Backup, Archivierung, Dokumentenverwaltung und Services HP baut Information-Management-Angebot aus

Redakteur: Nico Litzel

HP erweitert das Information-Management-Portfolio um Produkte und Dienstleistungen. Neuerungen gibt es in den Bereichen Archivierung, Aktenverwaltung, Speichermanagement und Backup.

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HP TRIM ist eine Software für das Records Management. Sie sorgt dafür, dass Informationen/Dokumente aus beliebigen Quellen über den gesamten Lebenszyklus regel- und gesetzeskonform behandelt werden. Der Screenshot zeigt ein Kontextmenü bezogen auf ein in TRIM verwaltetes Dokument.
HP TRIM ist eine Software für das Records Management. Sie sorgt dafür, dass Informationen/Dokumente aus beliebigen Quellen über den gesamten Lebenszyklus regel- und gesetzeskonform behandelt werden. Der Screenshot zeigt ein Kontextmenü bezogen auf ein in TRIM verwaltetes Dokument.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ganzheitliches Informationsmanagement gewinnt HP zufolge rapide an Bedeutung. Das unterstreicht auch eine aktuelle weltweite Studie, die das britische Marktforschungsunternehmen Coleman Parks im Auftrag von HP erstellt hat. Befragt wurden 641 Führungskräfte in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die wichtigsten Ergebnisse: 70 Prozent der Teilnehmer versprechen sich von einem besseren Informationsmanagement einen bedeutenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Allerdings bereite die Einführung solcher Lösungen Schwierigkeiten, so die Studie. Ein großes Hindernis sei für 77 Prozent das massive Wachstum von Datentypen und des Datenvolumens. 68 Prozent der Teilnehmer kämpften zudem mit zu komplexen Infrastrukturen für die Informationsverwaltung.

An diesen Punkten möchte HP ansetzen und Unternehmen mit erweiterten Produkten und Dienstleistungen dabei unterstützen, ihre Informationen über den gesamten Lebensweg zentral zu verwalten.

HP Information Management Services

Neu im Dienstleistungsangebot ist der „Information Management Transformation Experience Workshop“, in dessen Rahmen Vertreter von Fachbereichen und der IT zusammen mit HP-Experten Richtlinien und Strategien für das Informationsmanagement erarbeiten. Mithilfe des neuen „Information Optimization Service“ werden zudem Informationen nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen bewertet und so Empfehlungen für die Informationsverwaltung entwickelt. Der „Master Planning Service“ von HP bringt schließlich alle Akteure zusammen, um einen Fahrplan für die Umsetzung der neuen Richtlinien zu beschließen.

HP Integrated Archive Platform

Bisher stand HPs Integrated Archive Platform (IPA) nur als Appliance zur Verfügung. Ab sofort bietet das Unternehmen die IAP auch als reine Softwarelösung an, die auf virtuellen Servern läuft. Die Software-Architektur der aktuellen Version bleibt HP zufolge unverändert, arbeitet jedoch Hardware-unabhängig und braucht erheblich weniger Serverkapazitäten. Die kleinste Konfiguration benötigt nur einen Server, sodass sich die Software-IPA auch für kleine Unternehmen ab 500 E-Mail-Nutzern eignet, betont HP.

Weiter mit: HP TRIM Enterprise Records Management

HP TRIM Enterprise Records Management

Die Governance-Risc-Compliance-Lösung (GRC) TRIM wurde ursprünglich von Tower Software entwickelt, einem australischen Unternehmen, das HP im Jahr 2008 übernommen hatte. Die Software, die HP selbst konzernweit einsetzt, wurde bislang nur im angelsächsischen Raum angeboten. Die aktuelle Version 7.1 unterstützt nun eine „Multijurisdictional Retention“, das heißt, sie unterstützt den Einsatz in mehreren Rechtsräumen. Zudem arbeitet die Software nun mit Sharepoint 2010 zusammen: Anwender erhalten in Sharepoint einige Schaltflächen und müssen nicht in ein eigenes Programm wechseln, um beispielsweise wichtige Dokumente zu archivieren.

HP Database Archiving

Nicht nur die Archivierung von unstrukturierten Daten wird immer wichtiger. HP verzeichnet eigenen Angaben zufolge ein steigendes Interesse vonseiten der Kunden an Lösungen zur Archivierung von Datenbanken – besonders wenn es um eine Migration geht. HP Database Archiving arbeitet jetzt mit TRIM zusammen, um Anwender bei der rechts- und regelkonformen Datenbankarchivierung zu unterstützen. Database Archiving automatisiert die Migration von strukturierten Daten entweder in separate Online-Datenbanken oder in XML- oder CSV-basierende Dateien. Diese offenen Formate können auch von anderen Systemen genutzt werden, sodass der Zugriff auf die Informationen dauerhaft gewährleistet ist, ohne dass dabei die Kosten für den Betrieb der Quelldatenbank anfallen.

HP Data Protector und Data Protector Reporter

Mittlerweile setzen nach Angaben von HP weltweit rund 40.000 Kunden den Data Protector ein. Die neue Version bietet die Funktion „Granular Recovery Extension“. Diese erlaubt es, einzelne Dateien aus einem VMware ImageBackup wiederherzustellen, ohne dass dafür ein separates Datei-Backup notwendig ist. Zudem können VMware-Administratoren die Daten nun selbstständig ohne die Hilfe eines Backup-Spezialisten wiederherstellen. Auch neuangelegte virtuelle Maschinen werden automatisch in den Backup-Prozess aufgenommen, sobald sie online gehen.

Mit dem HP Data Protector Reporter bietet das Unternehmen eine Anwendung an, die die Funktionsfähigkeit der Sicherungssysteme überwacht und Administratoren alarmiert, wenn ein Problem auftritt. Der Reporter dokumentiert die Sicherungsvorgänge über mehrere Speichersysteme hinweg. Mit der Anwendung können Unternehmen laut HP den Administrationsaufwand senken und sicherstellen, dass Service Level Agreements für Backups eingehalten werden. Aufgrund des Funktions- und Leistungsumfangs empfiehlt Hewlett-Packard den HP Data Protector Reporter vor allem für mittlere und große Unternehmen.

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