Quobyte arbeitet an Projekt zur Schädlingsbekämpfung mit

HPC-Speicher stellt die Basis für Big-Data-Analysen

| Autor / Redakteur: Victoria Koepnick* / Tina Billo

Softwaredefinierte Speichersoftware von Quobyte stellt für das PRISE-Projekt die Infrastruktur. Dieses zielt darauf ab, afrikanischen Kleinbauern durch Big-Data-Analysen valide Prognosen zur Ausbreitung von Pflanzenschädlingen an die Hand zu geben. Dies soll ihnen das Ergreifen vorbeugender Maßnahmen erleichtern.
Softwaredefinierte Speichersoftware von Quobyte stellt für das PRISE-Projekt die Infrastruktur. Dieses zielt darauf ab, afrikanischen Kleinbauern durch Big-Data-Analysen valide Prognosen zur Ausbreitung von Pflanzenschädlingen an die Hand zu geben. Dies soll ihnen das Ergreifen vorbeugender Maßnahmen erleichtern. (Bild: gemeinfrei - 'StockSnap - Pixabay / CC0)

Den Lebensunterhalt zu sichern, stellt für afrikanische Landwirte südlich der Sahara eine tägliche Herausforderung dar. Neben Überschwemmungen und Dürren stellt die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen für sie ein großes Problem dar. Um dem zu begegnen, haben sich Technologieanbieter, darunter Quobyte, zusammengeschlossen und arbeiten gemeinsam in der nichtstaatlichen Organsiation CABI an einer Lösung.

CABI ist ein internationaler gemeinnütziger Verein, der sich Wissenschaft und Technologie zunutze macht, um einige der weltweiten schwierigsten sowohl die Landwirtschaft als auch die Umwelt betreffenden Probleme zu lösen. Zu den jüngsten Projekten zählt der "Pest Risk Information Service", kurz PRISE.

Um das Risiko der Ausbreitung von Schädlingen - Insekten, Milben oder anderen Krankheitserregern - vorhersagen zu können, werden für den Dienst Erdbeoachtungstechnologien, Satellitenortungen, Wetterdaten und Informationen zum Lebenszyklus von Schädlingen genutzt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Landwirten dabei unterstützen rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um einem möglichen Befall zu verhindern. Das wiederum hilft ihnen, die Gefahr von Ernteausfällen zu verringern und in Folge idealerweise höhere Erträge zu erzielen.

Wochenprognosen per Big-Data-Analyse

PRISE verwendet Berechnungs- und Modellierungsprozesse, um mit unterschiedlichen Datensätzen zu arbeiten. Dies geschieht auf dem im englischen Oxfordshire betriebenen Supercomputer Jasmin, der für die Analyse der Datenströme und die wöchentliche Erstellung einer Schädlingsprognose genutzt wird.

Die Genauigkeit der Vorhersagen soll durch die Sammlung von Agrardaten in weiteren Ländern verbessert werden. Damit wollen die Projektverantwortlichen den derzeit von rund 2.000 Kleinbauern in Ghana, Kenia und Sambia genutzten Dienst ausweiten und künftig auch Landwirten in anderen Regionen zur Verfügung stellen.

Dass das PRISE einen Schirtt nach vorne ist und dazu beiträgt, die Lebensverhältnisse der afrikanischen Landwirte zu verbessern, zeigt das Beispiel des kenianischen Kleinbauerns Walter Wafula. Im Gespräch mit BBC erzählte er, dass sich dank des Projekts das mit seiner Farm erzielbare Einkommen verbessert hätte. Dies ermögliche seinen Kindern eine bessere Schule zu besuchen und ihm die Grundbedürfnisse der Familie zu decken.

Quobyte sorgt für skalierbare Speicherinfrastruktur

Die auf Jasmin betriebene Data Center File System-Software von Quobyte stellt die Basis für eine massiv skalierbare, fehlertolerante Hochgeschwindigkeitsspeicherinfrastruktur. Dadurch lässt sich die Umgebung auf Tausende an Servern erweitern, die Hunderte an Petabytes fassen. Insofern steht stets ausreichend Raum für die Ausführung von Datenbanken und ausgefeilten Analysen bereit.

Analog zum geplanten Ausbau des Dienstes wird auch die Menge der zu speichernden und auszuwertenden Daten steigen. Laut Quobyte lässt sich die für PRIZE derzeit genutzte Speicherinfrastruktur ohne weiteres um den Faktor zehn erweitern, ohne dass dies den Administrationsaufwand erhöht.

Daten für ein besseres Leben

Nach Angaben der britischen Zeitung UK Telegraph beläuft sich der durch Schädlinge und Krankheiten weltweit verursachte Ernteverlust auf schätzungsweise 40 Prozent. Infolge der Prognosen, die es Landwirten nicht nur ermöglichen, einen Befall frühzeitig zu erkennen, sondern auch Vorsichtsmaßnahmen zu treffen - können die Kleinbauern nicht nur ihren Lebensunterhalt besser sichern. Vielmehr lassen sich daraus resultierend auch Ernteengpässe eindämmen und damit die Ernährungssituation in vielen Regionen verbessern.

Die Sammlung und Auswertung von Big Data nimmt damit eine Schlüsselrolle ein, die insbesondere im Hinblick auf den globalen Klimawandel und des durch den Temperaturanstiegs bedingten zunehmenden Dürrerisikos sowie des Aufkommens immer neuer Schädlingstypen und Krankheiten an Bedeutung gewinnt.

Projektteilnehmer

An dem Projekt PRISE wirken das King's College London, die britische Weltraumbehörde, die Schweizerische Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit, das australische Zentrum für internationale Agrarforschung sowie STFC (UK Science and Technology Facilities Council Centre for Environmental Data Analysis) mit. Letzteres holte Quobyte für die Bereitstellung der softwaredefinierten Speicherinfrastruktur mit an Bord, mit dem Ziel. die passende Umgebung für datenintensive Workflows und zeitnahe Prognosen zu schaffen.

* Victoria Koepnick ist Vice President Marketing bei Quobyte

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