Network Storage Server (NSS) – ein wesentlicher Bestandteil war. NSS integriert die Speichervirtualisierung und -Bereitstellung über mehrere Disk Arrays und Verbindungsprotokolle für eine einfache und skalierbare SAN-Lösung. FalconStor NSS stellt den Hosts virtuelle Festplatten via Fibre Channel, iSCSI oder InfiniBand zur Verfügung und liefert Leistungsfähigkeit, Kompatibilität und Zuverlässigkeit der Enterprise-Klasse sowie heterogenes Speichermanagement.

„Die FalconStor-Software wurde uns als bewährtes Produkt mit gutem Support empfohlen, das auch von Power-Usern genutzt wird“, erläutert Büschen den Entscheidungsprozess für die FalconStor-Softwarelösung. Die Janz Informationssysteme AG war für die Projektierung und Realisierung der neuen Lösung zuständig. Die gesamte Umstellung dauerte nur drei Wochen. In dieser Zeit wurden das zentrale Storage und das Backup eingerichtet sowie die Dokumentenerstellung und eine viertägige Schulung durchgeführt. Das Überspielen der Daten erfolgte dann am Wochenende, um den Betriebsablauf nicht zu stören.

Virtualisierung statt Hardware

Unter Nutzung des Backbone-Netzes des Herstellers werden jetzt über eine getunnelte und sichere Citrix-Verbindung sämtliche Clients an das zentralisierte Rechenzentrum im Standort Rüsselsheim angebunden. Dort arbeiten sämtliche Applikationen auf den Datenbankservern. Das bedeutet, dass das Rechenzentrum erheblich in der Rechenleistung ausgebaut werden kann. Auch das nötige Maß an Sicherheit, Backupfähigkeit und transparente Failover-Fähigkeiten sind nun gegeben. In den Standorten greifen die Clients von einer beliebigen Hardware mit Citrix auf den DB-Server in Rüsselsheim zu.

Die RZ-Lösung besteht nun aus zwei autarken, kleinen Rechenzentren, in denen sämtliche Applikationen gespiegelt laufen. Das bedeutet, dass die eigentlich produktiven Maschinen in einem VM-Cluster liegen und sich die Daten wiederum in einem SAN befinden. Dieses SAN wird mit Enterprise Virtual Arrays (EVA) von Hewlett-Packard betrieben, die vom Speichervirtualisierungsserver mit der Software von FalconStor gesteuert werden.

Der Autoloader der alten Lösung wurde in das neue Konzept integriert und übernimmt nach wie vor die Tages-, Wochen- und Monatssicherung. Die Rechenzentren selbst sind räumlich getrennt und befinden sich in unterschiedlichen Brandabschnitten. Der Datenabgleich erfolgt durch die eingerichtet Spiegelung, das heißt, die Daten sämtlicher virtueller Produktivmaschinen befinden sich wiederum in einem virtuellen Speichernetzwerk.

weiter mit: 40 Prozent Kosteneinsparung

40 Prozent Kosteneinsparung

Durch die Virtualisierungslösung erreichte die AFG eine deutliche Verringerung des Administrationsaufwandes der WAN/LAN-Infrastruktur. „Wir haben keine reisenden Administratoren mehr – sie haben die Hard- und Software bei sich vor Ort“, erklärt Büschen. „Dies ergibt Einsparungen von mindestens 40 Prozent.“ Durch die Speichervirtualisierung laufen die Prozesse bei der AFG nun effizienter und zuverlässiger. Der transparente Failover – ein wesentlicher Punkt in der neuen Installation – wurde sowohl im Testbetrieb als auch „live“ nachgewiesen. „Hierzu wurde nach Implementierung ein Abschaltest gefahren, in dem beide Rechenzentren ihre Leistungsfähigkeit bewiesen haben. Auch gibt es nun keine Einschränkungen bei der Skalierbarkeit des SANs, was mit Sicherheit auch ein Verdienst der Software ist“, erläutert Büschen.

Für die Zukunft gerüstet

Zukünftig plant die AFG die Entwicklungen im Rechenzentrumsbereich zu berücksichtigen und das Thema Virtualisierung voranzutreiben. „Das Storage soll im SAN komplett virtualisiert werden und der Produktionsbereich soll im Cluster aufgehen“, erklärt Büschen. Durch die gute Skalierbarkeit der FalconStor-Software wird dies kein Problem darstellen. Die AFG wir dadurch in der Lage sein, Energiekosten zu senken und die Failover-Kapazitäten zu verbessern. „So verringern wir die technische Administration der Hardware und somit den Schraubaufwand im Rechenzentrum“, stellt Büschen abschließend fest.

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