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Software wird verstärkt, Services und Application Modernization werden vorangetrieben HP kauft mit Autonomy Expertise für Cloud und Datenanalyse

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Hewlett-Packard plant die Akquisition von Autonomy, einem Anbieter von Software für Enterprise Information Management. Zudem ernennt HP den früheren IBM-Manager John Visentin zum Executive Vice President of HP Enterprise Services. Beide Ankündigungen erfolgen zeitgleich mit dem Ende der WebOS-Geräte und Diskussionen über die Zukunft der PC-Sparte.

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HP-Präsident Léo Apotheker will das Geschäft mit Diensten beschleunigen.
HP-Präsident Léo Apotheker will das Geschäft mit Diensten beschleunigen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit jetzt angestoßenen Umstrukturierungsmaßnahmen verstärkt Hewlett-Packard das eigene Auftreten in den Bereichen Software und Services für Unternehmenskunden. So plant der Anbieter die Übernahme des britischen Softwareunternehmens Autonomy. Der formalige IBM-John Visentin wird zudem Executive Vice President der HP Enterprise Services. Die Produktion portabler Geräte mit WebOS stellt der Hersteller dagegen ein und diskutiert offen über die Zukunft der eigenen PC-Sparte.

HP-Präsident Léo Apotheker sieht in der Übernahme von Autonomy eine Gelegenheit, Hewlett-Packards Führungsanspruch profitabel in einem wachsenden Umfeld umzusetzen. Hierzu zählen Content Management, Cloud-Angebote und Datenanalyse.

Mit dem 1996 gegründeten Autonomy erwirbt man einen Experten für die Verwaltung explosiv wachsender Datenvolumen und dessen geistiges Eigentum. Gemeinsam wolle man neue Lösungen entwickeln, um strukturierte und unstrukturierte Daten zu verarbeiten, analysieren oder optimieren.

Derzeit nutzen weltweit über 25.000 Unternehmen und 400 OEMs die Autonomy-Produkte. Kern der Lösungen ist die Plattform Intelligent Data Operation Layer (IDOL), die sämtliche digital gespeicherte Daten analysiert – vom einfachen Text über Webpages bis zu Sprach- und Videodaten. Mit 30 Petabyte an verwalteten Kundendaten positioniert sich Autonomy zudem als Cloud-Experte.

Pro Aktie bietet HP einen Betrag von 25,50 Pfund und liegt damit nach eigenen Angaben 64 Prozent über dem Schlusskurs am 17. August, dem Tag vor der Veröffentlichung des Übernahmeangebotes. Die Akquisition soll bis Ende 2011 beendet werden.

Zeitgleich hat HP John Visentin mit sofortiger Wirkung als Executive Vice President of HP Enterprise Services eingesetzt. Apotheker hofft, dass Visentin das Dienstgeschäft mit Angeboten für Cloud, Security, Mobilität, Application Modernization und Industrielösungen beschleunigen wird.

Visentin ersetzt Tom Iannotti, der die Position seit Februar 2010 begleitete. Visentin war bislang für die HP Enterprise Services in Nord-, Mittel- und Südamerika zuständig. Zuvor hat der Manager unter anderem als Manager für Integrated Technology Services des Mitbewerbers IBM zuständig.

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