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Primera und Nimble Storage weiterentwickelt HPE macht Speicherplattform autonom

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Der Storage-Spezialist Hewlett Packard Enterprise hat umfassende Neuerungen für seine Plattformen Primera und Nimble Storage angekündigt. Dazu zählt unter anderem auch der selbstoptimierende KI-basierte Systembetrieb von Primera.

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Hewlett Packard Enterprise hat Updates für seine Speicherplattformen Primera (oben) und Nimble Storage (unten) vorgestellt.
Hewlett Packard Enterprise hat Updates für seine Speicherplattformen Primera (oben) und Nimble Storage (unten) vorgestellt.
(Bild: HPE)

Im Zuge der Weiterentwicklungen findet nun auch HPE InfoSight den Weg auf die Primera-Plattform. Die KI für IT-Infrastruktur soll Probleme vorhersagen und beheben, bevor sie Schaden anrichten. Primera nutzt Machine-Learning-Modelle, um Echtzeitvorhersagen zu Anwendungsverhalten und Leistungsmustern zu treffen. Bislang wurden damit Handlungsvorschläge für Systemadministratoren generiert. Künftig kann Primera die Vorhersagen auch nutzen, um den Systembetrieb autonom zu optimieren. Die Ressourcennutzung wird intelligent und dynamisch angepasst, um performante und berechenbare Leistung sicherzustellen.

HPE hat zudem die Cross-Stack-Analyse von InfoSight für HPE Nimble Storage jetzt auf Hyper-V-Umgebungen erweitert. Bei der Cross-Stack-Analyse bewertet InfoSight unter anderem Telemetriedaten aus der Virtualisierungsschicht, um die Ursache von Problemen in Speichersystemen zu ermitteln.

Weitere Neuerungen

HPE hat zudem die Software Peer Persistence erweitert: Daten lassen sich nun an einen dritten Standort replizieren, um nach einem regionalen Notfall wieder zur Verfügung zu stehen. Zudem ist umgehende asynchrone Replikation über größere Entfernungen mit einem Recovery Point Objective von einer Minute möglich. Die Funktion steht sowohl für Primera als auch für Nimble Storage zu Verfügung.

Primera unterstützt nun All-NVMe-Architekturen für höhere Leistungsdichte. Nimble Storage ist jetzt für SCM-Cache mit persistenter SSD-Speicherung optimiert, was laut HPE deutlich schnellere Antwortzeiten ermöglicht. Beide Plattformen sind künftig für den Einsatz von Virtual Volumes (vVols) geeignet, die bei der Virtualisierung den Speicherbetrieb mit VM-zentrierten Datendiensten und richtlinienbasierter Automatisierung verbessern. Primera und Nimble Storage unterstützen außerdem den CSI-Treiber für Kubernetes und gestatten damit eine entwicklerzentrierte Speichernutzung.

Verfügbarkeit

Das aktualisierte Betriebssystem Primera OS 4.2 ist weltweit ab dem dritten Jahresquartal verfügbar. Kunden mit gültigen Supportverträgen erhalten das Update kostenlos. HPE Primera All-NVMe ist ab sofort über das Partnernetzwerk erhältlich, auch den CSI-Treiber für Kubernetes 1.1.1 gibt es bereits.

Die Replikation zu Drittstandorten ist ebenfalls ab sofort als Teil von NimbleOS 5.2 verfügbar. HPE InfoSight Cross Stack Analytics für Hyper-V wird im Juli weltweit für Nimble-Kunden mit aktivem Supportvertrag zugänglich sein.

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