Patterned Media mit Natriumchlorid versechsfacht Speicherdichte

Höhere Festplattenkapazität mit Kochsalz

21.10.2011 | Redakteur: Nico Litzel

Festplatten unter dem Rasterelektronenmikroskop: Abbildung a zeigt eine Speicherdichte von 1,9 Terabit pro Quadratzoll. Auf Abblidung b sind sehr viel feinere Strukturen zu erkennen, die eine Dichte von 3,3 Terabit pro Quadratzoll ermöglichen. (Quelle: IMRE/A*STAR)
Festplatten unter dem Rasterelektronenmikroskop: Abbildung a zeigt eine Speicherdichte von 1,9 Terabit pro Quadratzoll. Auf Abblidung b sind sehr viel feinere Strukturen zu erkennen, die eine Dichte von 3,3 Terabit pro Quadratzoll ermöglichen. (Quelle: IMRE/A*STAR)

Einem Forscherteam unter Leitung von Dr. Joel Yang vom Institute of Materials Research and Engineering (IMRE), Singapur, ist es gelungen, die Speicherdichte von Festplatten mithilfe von gewöhnlichem Kochsalz auf 1,9 Terabit pro Quadratzoll zu steigern und nachzuweisen, dass 3,3 Terabit möglich sind. Damit könnten künftig sechs Terabyte Daten auf einer Disk gespeichert werden, die heute nur ein Terabyte fasst.

Betrachtet man eine herkömmliche Festplatte unter dem Rasterelektronenmikroskop, so erkennt man zufällig angeordnete Grains (Magnetkörner). Ein Grain ist zwischen sieben und acht Nanometer klein. Rund ein Dutzend Grains werden gebraucht, um ein Bit darzustellen, sodass derzeit verfügbare Disks eine Speicherdichte von etwa 0,5 Terabit pro Quadratzoll erreichen.

Dem IMRE-Team von Dr. Yang ist es gelungen, einen sogenannten Patterned-Media-Prozess zu entwickeln, mit dem sich die Grains regelmäßig und damit dichter anordnen lassen. Dabei spielt beim eingesetzten lithografischen Prozess gewöhnliches Natriumchlorid, besser bekannt als Kochsalz, eine entscheidende Rolle.

Die von den Forschern erzeugten, regelmäßig angeordneten Magnetkörner sind mit einer Größe von zehn Nanometern zwar größer als herkömmliche Grains, haben aber den entscheidenden Vorteil, dass sie jeweils ein Bit speichern können. Langfristiges Ziel der Forscher ist es, die Speicherdichte auf bis zu zehn Terabit pro Quadratzoll zu steigern. Bis das Verfahren in der Industrie bei den Festplattenherstellern ankommt, dürften allerdings noch einige Jahre ins Land gehen.

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